Wohnhäuser Zollikerstrasse

Majestätische Buchen, Kiefern und Mammutbäume auf dem ehemaligen Villengrundstück waren bestimmend für die Architektur der Ersatzbauten – für deren Lage, Form, Materialisierung und Farbe. Das im Vergleich zum Vorgängerbau wesentlich vergrösserte Bauvolumen ist auf zwei Baukörper aufgeteilt. Mit vielwinklingen Grundrissformen, reduzierten Grundflächen und Auskragungen reagieren sie auf Vorgaben wie Lärmschutz, Abstandsregeln und insbesondere auf die Lage der Baumwurzeln. Dunkelbraun emaillierte Glasplatten der Fassaden reflektieren den Garten kaleidoskopartig und steigern die Präsenz des Grünraums. Den unregelmässigen, polygonalen Umrissformen ist eine orthogonale Raumstruktur eingeschrieben. Dabei entstehen Eigentumswohnungen, die sich sowohl in der Grösse als auch im Charakter stark voneinander unterscheiden. Die Attikawohnungen verfügen über Terrassen, die Wohnungen des ersten und zweiten Obergeschosses über offene und gedeckte Loggien und Erker. Die drei Maisonettes im Erdgeschoss besitzen teils überhohe Wohnräume mit direktem Zugang zum Garten.

 

Ort Zürich

Nutzung Zwei Wohnhäuser, 8 Eigentumswohnungen, 2 Ateliers, Tiefgarage 14 Stellplätze

Wettbewerb 2005, 1. Preis

Planung/Ausführung 2006–2011

Bauherrschaft Stockwerkeigentümerschaft Zollikerstrasse, Zürich

Geschossfläche 2‘896 m2

Team G/G Planung/Ausführung: Markus Seiler (Teamleitung ab 2009), Barbara Schlauri (Teamleitung bis 2009), Damien Andenmatten (Projektleitung), Ilka Tegeler, Monica Knechtle
Wettbewerb: Monica Knechtle

Bauleitung Agora Baumanagement, Zürich

Totalunternehmung Gross Generalunternehmung AG, Brugg

Landschaftsarchitektur Hager Partner AG, Zürich

Bauingenieur Basler & Hofmann AG, Zürich

Elektrotechnik Ernst Basler + Partner AG, Zürich

Haustechnik Ernst Basler + Partner AG, Zürich

Bauphysik IPA, Energieberatung und Bauphysik, Volketswil

Farbgestaltung mit Pierre André Ferrand, Genf/ La Chaux-de-Fonds

Fotos © Thies Wachter
© Shinkenchiku-sha, Tokyo

Besucherzentrum des Museums Kalkriese

Der Neubau des Besucherzentrums wurde dem Archäologischen Museum und Park Kalkriese ergänzt und markiert nun dessen Zugang. Im Erdgeschoss liegen Funktionen des Eingangsbereiches mit Museumsshop und Kindermuseum. Der Saal im Obergeschoss ist multifunktional nutzbar, er kann als zusätzliche grosse Ausstellungsfläche dienen oder, durch mobile Trennwände in kleinere Räume unterteilt, als Sitzungs- und Tagungsort. Dazu bietet der Raum durch grossformatige Fensteröffnungen zu beiden Seiten Ausblicke ins Freie.

Das Gebäude ist allseitig mit einem Verblendmauerwerk aus Backstein verkleidet. Das bestehende Gehöft und der Neubau verbinden sich über die Materialität der Fassaden zu einem schlüssigen Ensemble und bilden durch ihre Anordnung einen gefassten Aussenraum.

Ort Osnabrück, Deutschland

Nutzung Zugangsgebäude zum archäologischen Museumspark Kalkriese: Eingangsfoyer, Museumsshop, Kindermuseum, Ausstellungsraum flexible Nutzung für Veranstaltungen und Seminare mit 7 abtrennbaren Räumen, Lagerflächen, Cateringküche

Wettbewerb 2003, 1. Preis

Planung/Ausführung 2006–2009

Bauherrschaft Varusschlacht im Osnabrücker Land gGmbH
Museum und Park Kalkriese, Deutschland

Geschossfläche 1‘778 m2

Team G/G Planung/Ausführung: Michael Winklmann (Teamleitung), Christoph Justies (Projektleitung)
Wettbewerb: Volker Mencke

