Sanierung Löwenbräu-Kunst Ost, Löwenbräu-Areal

Ort Zürich

Nutzung Sanierung der Ausstellungsflächen für die neue Mieterin Museum Haus Konstruktiv MHK:
Oberlichter in den Ausstellungsräumen, Museumsbeleuchtung, Dachbegrünung und Photovoltaikanlage auf dem Dach (ca. 1‘350 m² > Ertrag pro Jahr 280'000 kWh).
Ertüchtigung der kompletten Haustechnik

Planung/Ausführung 2022–2025

Bauherrschaft Löwenbräu-Kunst AG
Bauherrenvertretung: immoclass AG, Max Homberger

Geschossfläche 2‘200 m2

Team G/G Mike, Guyer, Stefan Thommen, Andy Gratwohl

Bauleitung Ghisleni Partner AG, Rapperswil

Bauingenieur Henauer Gugler AG, Zürich

Elektrotechnik Elektro-Ingenieure Meyer + Partner AG, Stäfa

Haustechnik Gruenberg + Partner AG, Zürich

Bauphysik Wichser Akustik & Bauphysik AG, Zürich

Brandschutz AFC AG, Zürich

MSRL Equans Services AG, Winterthur

Lichtplanung Institut für Tageslichttechnik Stuttgart, Stuttgart, D

Sanierung Aussenflächen und Wasserbecken, Universität Zürich

Ort Zürich

Nutzung Sanierung Wasserbecken, Terrassen und Eingang zum Kollegiengebäude

Beauftragung 2020

Planung/Ausführung 2020–2026
mit Architekturbüro Wolfensberger + Partner AG, Zürich

Bauherrschaft Hochbauamt Kanton Zürich
Nutzung: Universität Zürich

Geschossfläche AGF 3'281 m2

Team G/G Pieter Rabijns (Projektleitung), Stefan Thommen, Andreas Hasler

Bauleitung Architekturbüro Wolfensberger + Partner AG, Zürich

Kosten/Terminplanung Architekturbüro Wolfensberger + Partner AG, Zürich

Bauingenieur Wüst Rellstab Schmid AG, Schaffhausen

Elektrotechnik Schmidiger+Rosasco AG, Zürich

Bauphysik Wichser Akustik & Bauphysik AG, Zürich

MSRL Visocm Engineering AG, Affoltern am Albis

Lichtplanung TT Licht GmbH, Zürich

Sanitär Balzer Ingenieure AG, Winterthur

Farbgestaltung Künstlerisches Konzept: Adrian Schiess, Zürich

Weitere Wasseraufbereitung: Beck Schwimmbadbau AG, Winterthur

Fotos Gigon/Guyer

Sanierung Hochhaus Herdern

Das Scheibenhochhaus im Westen Zürichs ist Teil der 1965 eröffneten Betriebszentrale Herdern Migros, die als Industrieensemble unter Schutz steht. Über die Jahre hat die Backsteinfassade des siebzehngeschossigen Verwaltungsgebäudes witterungsbedingt Schaden genommen und wird nun umfänglich saniert. Dem städtebaulichen und denkmalpflegerischen Kontext sowie der Proportionierung des Baukörpers kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Die Arbeiten umfassen die statische und energetische Sanierung, einschliesslich der Erneuerung der Haustechnik. An den Stirnseiten wird das Tragwerk verstärkt, und auf allen Seiten werden die bestehenden Backsteinfassaden und -brüstungen ersetzt und wärmegedämmt. Die neuen Sichtmauerwände gleichen den früheren in Steinformat, Oberfläche und Farbe. Neue dreifachisolierte Aluminiumfenster entsprechen den thermischen und schallmässigen Anforderungen. Im Inneren werden die Unterzugsdecken der Büroräume freigelegt, dienen neu als Speichermasse, und geben einen atelierartigen Raumeindruck, der der industriegeprägten Ästhetik des Gebäudes entspricht.

Das Attikageschoss, das von einer Dachterrasse umgeben ist, beherbergt ein grosses Sitzungszimmer. Es wird mitsamt der kleinen Küche umgebaut und bietet einen Panoramablick über Zürich West bis zu den Alpen.

