Würth Haus Rorschach

Das Würth Haus Rorschach, zwischen See und Hauptbahnhof gelegen, zeigt sich Spaziergängern und Passanten als grünlich gläserne Erscheinung, die zwischen Transparenz und Reflexion changiert und die Besonderheiten des Ortes vielfach wiedergibt.

Das gegliederte, reliefartige Volumen reagiert gegenüber dem Bahnhofsgebäude mit niedrigeren Kuben und gegenüber der Weite des Parks und des Sees mit einem höheren Baukörper. Zur Strasse hin formt das Volumen verschiedene Aussenräume aus: in der Mitte den Eingangsbereich mit mächtigem Vordach, gegen Osten den Zufahrtsbereich mit Demowerkstätten und Würth-Shop und gegen Westen den zum See hin erweiterten Bahnhofsplatz. Ahornbäume zeichnen diesen Raum aus und beleben ihn.

Nähert man sich vom Bahnhof her, betont das weite Vordach den Haupteingang. Die verschiedenen Benutzergruppen, die Ausstellungsbesucher und die Gäste, Kursteilnehmer und Mitarbeitenden betreten das Gebäude über einen hohen Eingangsraum, von dem aus sich ihre Wege zum ersten Mal aufteilen.

Die Geschäftsräume der Würth Group, die Schulungs- und Konferenzräume, der Kongresssaal sowie das Restaurant sind um ein grosszügiges Foyer mit zentralem Lichthof gruppiert und werden durch eine ausgreifende Treppenanlage miteinander verbunden. Sowohl der Kongressbereich für fünfhundert Gäste im Westen als auch die öffentlichen Ausstellungsräume des Forums Würth im südlichen Gebäudeteil sind dank direkter Zugänge auch unabhängig vom restlichen Gebäude nutzbar.

Die Besucher des Forums Würth werden vom Haupteingang über einen Empfangsbereich und Museumsshop in zwei unterschiedlich grosse, zenital belichtete Ausstellungsräume im ersten Obergeschoss geführt. Die Konstruktion des Shed-Oberlichts der Ausstellungsräume trägt dabei gleichzeitig die Auskragung des Vordachs.

Im höchsten, nicht öffentlichen Gebäudeteil befinden sich auf vier Geschossen Büroräumlichkeiten. Begegnungsbereiche mit seeseitigen Balkonen, transparente oder geschlossene Sitzungszimmer und Büros wechseln sich hier mit offenen Bürozonen ab.

Eine gläserne Hülle verkleidet das gesamte Gebäude. Diese äussere, hinterlüftete Glasschicht wird mit versetzt angeordneten, leicht grünlichen Glasscheiben mit einer feinen, metallisch glänzenden Gewebeeinlage gebildet. Es entsteht ein feingliedrig rhythmisierter gläserner „Vorhang“, der das Gebäude nicht nur vor Seewind und Strassenlärm, sondern auch vor Wärmeeintrag und Auskühlung schützt. Die innere Haut besteht aus dreifachem Isolierglas sowie Wärmedämmungen mit Blechverkleidungen. Auf den Dachflächen setzt sich die gläserne Materialisierung in Form von Photovoltaik-Elementen und grünen Glasscherben aus Recyclingglas für die Dacheindeckung fort.

Ort Rorschach

Nutzung Verwaltungsgebäude mit Ausbildungs- und Konferenzzentrum, Saal (630 Sitzplätze), Museum, Restaurant, Cafeteria, Demowerkstatt, Handwerker-Shop

Wettbewerb 2009, 1. Preis

Planung/Ausführung 2009–2013

Bauherrschaft Würth International AG, Chur
Bauherrenvertretung: Walter Dietsche Baumanagement AG, Chur

Geschossfläche 32'200 m2

Team G/G Planung/Ausführung: Christian Maggioni (Teamleitung), Matthias Clivio (Projektleitung), Nicolai Rünzi, Christoph Lay, Katja Fröhlich, Rus Carnicero, Yvonne Grunwald, Martin Schneider, Michael Kloiber, Brigitte Rüdel, Franziska Bächer
Wettbewerb: Luisa Wittgen, Nicolai Rünzi, Bettina Gerhold, Thomas Möckel, Matthias Clivio