Bauingenieur Wettbewerb: Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich
Planung/Ausführung: pbr Planungsbüro Rohling AG, Osnabrück, Deutschland

Elektrotechnik Jacobi + Richter Elektro- und Fördertechnik, Osnabrück, Deutschland

Haustechnik pbr Planungsbüro Rohling AG, Osnabrück, Deutschland

Bauphysik Ingenieurbüro für angewandte Bauphysik, Osnabrück, Deutschland

Ausstellungsarchitektur neo.studio, Berlin, Deutschland

Fotos © Klemens Ortmeyer

Auszeichnungen BDA-Preis Niedersachsen, Landesverband des Bundes Deutscher Architekten, 2003
Deutscher Stahlbaupreis, 2002

Einfamilienhaus, Küsnacht

Der von Bäumen gerahmte Garten einer alten Villa bildet die Bauparzelle des neuen Einfamilienhauses. Die Geometrie des Gartengrundstücks, der Baumbestand mit einer mächtigen Zeder und die steile Hanglage formen einen vieleckigen Baukörper, der sich aus dem Terrain emporstaffelt. Zugang und Garage bilden ein Sockelgeschoss mit einer Terrasse, auf das sich zwei Vollgeschosse und ein Attikageschoss aufbauen.

Im Inneren verbindet eine grosszügige, polygonal gewendelte Treppe mit weitem Treppenauge alle vier Ebenen optisch und auch akustisch miteinander, von der Eingangshalle über die Kinderzimmer und das Wohngeschoss bis zum Elternschlafzimmer. Der Wohn- und Essraum liegt im zweiten Geschoss und profitiert so von der erhöhten Lage, die Kinderzimmer im ersten Obergeschoss haben Zugang zum Garten, und das Elternschlafzimmer im Attikageschoss verfügt über eine eigene, grosse Dachterrasse.

In Zusammenarbeit mit dem Künstler Harald F. Müller und in Abstimmung mit der Familie sind einzelne Flächen im Inneren in kräftigen Farben gefasst. Die Decken der Kinderzimmer sind leuchtend orange und golden gestrichen, im Elternschlafzimmer ist eine Wand hellblau, die Wand unter dem Oberlicht des Wohnraums ist schwarz und die Decke über dem grossen Treppenauge orangerot.

Die einheitlichen Böden aus dunklem Terrazzo geben den vielfältigen Räumen einen ruhigen Grundton und stellen den Bezug zur Materialisierung der Tragkonstruktion her, die vollständig aus Beton besteht und sich gegen aussen mit einer tragenden Betonschale als Fassade abbildet. Vorgemauerte Innenwände sind nichttragend ausgebildet und kleiden die Wärmedämmung ein.

Der Sichtbeton der Fassade erhält durch die vertikale, grobe Bretterschalung und die tiefen Leibungen der Fensteröffnungen eine starke physische Präsenz und unterstreicht so den Widerstand des Baukörpers gegen das geneigte Erdreich. Fein farblich abgestufte Weisstöne, als Lasuren aufgetragen, nuancieren die Betonoberflächen und betonen deren Schattenspiel und Perforationen. Die Gläser der Brüstungen sind leicht spiegelnd ausgebildet; so vermindern sie nicht nur den Einblick, sondern geben auch die Bäume des Gartens wieder.

Ort Küsnacht

Nutzung Einfamilienhaus

Beauftragung 2005

Planung/Ausführung 2005–2007

Bauherrschaft privat

Geschossfläche 430 m2

Team G/G Marjana Sigrist (Projektleitung), Caspar Bresch, Florian Isler

Landschaftsarchitektur Robin Winogrond Landschaftsarchitekten, Zürich

Bauingenieur Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Elektrotechnik Elkom Partner AG, Chur

Haustechnik 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Bauphysik Wichser Akustik & Bauphysik AG, Zürich

Farbgestaltung Harald F. Müller, Oehningen

Fotos © Filippo Simonetti
© Lucas Peters
© Harald F. Müller

Einfamilienhaus, Kanton Graubünden

Der Baukörper liegt an einem steil abfallenden Hang unterhalb des Dorfkerns. Eine breite Brücke erschliesst das Gebäude von der höher gelegenen Strasse her und bildet einen ebenen Vorplatz mit Parkmöglichkeit aus.