Ort Zürich

Nutzung Sanierung des denkmalgeschützten Bürogebäudes (erbaut 1965 von den Architekten Hans Vogelsanger, Ernst Schwarzenbach, Albert Maurer),
19 Geschosse (1 unterirdisch, 18 oberirdisch), ca. 500 Arbeitsplätze, Sitzungszimmer

Wettbewerb 2018, 1. Preis Gigon/Guyer Architekten und WaltGalmarini

Planung/Ausführung 2019–2023

Bauherrschaft Genossenschaft Migros Zürich

Geschossfläche 9‘948 m2

Team G/G Planung/Ausführung: Stefan Thommen (Teamleitung), Urs Meyer (Projektleitung), Milica Brockmann, Andy Gratwohl, Arend Kölsch, Pieter Rabijns, Urh Urbancic, Luisa Wittgen
Wettbewerb: Stefan Thommen, Filippo Cattaneo, Vladimir Dianiska, Milica Brockmann

Bauleitung Spiegel + Partner AG, Zürich

Landschaftsarchitektur Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau Gmbh, Zürich

Kosten/Terminplanung Spiegel + Partner AG, Zürich

Bauingenieur WaltGalmarini AG, Zürich

Elektrotechnik Eplan AG, Reinach

Bauphysik WaltGalmarini AG, Zürich

Brandschutz Migros Engineering Solutions, MGB, Zürich

Heizung/Kälte Concept-G AG, Winterthur

Lüftung Concept-G AG, Winterthur

Akustik WaltGalmarini AG, Zürich

Sanitär Concept-G AG, Winterthur

Sprinkler Banzer Beratung & Planung AG, Wil

Fassadenplanung Reba Fassadentechnik AG, Chur

Türengineering Batishield AG, Rüti

Weitere RDA: Enfors AG, Sempach

Fotos Seraina Wirz, Zürich
Luca Zanier (Baustelle)
Tom Licht (Drohnenaufnahme)
Gigon/Guyer

 

Sanierung Parkdeck Betriebsgebäude Herdern

Ort Zürich

Nutzung Sanierung und Ertüchtigung des denkmalgeschützten Parkdecks mit 568 Parkplätzen:
Ersatz/Sanierung der Parkplatzüberdachung, 3 neue Fluchttreppenhäuser, Photovoltaik-Anlage (ca. 4‘500 m2), Elektroanschlüsse für Elektrofahrzeuge.
Das Betriebsgebäude und Hochhaus Herdern bilden ein Ensemble (erbaut 1965 von den Architekten Hans Vogelsanger, Ernst Schwarzenbach, Albert Maurer).

Beauftragung 2020 (Machbarkeitsstudie)

Planung/Ausführung 2020–2025

Bauherrschaft Genossenschaft Migros Zürich

Geschossfläche 14‘220 m2

Team G/G Machbarkeitsstudie: Stefan Thommen (Teamleitung), Urs Meyer, Milica Brockmann
Planung/ Ausführung: Stefan Thommen (Teamleitung), Lilla Kis

Bauleitung Spiegel+Partner AG, Zürich

Kosten/Terminplanung Spiegel+Partner AG, Zürich

Bauingenieur WaltGalmarini AG, Zürich

Elektrotechnik Eplan AG, Reinach

Haustechnik Concept-G AG, Winterthur

Bauphysik WaltGalmarini AG, Zürich

Brandschutz MGB, MES - Migros Engineering Solutions, Zürich

Verkehr Basler & Hofmann AG, Zürich

Visualisierung Gigon/Guyer

Fotos Tom Licht (Drohnenaufnahme)

Bürohochhaus CreaTower I

Im Tech Cluster Zug entsteht das Bürohochhaus CreaTower I (40 Meter). Es bildet zusammen mit dem auf einem grossen Sockel platzierten Wohnhaus CreaTower II ein ausgewogenes Ensemble und schafft für das Quartier einen zentralen Platz, in dem auch die vertikale Skulptur Semiramis (Gramazio Kohler Rese-arch, ETH Zürich) integriert ist.