Bauleitung Walter Dietsche Baumanagement AG, Chur

Landschaftsarchitektur Atelier Girot, Gockhausen

Statik Dr. Lüchinger Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Elektrotechnik Bühler + Scherler AG, St.Gallen

Haustechnik Waldhauser Haustechnik AG, Basel

Bauphysik Kopitsis Bauphysik AG, Wohlen

Brandschutz Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See

MSR Boxler MSRL Engineering, Jona

Lüftung Waldhauser Haustechnik AG, Basel

Akustik Müller-BBM GmbH, Planegg, Deutschland

Tageslichttechnik Institut für Tageslichttechnik Stuttgart, Deutschland

Kunstlichttechnik Licht Zentrale, Nürnberg, Deutschland

Sanitär Tomaschett + Cioce AG, Rorschach

Fassadenplanung Reba Fassadentechnik AG, Chur

Signaletik Trix Wetter, Zürich

Farbgestaltung (partiell) Harald F. Müller, Oehningen, Deutschland

Fotos © Thies Wachter
© Shinkenchiku-sha, Tokyo

Adresse Churerstrasse 10, CH – 9400 Rorschach

Wohn- und Geschäftshaus

Beim niederländischen Almere handelt es sich nicht um eine gewachsene, sondern um eine synthetische, auf dem Reissbrett geplante Stadt, deren Grund nach dem Krieg als Polderland dem Ijsselmeer abgewonnen wurde. Der Masterplan für das erweiterte Zentrum dieser Stadt wurde vom Architekturbüro OMA erarbeitet. Auffälliges Charakteristikum des neuen Zentrumsbereichs ist eine künstlich überhöhte, gebogene Grundplatte («Gebogen Maaiveld»), welche das bestehende Ladenzentrum über eine neue Fussgängerebene mit dem Weerwater-See verbindet. Unterhalb dieser Platte ist Raum für die bestehende Ost-West-Verbindung des Privatverkehrs sowie für Anlieferung, Parken und Busverkehr. Das neue Wohn- und Geschäftshaus ist am Scheitelpunkt der gekrümmten Ebene gelegen, an jener Stelle, an der auch die Einfahrten zur ‚Unterwelt‘ liegen.

Der Masterplan sah für den Wohn- und Geschäftsbau ein hohes, aber übertiefes Gebäudevolumen mit einer Grundfläche von 27 x 55 Meter vor. Mit einem trapezförmigen Grundriss, der zudem beidseitig nach innen geknickt ist, konnte innerhalb des vorgegebenen Perimeters ein Maximum an belichteten Wohnräumen geschaffen werden. Der Baukörper entwickelt sich nicht senkrecht in die Höhe, sondern neigt sich Richtung Süden und Osten und weitet sich mit zunehmender Höhe aus.

Im Erd- und ersten Obergeschoss sind Ladenflächen für die Warenhauskette Hema vorgesehen. Im zweiten Obergeschoss liegen die dazugehörigen Lagerflächen. Die beiden Untergeschosse dienen als Parkflächen. Ursprünglich als Eigentumswohnungen konzipiert, werden die insgesamt 72 Wohnungen auf acht Geschossen nun vermietet. Infolge der Ausweitung des Bauvolumens nach oben können in den höher gelegenen, begehrteren Geschossen grössere südorientierte Wohnungen angeboten werden. Die Grundrissformen wurden dabei weitgehend durch die in den Niederlanden gebräuchliche Tunnelschalungstechnik bestimmt.

Die Gebäudeform wird in den Wohngeschossen durch die gläsernen Balkonbrüstungen nachgezeichnet, während die Fensterfronten der Wohnungen jeweils ‚geknickt‘ sind und dabei dreieckige Balkonflächen ausbilden. Dadurch entsteht gleichzeitig eine Abgrenzung zu den Nachbarbalkonen. Die gezackte Form der Geschossflächen wiederholt gewissermassen im Kleinen das Prinzip der Oberflächen- und Lichtmaximierung, dem die Form des grossen Gebäudevolumens folgt.