Das Gebäudevolumen respektiert die strengen Bauvorschriften der Berggemeinde, die die Höhe sowie ein Satteldach inklusive dessen Ausrichtung nach der Dorfkirche vorgeben. Das Volumen folgt mit Traufen und First der Neigung des Hangs. Gegen die Talseite kragt der Baukörper aus, um über dem steilen Hang zu schweben. Die einheitliche Verkleidung der Fassaden und des Daches mit braunroten Kupferschindeln integriert den Baukörper in den Chor der hölzernen Dorfgebäude. Die Schindelhülle erlaubt als umfassende Regenhaut eine reduzierte Formensprache und damit einen Ausdruck, der das Gebäude auch in der Gegenwart verortet.

Das Wohnhaus thematisiert die Neigung des Terrains auch in seinem Inneren: So entwickelt sich der Wohn- und Essraum unter dem schrägen Dach bis auf eine Höhe von sieben Metern. Halbgeschossig versetzte Ebenen folgen dem Geländeverlauf. Die zentral gesetzte Treppe verbindet die vier Halbgeschosse mit jeweils einem Treppenlauf. Breite, raumhohe Schiebetüren ermöglichen einen Wechsel zwischen grosszügigen Raumverbindungen tagsüber und -unterteilungen in der Nacht.

Die Tragstruktur besteht aus vorfabrizierten, mit Dämmmaterial gefüllten Holzelementen, deren Witterungsschutz eine hinterlüftete Kupferverschindelung bildet. Innen sind die Oberflächen der Holzwerkstoffplatten weiss lasiert. Einheitlich grosse Schwingflügelfenster mit Ausstellstoren sind unregelmässig über die Fassade verteilt und bilden die innere Raumorganisation ab. Das hohe Aussichtsfenster bietet ein spektakuläres ‚Vertikalpanorama‘ – hinunter ins Tal, hinüber zu den Hügeln und hinauf zu den Bergen.

Das Gelände bleibt vom Hausbau fast unberührt und ist inzwischen wieder mit Wiesengräsern bewachsen, die nahtlos in die Weiden der Nachbargrundstücke übergehen. Nur im westlichen Teil wurde ein ebener Sitzplatz ins Gelände modelliert.

Ort Kanton Graubünden

Nutzung Einfamilienhaus

Beauftragung 2004

Planung/Ausführung 2005–2007

Bauherrschaft privat

Geschossfläche 230 m2

Team G/G Annette Gigon, Mike Guyer, Christian Maggioni (Planung, Ausführung, Bauleitung)

Bauleitung Annette Gigon / Mike Guyer Architekten, Zürich

Bauingenieur Bruno Patt, Zürich

Elektrotechnik Elkom Partner AG, Chur

Heizung/Kälte Remo Collenberg, Chur

Sanitär Marco Felix, Chur

Fotos © Ralph Feiner

Wohnüberbauung Goldschlägi

Das Goldschlägi-Areal befindet sich im Zentrum von Schlieren, unmittelbar neben dem Bahnhof. Das Grundstück grenzt im Norden an ein Eisenbahnfeld, auf der Südseite bildet es eine grüne Vorzone, die als Aussichts- und Zugangsraum für die Wohnungen dient. Die langen, schmalen Wohngebäude verstärken die Ausrichtung der Parzelle parallel zu den Gleisen, lockern diese jedoch durch eine versetzte Anordnung auf. Die gestaffelte Höhenentwicklung variiert zwischen drei und sechs Geschossen. Somit ergibt sich ein gegliedertes Volumen, das differenzierte Aussenräume schafft.

Das städtebauliche Konzept findet in der Entwicklung der einzelnen Wohnungstypen eine Fortsetzung. Die lärmunempfindlichen Räume, das heisst die Erschliessungskerne, Sanitärzellen und Küchen, sind auf der Nordseite, Richtung Gleisfeld, angeordnet. Nach Süden, zum Grünbereich, orientieren sich alle Wohn- und Schlafräume sowie die grosszügigen, auskragenden Balkone. Ihre versetzte Anordnung bietet den Bewohnern ein- bis zweigeschossige überdeckte Aussenbereiche. Die Brüstungen und die Trennelemente bestehen aus farbigen Glaspaneelen, die eine gegenseitige Einsicht verhindern und im Sonnenlicht blau leuchtende Schatten bilden.