Das zehngeschossige Bürogebäude ist über eine Arkade zum öffentlichen Platz erschlossen. Der Neu-bau hat ein annähernd quadratisches Stützenraster mit einem leicht azentrisch gesetzten, zweiteiligen Kern. In den Feldern entlang der Fassaden befinden sich die Arbeitsplätze in verschiedenen Anordnun-gen, die Sitzungszimmer und die eingeschobenen, doppelgeschossigen Terrassen. Die inneren vier Fel-der unmittelbar am Kern sind Ort des Austausches und der informellen Treffen, mit sich spiralförmig hochstufenden, doppelgeschossigen Atrien und offenen Wendeltreppen. Es ist die offene Mitte mit hori-zontalen und vertikalen Sichtverbindungen, welche die Geschosse, mit unterschiedlich grosszügigen Hö-hen, zu einer durchgehenden, inspirierenden Arbeitslandschaft verbindet. Die Abfolge dieser vielfältigen Räume gibt den Nutzenden eine Atmosphäre von Massstäblichkeit und Intimität. Die Terrassen sind stark begrünt, stufen sich paarweise zueinander versetzt in die Höhe und verbinden räumlich drei Geschosse. Im Erdgeschoss befinden sich die Eingangshalle und das Kundenzentrum, im obersten Geschoss die gemeinschaftlichen Nutzungen mit einem Patio als grosszügigem äusserem Aufenhaltsraum.

Die Tragstruktur ist ein vorfabrizierter Elementbau mit Stützen, Unterzügen und fünfteiligen Gewölben, die ausschliesslich auf Druck belastet sind, Rippen aufweisen und entsprechend schlank dimensioniert sind. Es sind RFS Decken, die von der Block Research Group im letzten Jahrzehnt an der ETH Zürich entwi-ckelt wurden. Anhand eines Mockups 1:1 wurde das Gewölbe auf Verformungen, Schwingungen, Körper-/Raumschall, Feuer, Haustechnikinstallation, Produktion und Kosten getestet und so die Machbarkeit nachgewiesen. Die Stützen-, Unterzugs- und Gewölbestruktur hat gegenüber einer konventionellen Flach-deckenkonstruktion bedeutend weniger Masse und spart rund 60% CO2 Emissionen ein. Da die Decken-felder während des Lebenzyklus einfach geöffnet oder geschlossen werden können, weist das Tragsys-tem die von der Bauherrschaft gewünschte Adaptivität auf. Die Rippen zeichnen sich an den Unterseiten der Gewölbe ab, fassen die Akustikflächen und ergeben ein ornamentales Muster, das die Erscheinung der Inneräume markant prägt. Auch an den Fassaden sind die inneren Gewölbe anhand der geschwunge-nen Unterzüge bei den Öffnungen erkennbar und bestimmen so die äussere Erscheinung des Gebäudes.

Vortrag
von Philippe Block und Mike Guyer am 15. Schweizer Betonforum, 07.06.2023, ETH Zürich
«CreaTower I – RFS Decken» (PDF Download)

Ort Zug

Nutzung Bürohochhaus (40m) mit 420 Arbeitsplätzen,
Foyer, Sitzungszimmer, Cafeteria,
Erdgeschoss mit öffentlichen Flächen: Café/ Bistro

Studie 2022, 1. Preis

Planung/Ausführung Zug, 2023–2027

Bauherrschaft Urban Assets Zug AG, Zug
Nutzerin: VZ Depotbank AG

Geschossfläche 13‘272 m2 (Wettbewerb)

Team G/G Planung/Ausführung: Stefan Thommen (Teamleitung), Daniela Schadegg (Projektleitung bis Okt. 2023), Urs Meyer (Projektleitung ab Nov. 2023), Ivana Beljan, Urh Urbancic, Nathalie Reiz
Wettbewerb: Stefan Thommen, Carlo Magnaguagno, Dylan Kreuzer, Sophie Ballweg

Bauleitung Büro für Bauökonomie AG, Luzern

Baumanagement Büro für Bauökonomie AG, Luzern

Generalplanung Gigon/Guyer und Büro für Bauökonomie AG, Luzern

Landschaftsarchitektur Bischoff Landschaftsarchitektur GmbH, Baden

Kosten/Terminplanung Büro für Bauökonomie AG, Luzern

Bauingenieur Walt Galmarini AG, Zürich
Gewölbedecken (RFS): Vaulted AG, Zürich

Elektrotechnik Jules Haefliger AG, Luzern

Bauphysik Lemon Consult AG, Basel/ Zürich

Brandschutz Jules Haefliger AG, Luzern

MSRL Jules Haefliger AG, Luzern

Heizung/Kälte 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Lüftung 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Akustik Lemon Consult AG, Basel/ Zürich