105 Wohnungen unterschiedlichen Typs und unterschiedlicher Grösse (2,5-, 3,5- und 4,5-Zimmer) verteilen sich über die Anlage. Alle besitzen einen offenen, beidseitig belichteten Wohn-, Ess- und Küchenraum. Die Küche bildet jeweils mit Bad/Dusche ein Modul, das durch wechselnde Anordnung verschiedene Wohnungstypen generiert.

Zu den Gleisen hin sind die vor- und rückspringenden Fassaden in einem leuchtenden Rot gestrichen. Schwarz gerahmte Fenster von wechselnder Grösse und Teilung – Küchen-, Essbereich-, Badezimmer- und Treppenhausfenster – erzeugen im Zusammenspiel ein rhythmisches Muster. Die Süd- und Stirnseiten der Gebäude sind weiss verputzt, Fensterrahmen und Sonnenschutz sind hier in natureloxiertem Aluminium gehalten.

Flachdecken in Ortbeton bilden mit vorfabrizierten Betonstützen eine klare, regelmässige Baustruktur. Die Aussteifung erfolgt durch die Treppenkerne sowie die Wandscheiben der Stirnfassaden. Das Betonskelett wird durch grosse vorfabrizierte und isolierte Holzelemente geschlossen, die mit einer hinterlüfteten, verputzten Fassadenverkleidung beplankt sind. Die konsequente Skelettbauweise und ein sparsamer Umgang mit tragenden Innenwänden gewährleisten eine hohe Flexibilität in der Grundrissgestaltung.

Ort Schlieren

Nutzung Zwei Gebäude mit gestaffelter Höhenentwicklung (3–6 Geschosse); 105 Mietwohnungen unterschiedlicher Typologien und Grössen (2.5-, 3.5- und 4.5-Zimmer-Wohnungen); lärmunempfindliche Räume Richtung Gleise; Wohn-/ Schlafräume und Balkone zum Grünbereich im Süden; Tiefgarage

Wettbewerb 2005, 1. Preis
in Zusammenarbeit mit Halter Generalunternehmung AG

Planung/Ausführung 2005–2009

Bauherrschaft Migros Pensionskasse Immobilien, Zürich

Geschossfläche 16‘693 m2

Auslober Wettbewerb Schweizerische Bundesbahnen SBB, Zürich

Team G/G Planung/Ausführung: Markus Seiler (Teamleitung), Martin Bischofberger (Projektleitung), Rolf-Werner Wirtz, Florian Isler, Daniel Trepte, Kristin Sasama, Sebastian Beck, Daniela Bergmann
Wettbewerb: Gilbert Isermann

Totalunternehmung Halter Generalunternehmung AG, Zürich

Landschaftsarchitektur Rotzler Krebs Partner AG, Landschaftsarchitekten BSLA, Winterthur

Bauingenieur ARP André Rotzetter+Partner AG, Baar

Elektrotechnik R+B engineering AG, Zürich

Haustechnik Projekt: HL-Technik AG, Schaffhausen
Ausführung: Turrin Engineering, Hegnau

Bauphysik Raumanzug GmbH, Zürich

Holzbau Josef Kolb AG, Uttwil

Farbgestaltung Harald F. Müller, Öhningen, Deutschland

Fotos © Harald F. Müller
© Lucas Peters

Verkehrshaus der Schweiz – Halle für Strassenverkehr

Das Konzept für die neue Halle für Strassenverkehr weicht vom ersten Entwurf des Wettbewerbs von 1999 ab. Während dort ein dreistöckiges Gebäude mit Betonwandscheiben, tragender, verglaster Fassadenkonstruktion und aussen liegenden brückenartigen Rampen angedacht war, soll der neue Bau zweigeschossig, kostengünstiger und insbesondere flexibler nutzbar sein. Es ist ein Ausstellungsgebäude, das in seiner rudimentären Einfachheit und als ‚dark grey/black box‘ auch an all jene Architekturen erinnert, welche üblicherweise der Aufbewahrung und Behausung von Automobilen dienen – Parkgaragen und Autowerkhallen. In seinem Inneren kommt denn auch ein automatisiertes Parksystem zum Einsatz. Ein von einem Roboterlift bedientes Gestell zeigt die Automobilsammlung dicht übereinander gestapelt und vor Berührungen geschützt. Auf Knopfdruck können die Besucher jedes der Fahrzeuge zu sich bringen lassen und aus der Nähe betrachten. Die offenen Flächen im Erd- und ersten Obergeschoss erlauben parallel dazu unterschiedliche thematische Ausstellungen. Eine einsehbare Fahrzeugwerkstatt zeigt den Besuchern, wie die Fahrzeuge gepflegt und repariert werden.