Lichtplanung Reflexion AG, Zürich

Sanitär 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Sprinkler Josef Ottiger + Partner AG, Rothenburg

Fassadenplanung Dr. Lüchinger+Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Türengineering Jules Haefliger AG, Luzern

Verkehr Schneiter Verkehrsplanung AG, Zürich

Nachhaltigkeit Lemon Consult AG, Basel/ Zürich

Weitere Photovoltaik Anlage
Fassade: Dr. Lüchinger+Meyer Bauingenieure AG, Zürich
Dach: Jules Haefliger AG, Luzern
Rauchschutz Druck Anlage (RDA): Enfors AG, Sempach
Werkleitungsplanung: blesshess AG, Luzern

Modell Modellbau Zaborowsky GmbH, Zürich

Visualisierung Ponnie Images, Aachen (D)

Video vom Mock-up Aufbau © VAULTED AG

Erweiterung Kantonsschule Reussbühl

Ort Luzern

Nutzung Neubau für 18 Klassen (550 Schüler) mit Einfach- und Zweifachturnhalle,
Aussensportanlage und Neugestaltung des Campus

Wettbewerb März – Juli 2022, 1. Preis

Geschossfläche 11‘809 m2

Auslober Wettbewerb Finanzdepartement Kanton Luzern

Team G/G Mike Guyer, Stefan Thommen, Carlo Magnaguagno, Dylan Kreuzer, Sophie Ballweg, Vanessa Ebert (P), Thea Bonatz (P)

Landschaftsarchitektur antón landschaft gmbh, Zürich

Bauingenieur WaltGalmarini AG, Zürich

Haustechnik 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Visualisierung Ponnie, Köln, Deutschland

Erweiterung Wohnsiedlung Brunnenhof

Ort Zürich

Nutzung Hochhaus 40 m
Erdgeschoss: öffentliche Nutzung, Gemeinschaftsraum
1.-2. Obergeschoss: Büros, Gewerbe
3.-12. Obergeschoss: 20 5,5-Zimmer-Wohnungen

Beauftragung 2020

Planung/Ausführung 2020–2028
ARGE Erweiterung Brunnenhof
Architektur: Gigon/Guyer Architekten, Zürich
Baumanagement: Güntensperger Baumanagement AG, Zürich

Bauherrschaft Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien, Zürich
Vertretung Bauherrschaft: Basler & Hofmann AG, Zürich

Geschossfläche 4‘572.8 m2

Team G/G Pieter Rabijns (Teamleiter), Ivana Beljan, Jannis Poncelet (P)

Landschaftsarchitektur Uniola AG, Zürich

Bauingenieur Meichtry & Widmer AG, Zürich

Elektrotechnik IBG Engineering AG, St. Gallen

Haustechnik Balzer Ingenieure AG, Winterthur

Bauphysik Durable Planung und Beratung GmbH, Zürich

Brandschutz Balzer Ingenieure AG, Chur

Akustik Durable Planung und Beratung GmbH, Zürich

Fachplanung Koordination Balzer Ingenieure AG, Winterthur

Farbgestaltung Adrian Schiess, Zürich

Weitere Gestaltungsplan: Suter von Känel Wild Planer und Architekt AG, Zürich

Visualisierung Gigon/Guyer

Neubau Sozialversicherungszentrum WAS (Wirtschaft Arbeit Soziales)
Areal Eichhof West

Ort Kriens

Nutzung Büros für 700 Arbeitsplätze, Seminarräume, Mensa, Caféteria

Wettbewerb 2020, 1. Preis

Planung/Ausführung 2020–2025

Bauherrschaft WAS Immobilien AG, Luzern

Geschossfläche 24‘540 m2

Team G/G Wettbewerb: Stefan Thommen, Lukas Kübli, Dario Caccialupi, Jan Zimmermann (P)
Planung/Ausführung: Christian Maggioni (Teamleitung), Matthias Clivio (Projektleitung), Damien Andenmatten, Christoph Lay, Franzis Gericks, Roman Vetterli, Emilia Lienhard (P), Lilo Nöske (P), Jannis Sachmerda (P), Christoph Stahel (P), Zoe Steurer (P), Diana Strässle (P)