Die Fassadenhülle des mehrheitlich geschlossenen Baukörpers besteht aus Blechtafeln in verschiedenen Grössen und Farben. Es sind jedoch nicht gewohnte Fassadenbleche und auch nicht (wie noch im Vorprojekt angedacht) die Bleche von Autokarosserien, sondern es sind Verkehrstafeln, die hier wiederverwendet werden: Hinweis-, Gebots- und Verbotstafeln, Richtungs-, Orientierungs- und Ortsschilder. Die Schilderwände, die die Halle für Strassenverkehr räumlich begrenzen, sprechen indirekt von der grossen Freiheit des Individualverkehrs, der mithilfe solcher Tafeln gelenkt und reguliert wird. Die Tafeln verweisen aber auch auf nahe und ferne Ortschaften und Städte, aus denen die Besucher mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln und über verschiedene Verkehrswege zum Verkehrshaus der Schweiz anreisen, um hier mehr über (ihre) Mobilität zu erfahren. Auf der den Nachbargebäuden zugewandten Seite sind die Schilder verkehrt herum montiert. Die bedruckte Seite ist dort zum Gebäude, die unbehandelte, metallene Seite nach aussen gerichtet. Die Nachbarn sehen diese Tafeln folglich so, wie Verkehrsteilnehmer die Schilder des Gegenverkehrs wahrnehmen – von der Rückseite.

Ort Luzern

Nutzung Ausstellungsgebäude für Autos, Motorräder, Lastwagen und Fahrräder; Fassadenhülle aus Verkehrsschildern, Ortsschildern und Hinweistafeln

Wettbewerb 1999, 1. Preis

Planung/Ausführung 2005–2009

Bauherrschaft Verkehrshaus der Schweiz, Luzern

Geschossfläche 3'372 m2

Team G/G Caspar Bresch (Team-/Projektleitung), Mark Ziörjen, Damien Andenmatten, Gaby Kägi, Gilbert Isermann

Totalunternehmung Karl Steiner AG, Luzern

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich

Bauingenieur Henauer Gugler AG, Luzern

Elektrotechnik Scherler AG, Luzern

Haustechnik Wirthensohn AG, Luzern

Ausstellungsarchitektur Beratung: Lars Müller, Baden und Peter Regli, Zürich

Fotos © Heinrich Helfenstein, Zürich

Auszeichnungen Auszeichnung guter Baukultur Kanton Luzern 2005–2016, Anerkennung

Wohnüberbauung Erlenhof

In dem ehemaligen Industrieareal am Oberwasserkanal der Limmat in Dietikon gelegen, bildet die Wohnüberbauung eine erste städtische Setzung für das sich entwickelnde Quartier. Drei grosse Bauvolumen sind auf einem gemeinsamen Sockelgeschoss platziert und formen einen zum Wasser hin geöffneten, leicht erhöhten Hof. Polygonale, fünfeckige Gebäudegrundflächen und korrespondierende Giebelfassaden zeichnen die Volumina aus. Der Hof selbst bildet mit den grossen Erlenbäumen das Herz der Anlage und gibt dieser auch den Namen. Hainbuchenhecken säumen die individuellen Privatgärten der Erdgeschosswohnungen und gliedern die gemeinschaftlichen Bereiche. Kurze Treppen führen von hier zur Uferpromenade des Kanals. Baumreihen entlang den umgebenden Strassen vermitteln zwischen Hof- und Strassenräumen; sie bilden einen ersten Schritt zu einer künftigen Gartenstadt. Dies motiviert auch die Farbgebung der Strassenfassaden, die in einem kräftigen Grün gehalten sind und dem Pionierprojekt im noch industriellen Umfeld eine Stimmung und Identität verleihen. Reinweisse Fassaden dagegen machen den Hof zu einem leuchtenden Raum, vor dessen Hintergrund sich die Erlen abzeichnen.

Man betritt die Gebäude entweder direkt von der Strasse oder zwischen den Stützmauern der erhöhten Vorgärten und gelangt über einläufige, belichtete Treppen zum Hof und zu den Wohnungen. Rot gestrichene Treppenuntersichten färben hier das Licht und kontrastieren zwischen der grünen Strassenfront und dem weissen Hofraum.

Den Gebäuden sind verschiedene Grundrisstypen eingeschrieben, differenziert je nach Orientierung und Lage; 85 Wohnungen sind es insgesamt. In Haus 1 gliedern sich die Eigentumswohnungen in einen nach Süden orientierten Wohnbereich mit vorgelagerter Loggia und angrenzender Küche sowie in einen nach Norden gerichteten Zimmerbereich. Haus 2 enthält eine grosse Bandbreite von Mietwohnungen unterschiedlicher Grösse, darunter zwei- und dreiseitig orientierte Wohnungen. In Haus 3 ermöglichen durchgehende Wohnräume mit offenen Küchen und den Aussenräumen die gleichzeitige Orientierung nach Süden und zum Hof. Die leicht geneigten Dächer schaffen überhohe Dachwohnungen. Eingezogene Loggien bieten jeder Wohnung einen geschützten Aussenraum, während maximierte Fensteröffnungen die unterschiedlich tiefen Wohnungen belichten.

Die Wohngebäude sind in Massivbauweise erstellt, mit einer tragenden, aussteifenden Schottenstruktur sowie Flachdecken in Ortbeton. Ihre Fassaden sind mit einer verputzten Aussenwärmedämmung materialisiert, der Sockel besteht aus Sichtbeton. Die leicht geneigten Dachflächen sind extensiv begrünt.

Ort Dietikon

Nutzung 3 Gebäude mit 55 Mietwohnungen, 30 Eigentumswohnungen, 480 m2 Atelierfläche, Tiefgarage

Wettbewerb 2005, 1. Preis

Planung/Ausführung 2006–2009

Bauherrschaft Entwicklung Haus 1, 2, 3: Halter Entwicklungen, Zürich
Bauherrschaft Haus 2 (Mietwohnungen): PV-Promea, Schlieren
Bauherrschaft Haus 1 und 3 (Eigentumswohnungen): Wohnbaugenossenschaft Blumenrain, Zürich
c/o Baumgartner Knobel & Partner, Treuhandgesellschaft

Geschossfläche 18'890 m2

Team G/G Planung/Ausführung: Marjana Sigrist (Teamleitung bis Baueingabe), Michael Winklmann (Teamleitung ab Baueingabe), Matthias Clivio (Projektleitung), Martin Bischofberger, Karin Schultze, Cornelia Schmidt, Daniel Trepte, Daniela Bergmann
Wettbewerb: Matthias Clivio

Totalunternehmung Halter Generalunternehmung, Zürich

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich

Bauingenieur Basler & Hofmann AG, Zürich

Elektrotechnik R+B engineering AG, Zürich

Haustechnik 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Bauphysik Kopitsis Bauphysik AG, Wohlen

Farbgestaltung Harald F. Müller, Öhningen, Deutschland

Fotos © Lucas Peters

Bürogebäude «Platform»

Im aufstrebenden ehemaligen Industriegebiet Zürich West, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof Hardbrücke formt das siebengeschossige Bürogebäude «Platform» zusammen mit dem Hochhaus «Prime Tower» und dem renovierten Industriegebäude «Diagonal» einen grosszügigen öffentlichen Platz. Eine doppelgeschossige Passage durch das Gebäude bildet den Eingangsbereich und verbindet den neuen Platz mit einem weiteren Zugang zum Bahnhof.

Mittels Gebäudevorsprüngen auf unterschiedlichen Niveaus nimmt die Geschossfläche mit zunehmender Höhe zu. Hofeinschnitte und variierende Volumenknicke, ergeben optimal belichtete Büroflächen im Inneren und gliedern das Volumen.