Totalunternehmung Generalplanung (Vorprojekt+ bis TU-Submission)
GP WAS GmbH, Luzern:
GKS Architekten Generalplaner AG, Luzern
mit Gigon/Guyer Architekten;
Totalunternehmung (Ab TU-Submission)
Anliker AG Generalunternehmung, Emmenbrücke

Landschaftsarchitektur Bepflanzung Hof und Dachterrassen: Lorenz Eugster, Zürich

Kosten/Terminplanung TGS Bauökonomen AG, Luzern (Vorprojekt+ bis TU-Submission)

Bauingenieur Wettbewerb: EBP Schweiz AG, Zürich
Planung/Ausführung: CES Bauingenieur AG, Hergiswil

Elektrotechnik Jules Häfliger AG, Luzern

Haustechnik Wettbewerb: EBP Schweiz AG, Zürich
Planung/Ausführung: 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Bauphysik 2226 AG, St. Gallen

Brandschutz Technik im Bau AG, Luzern

Fassadenplanung Feroplan Engineering AG, Zürich

Türengineering PZM Luzern AG, Horw

Signaletik Designalltag Rinderer GmbH, Winterthur

Weitere Gastroplanung: Creative Gastro Concept & Design AG, Hergiswil

BIM GKS Architekten Generalplaner AG, Luzern (Vorprojekt+ bis TU-Submission)

Visualisierung Gigon/Guyer

Ersatzneubau Wohnüberbauung Hangenmoos

Eine neue Wohnüberbauung auf dem Wädenswiler Hangenmoos Areal ersetzt die Siedlung aus den 1960er Jahren. Das gut drei Hektar grosse Areal liegt am Rande des historisch gewachsenen Stadtkerns und ist geprägt durch die längliche Ausrichtung zur Zugerstrasse und das ansteigende Gelände nach Westen.
Die verdichtete Wohnüberbauung orientiert sich mit der freien Setzung der Baukörper in einer parkähnlichen Anlage an der Idee der Gartenstadt. Dabei wird die Anordnung der Gebäude durch verschiedene Faktoren definiert: den Verlauf der Topografie, der Ausrichtung der Wohnungen, den Seeblick, der Nachbarbebauung und der verkehrsreichen Strasse. Themen wie der durchgehende, differenzierte Aussenraum, Staffelung, Durch- und Ausblicke bestimmen die Komposition der Gebäude.
Drei Wohntypologien, sowie verschiedene Wohnungsgrössen bieten eine vielfältige Durchmischung der Siedlung, die etappenweise durchgeführt wird.

Zur viel befahrenen Zugerstrasse ist das Areal durch schlanke, zueinander versetzte Baukörper begrenzt. Hier sind die Treppenhäuser entlang der Fassade angeordnet, die Wohn- und Essräumen orientieren sich beidseitig, Schlafzimmern und Balkonen sind zum ruhigen Park hin ausgerichtet.
Dahinterliegend, hangaufwärts, sind fünf- bis siebengeschossige Gebäude, entlang der ruhigeren Holzmoosrütistrasse angeordnet. Sie orientieren sich an dem Terrainverlauf und der Aussicht zum See. Diese grossen und präsenten Gebäude bilden das Rückgrat der neuen Überbauung und weisen die höchste Dichte auf. Pro Geschoss gruppieren sich hier drei bis sechs Wohnungen um einen innenliegenden Erschliessungskern. Die grösseren Wohnungen sind jeweils über Eck oder als Durchwohntypen angelegt, die kleineren Wohnungen sind einseitig zum See ausgerichtet. Trotz der knappen Flächen, verleihen vielfältige Durch- und Ausblicke den Wohnungen Tiefe und Grosszügigkeit. Zusammen mit den niedrigeren Gebäuderiegeln der Zugerstrasse formen sie eine differenzierte Grünanlage mit fussläufigem Wegenetz.
In den Gebäuden der dritten Typologie sind pro Geschoss vier Wohnungen vorgesehen. Die beiden fünfgeschossigen Gebäude sind parallel zum Geländeverlauf ausgerichtet und zueinander versetzt. Der kreuzförmige Grundriss mit einem innenliegenden Erschliessungskern bietet nach drei Seiten ausgerichtete, helle und grosszügige Wohnungen.
Die Gliederung und Komposition der Baukörper, schaffen eine Siedlung mit verwandten Gebäudestrukturen, die trotz der unterschiedlichen Bedingungen des Areals eine Einheit bilden. Vielfältige Sichtverbindungen und Durchblicke öffnen die Aussenräume und geben der angestrebten Verdichtung eine dem Ort entsprechende Massstäblichkeit.

Ort Wädenswil

Nutzung 10 Gebäudevolumen,
285 Wohnungen mit 1,5–5,5 Zimmer-Wohnungen,
1 Wohngemeinschaft betreutes Wohnen Stiftung Bühl,
1 Doppel Kindergarten, 1 Kindertagesstätte,
7 Büroräumlichkeiten

Wettbewerb 2-phasig
2014, 1. Preis

Planung/Ausführung 2015–2021–2023

Bauherrschaft Hangenmoos AG, Wädenswil

Geschossfläche 59‘650 m2

Team G/G Planung/Ausführung: Christian Maggioni (Teamleitung), Daniela Schadegg (Projektleitung), Franziska Bächer, Stefanie Bittig, Christoph Dober, Andy Gratwohl, Dana Hemmi, Leyla Ilman, Lilla Kis, Christoph Lay, Carlo Magnaguagno, Anne Spiegler, Lukas Taller, Urh Urbancic, Philippe Volpe
Wettbewerb: Stefan Thommen (Teamleitung), Rodrigo Jorge, Andy Gratwohl, Leyla Ilman
Überarbeitung Wettbewerb: Stefan Thommen (Teamleitung), Thomas Möckel, Leyla Ilman, Christoph Dober, Milica Vrbaski

Bauleitung Hotz Partner AG SIA, Wädenswil

Landschaftsarchitektur Testplanung: Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich
weitere Planung: vetschpartner Landschaftsarchitekten AG, Zürich

Bauingenieur WaltGalmarini AG, Zürich

Elektrotechnik Enerpeak AG, Dübendorf

Haustechnik PZM Zürich, Zürich

Bauphysik Braune Roth AG, Binz

Brandschutz Enerpeak AG, Dübendorf

Verkehr Enz & Partner GmbH, Zürich

Farbgestaltung in Kooperation mit Harald F. Müller, Singen, Deutschland

Modell Zaborowsky Modellbau, Zürich

Fotos Philip Heckhausen, Zürich

Verkehrshaus der Schweiz – Mehrzweckgebäude «House of Energy»

Mit dem neuen Mehrzweckgebäude entsteht ein Ersatzbau für die ehemalige «Schienenhalle 1» von Otto Dreyer aus den Gründungsjahren des Verkehrshauses. Der Neubau soll nunmehr – wie der Name verspricht – mehrere Nutzungen beherbergen. Wie sein Vorgänger bietet er im Erdgeschoss Raum für Ausstellungen – neu für Wechselausstellungen ebenso wie weiterhin auch für Exponate des Schienenverkehrs. Zusätzlich bildet das Erdgeschoss des Mehrzweckgebäudes einen einladenden zweiten Eingangsbereich für den Museumskomplex zur Haldenstrasse und zum 2007 eröffneten Bahnhof «Verkehrshaus Luzern». Hierhin wenden sich auch ein Shop und weitere Zugänge für die Nutzungen in den Obergeschossen.

Im ersten Obergeschoss entstehen drei neue Konferenzsäle, als Erweiterung der heutigen Kongressnutzung im «Futurecom» Gebäude. Vom Foyer aus blicken die Kongressteilnehmerinnen in den hohen Ausstellungsraum und auch auf die «Arena». Die drei darüberliegenden Geschosse sind Büronutzungen vorbehalten. Sie gruppieren sich um einen erhöht gelegenen, begrünten Innenhof und dienen insbesondere der Administration des Verkehrshauses sowie zugewandten Organisationen und Ausstellungspartnern. Das Kellergeschoss nimmt nicht nur ergänzende Nebenräume auf, sondern auch die neue Energiezentrale für das ganze Verkehrshaus-Areal – eine Wärmepumpenheizung, die mit Seewasser betrieben wird.