Ein hohes, lichtdurchflutetes Atrium bildet das identitätsstiftendes Zentrum des Gebäudes und verbindet das Eingangsgeschoss mit den darüber liegenden Büroebenen. Von hier aus werden im Erdgeschoss das Restaurant und ein Auditorium erschlossen. Eine einladende Treppe führt in den Kundenbereich im ersten Obergeschoss und von dort weiter in die Bürogeschosse.

Die Glasfassade besteht aus horizontal gegliederten Brüstungs- und Fensterbändern. Letztere bestehen aus zwei Verglasungen, in deren hinterlüftetem Zwischenraum sich der Sonnenschutz befindet. Durch das äussere Glas bestmöglich vor Schall geschützt, lassen sich die inneren Fenster individuell öffnen.

 

Ort Zürich

Nutzung Bürogebäude, 7-geschossig, 1‘000 Arbeitsplätze, Atrium als zentrale Eingangshalle, Restaurants, Läden, Auditorium

Beauftragung 2007

Planung/Ausführung 2007–2011

Bauherrschaft Swiss Prime Site AG, Olten

Geschossfläche 28‘853 m2

Team G/G Christian Maggioni (Teamleitung), Franziska Bächer (Projektleitung ab 11/2007), Stefan Thommen (Projektleitung bis 06/2007), Christoph Rothenhöfer (Projektleitung bis 05/2007), Markus von Dellingshausen, Philippe Volpe, Karla Pilz, Armin Baumann, Pieter Rabijns

Totalunternehmung HRS Real Estate AG, Zürich

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich

Bauingenieur Planung: ARGE Dr. Schwartz Consulting AG, Zug und Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich und Freihofer & Partner AG, Zürich
Ausführung: Ribi + Blum AG, Romanshorn

Elektrotechnik Planung: IBG B. Graf Engineering AG, St.Gallen
Ausführung: Herzog Kull Group Zürich, Schlieren

Bauphysik BAKUS GmbH, Zürich

Heizung/Kälte Planung: PB Peter Berchtold, Ingenieurbüro für Energie und Haustechnik, Sarnen
Ausführung: Lippuner Energie- und Metallbautechnik AG, Grabs

Lüftung Waldhauser AG, Münchenstein

Lichtplanung Planung: Ernst Basler + Partner, Zürich
Ausführung: Regent, Zürich

Sanitär Planung: PB Peter Berchtold, Ingenieurbüro für Energie und Haustechnik, Sarnen
Ausführung: Huustechnik Rechberger AG, Zürich

Fassadenplanung Planung: gkp fassadentechnik ag, Aadorf
Ausführung: Fahrni Fassadensysteme AG, Lyss

Möblierung Gigon / Guyer Architekten, Zürich
Arbeitsplätze intern: Off Consult, Zürich

Kunst am Bau Nic Hess, Zürich
Herbert Lachmayer und Margit Nobis, Wien, Österreich
Ernesto Neto, Brasilien

Fotos © René Dürr
© Walter Mair
© Shinkenchiku-sha, Tokyo
© Thies Wachter
© USM Möbelbausysteme / Dani Suter

Umbau ehemaliges Industriegebäude Diagonal, Maag-Areal

Als architektonisch interessanter Zeuge der Industriegeschichte des Ortes, der ehemaligen MAAG Zahnradfabrik, konnte das Diagonal-Gebäude erhalten bleiben. Die Tragkonstruktion und die Fassaden wurden sorgfältig saniert. Die noch bestehenden feinen Glasprofile wurden instand gesetzt und durch innere isolierende Verglasungen ergänzt. Das Diagonal enthält ein Restaurant im Erdgeschoss und Ausstellungsräume in den Obergeschossen.

Ort Zürich

Nutzung Denkmalgeschütztes Industriegebäude, mit Restaurant im Erdgeschoss, Kunstgalerien, Büroflächen

Wettbewerb 2004, 1. Preis

Bauherrschaft Swiss Prime Site AG, Olten
Bauherrenvertretung: Perolini Baumanagement AG, Zürich

Geschossfläche 2‘759 m2

Team G/G Planung/Ausführung: Stefan Thommen (Team/Projektleitung) Pieter Rabijns (Projektleitung), Alex Zeller, Urs Meyer, Raffaella Bisceglia
Wettbewerb: Stefan Thommen

Totalunternehmung ARGE Prime Tower
Losinger Construction AG und Karl Steiner, Zürich

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich

Kosten/Terminplanung Bauprojekt /TU-Submission: b+p baurealisation ag, Zürich

Bauingenieur Wettbewerb (W): Dr. Schwartz Consulting AG, Zug
Submission (S): Dr. Schwartz Consulting AG, Zug und Dr. Lüchinger + Meyer AG, Zürich und Freihofer & Partner AG, Zürich
Ausführung (A): Walt + Galmarini AG, Zürich mit Dr. Schwartz Consulting AG, Zug, Dr. Lüchinger + Meyer AG, Zürich, Bänzinger Partner AG, Richterswil, Freihofer & Partner AG, Zürich

Elektrotechnik S: IBG Graf AG, St.Gallen
A: Hefti Hess Martingnoni, Zürich

Brandschutz S: Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See
A: Gruner AG, Basel mit Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See

Heizung/Kälte S/A: PB P. Berchtold, Sarnen

Lüftung W/S: Waldhauser AG, Münchenstein
A: Hans Abicht AG, Zürich

Sanitär S: PB P. Berchtold, Sarnen
A: GRP Ingenieure, Rotkreuz

Sprinkler S: PB P. Berchtold, Sarnen
A: GRP Ingenieure, Rotkreuz

Fotos © Valentin Jeck
© Walter Mair
© Thies Wachter

Auszeichnungen Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich 2011–2015

Bürogebäude Cubus, Maag-Areal

Das Annexgebäude Cubus, ein siebengeschossiger baukörper mit fünfeckigem Grundriss, enthält Büros in den Obergeschossen, eine Ladennutzung im Erdgeschoss sowie die Garagenzufahrt und Anlieferung für das gesamte Areal. Anzumerken ist dabei, dass aufgrund der ausgezeichneten Anbindung an den öffentlichen Verkehr vergleichsweise wenige Parkplätze bereitgestellt werden mussten. Die Baustruktur besteht aus tragendem, weiss pigmentiertem Sichtbeton. Vorgesetzte Glaspaneele prägen die Fassade und reduzieren die Lärmbelastung durch die nahe, hoch gelegene Strasse.

Ort Zürich

Nutzung Bürogebäude, 7 Geschosse, Erdgeschoss mit Anlieferung und Parkingzufahrt für Prime Tower und Annexbauten; Ladenflächen, Büros, Nutzlast Obergeschosse für Archivnutzung

Wettbewerb 2004, 1. Preis

Bauherrschaft Swiss Prime Site AG, Olten
Bauherrenvertretung: Perolini Baumanagement AG, Zürich

Geschossfläche 6‘206 m2

Team G/G Stefan Thommen (Team-/Projektleitung), Pieter Rabijns (Projektleitung), Alex Zeller, Urs Meyer, Raffaella Bisceglia
Wettbewerb: Stefan Thommen

Totalunternehmung ARGE Prime Tower
Losinger Construction AG und Karl Steiner, Zürich

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich

Kosten/Terminplanung Bauprojekt /TU-Submission: b+p baurealisation ag, Zürich

Bauingenieur Wettbewerb (W): Dr. Schwartz Consulting AG, Zug
Submission (S): Dr. Schwartz Consulting AG, Zug und Dr. Lüchinger + Meyer AG, Zürich und Freihofer & Partner AG, Zürich
Ausführung (A): Walt + Galmarini AG, Zürich mit Dr. Schwartz Consulting AG, Zug, Dr. Lüchinger + Meyer AG, Zürich, Bänzinger Partner AG, Richterswil, Freihofer & Partner AG, Zürich

Elektrotechnik S: IBG Graf AG, St.Gallen
A: Hefti Hess Martingnoni, Zürich

Heizung/Kälte S/A: PB P. Berchtold, Sarnen

Lüftung W/S: Waldhauser AG, Münchenstein
A: Hans Abicht AG, Zürich

Sanitär S: PB P. Berchtold, Sarnen
A: GRP Ingenieure, Rotkreuz

Sprinkler S: PB P. Berchtold, Sarnen
A: GRP Ingenieure, Rotkreuz

Fassadenplanung W/S: gkp fassadentechnik ag, Aadorf
A: Reba Fassadentechnik AG, Chur

Fotos © Walter Mair
© Thies Wachter