Das neue Volumen ist mächtiger als der Vorgängerbau und orientiert sich in seinen Höhenabmessungen am benachbarten Bestandsgebäude des IMAX-Filmtheaters. Das Vieleck der Grundform reicht zusammen mit den Frischluftbalkonen der Bürogeschosse zum Zylindergebäude hinüber und fasst mit diesem zusammen einen Zwischenraum, welcher der Belichtung und der Logistik dient. Zur Haldenstrasse bildet der Baukörper mit einer Auskragung eine regengeschützte Zone vor dem Eingang und einen Freiluft-Ausstellungsbereich. Dabei bleibt die Zufahrt von Lokomotiven in die bestehende «Schienenhalle 2 & 3» weiter möglich.

Hohe statische Anforderungen, die der schwierige Untergrund an die Fundation stellt, sowie der Wunsch nach einer stützenfreien Ausstellungshalle von bis zu 30 m Breite, begründen die Wahl von Stahlbeton als Baumaterial für die Tragkonstruktion und die Treppenhauskerne. Die Deckenplatten der Büros gewähren die nötige thermische Massenanbindung und nehmen die Heizschlangen des thermoaktiven Bauteilsystems (TABS) sowie akustisch wirksame Stabelemente auf – dadurch kann auf weitere Verkleidungen verzichtet und gleichzeitig die Raumhöhe optimiert werden. Dämmstärken von bis zu 30 cm und ein moderater Öffnungsanteil mit Fensterbändern lassen gute Energieverbrauchszahlen erwarten. Der Neubau ist Minergie-P zertifiziert.

Analog zur vielfältigen Nutzbarkeit des Gebäudes werden auch an die Fassadenhülle mehrere und unterschiedliche Ansprüche gestellt. Neben der Wärmedämmung und dem sommerlichen Sonnenschutz sollte die Aussenwand auch akustisch wirksam sein, d.h. Schallreflexionen des Strassenlärms in Richtung der hangseitigen Wohnbebauungen und der «Arena» dämpfen. Wie die meisten Gebäude des Museumskomplexes besitzt es eine Metallfassade. Sie besteht beim Mehrzweckgebäude aus genormten Metallkassetten, wie sie im Industriebau häufig als Unterkonstruktionen eingesetzt werden. Die perforierten Bleche erfüllen in Kombination mit den dahinterliegenden Dämmschichten die genannten Ansprüche und bilden das verhüllende, gleichzeitig blickdurchlässige und transluzente Kleid, das auch als Brise-Soleil wirkt und überdies der Halterung für die Photovoltaik-Elemente dient.

Photovoltaik nicht nur auf den Dachflächen, sondern auch an den Fassaden anzuwenden, ist eine Herausforderung für den Entwurf und nach wie vor auch für die Akzeptanz. Die monokristallinen PV-Elemente sind entsprechend der verschiedenen Ausrichtungen der Fassaden unterschiedlich dicht verteilt. Die Anordnung in Gruppen von acht Elementen mit je einer Lücke wurde mit dem Künstler und Geometrieingenieur Urs Beat Roth entwickelt. Aus der Verteilung der Paneele, überlagert mit der Gliederung der Fensterbänder und dem Raster der Metallkassetten, resultiert ein variierendes Zusammenspiel. Es ist ein Versuch, die nützlichen, aber als unästhetisch geltenden Energieproduzenten zu einem integralen Bestandteil der Fassadengestaltung zu machen, ohne sie durch Beschichtungen oder Sonderverglasungen in ihrer Effizienz zu beeinträchtigen.

Ort Luzern

Nutzung Ausstellungsräume, Shop, Konferenzräume, Büros

Beauftragung 2017

Planung/Ausführung 2017–2023

Bauherrschaft Verkehrshaus der Schweiz, Luzern

Geschossfläche 7'985 m2

Team G/G Planung/Ausführung: Christian Maggioni (Teamleitung), Philippe Volpe (Projektleitung), Anne Spiegler, Chee Xu, Milica Brockmann

Bauleitung Büro für Bauökonomie AG, Luzern

Bauingenieur Schubiger AG Bauingenieure, Luzern

Elektrotechnik Scherler AG, Luzern

Haustechnik Markus Stolz + Partner AG, Luzern

Bauphysik RSP Bauphysik, Luzern

Brandschutz GRP Ingenieure AG, Rotkreuz

Fassadenplanung Rood AG Metallbauplanung, Stans

Weitere Künstler / Geometrieingenieur (Anordnung der PV-Elemente):
Urs Beat Roth, Zürich

Visualisierung Indievisual, Zürich

Fotos Seraina Wirz, Zürich
Film: Severin Kuhn, Zürich

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