Die Fassadenhülle besteht vollständig aus Glas: farbig emaillierte Gläser werden als Verkleidung des Sockels verwendet, während die Balkonbrüstungen der Wohnungen aus Sicherheitsgläsern bestehen, die mit Farbfolien laminiert sind. Die Fronten der Wohnräume sind für einen maximalen Lichteinfall geschosshoch verglast. Zusammen mit dem Künstler Adrian Schiess wurde ein Farbkonzept für die gesamte Gebäudehülle entwickelt: sie ist orange über Eck nach Süden und Osten, hellgrün Richtung Fussgängerzone, hellblau nach Norden, sowie stark silbrig reflektierend jeweils hälftig auf den nach innen geknickten Längsfassaden nach Norden und Süden. Die nach innen und nach aussen geneigten Glasflächen reflektieren den Himmel und die Umgebung, die nach innen geknickten, spiegelnden Flächen zusätzlich das Gebäude selbst und die nahen Aussenräume. Der Ort wird dadurch unmittelbar Bestandteil der visuellen Wahrnehmung des Gebäudes.

Ort Almere, Niederlande

Nutzung achtgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus: 72 Mietwohnungen (70–145 m2), Erdgeschoss und 1. Obergeschoss: 2700 m2 Ladenfläche, Restaurant, Büro, Lagerräume; Tiefgarage

Wettbewerb 2002

Planung/Ausführung 2002–2007

Bauherrschaft Blauwhoed Eurowoningen, Rotterdam, Niederlande

Geschossfläche 14‘700 m2

Team G/G Ausführung: Pieter Rabijns
Ausschreibung: Volker Mencke
Vor-/Bauprojekt: Christof Bhend

Kontaktarchitekten B + M, Den Haag, Niederlande

Bauleitung Blauwhoed Eurowoningen, Rotterdam, Niederlande

Generalunternehmung J.P. van Eesteren bv, Barendrecht, Niederlande

Statik ABT bv, Arnheim, Niederlande

Haustechnik Huygen Elwako bv, Rotterdam, Niederlande

Bauphysik Huygen Elwako bv, Rotterdam, Niederlande

Farbgestaltung Adrian Schiess, Zürich und Mouans-Sartoux, Frankreich

Fotos © Jeroen Musch

Bahnhof Baar mit Läden, Büros und Wohnungen

Die neue Bebauung schliesst den Bahnhofplatz gegen den nördlichen Geleiseraum und setzt der heterogenen Struktur im Süden einfache Volumen gegenüber. Eine Reihung von länglichen Baukörpern – verbunden durch ein gemeinsames Dach – fassen den Bahnhofplatz zu einem klar gegliederten städtischen Aussenraum.

Ausgehend von der grossen, verbindenden Überdachung des Abgangs in die Personenunterführung und der Längsausrichtung der Volumen, bestimmt die Stapelung der unterschiedlich geschnittenen, horizontalen Platten und die umlaufenden Brüstungsbänder aus vorfabrizierten Betonelementen den Ausdruck des Gebäudes. Die umlaufenden Bänder vereinen Gebäude und Überdachung, während die wechselnden Rhythmen der Einfüllungen zwischen den Bändern die verschiedenen Nutzungen widerspiegeln. Die vorfabrizierten Betonelemente des Perrondachs bei Hauptgebäuden und Platz sind mit orangebraunen Eisenoxydpigmenten eingefärbt, in Anlehnung an die Geleisefeldpatina. Die Farbgestaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Künstler Adrian Schiess entwickelt.

Ort Baar

Nutzung Bebauung Bahnhof-Areal mit gemischter Nutzung: Bahnreise-Infrastruktur, Ladenflächen, Büros, Wohnungen, Tiefgarage

Wettbewerb 2004, 1. Preis

Planung/Ausführung 2004–2008

Bauherrschaft Gesamtanlage: Migros-Pensionskasse, Zürich
Platzgestaltung: Einwohnergemeinde Baar
Bahnreiseanlagen: SBB Schweizerische Bundesbahnen, Luzern

Geschossfläche 6`500 m2 (Geschossfläche oberirdisch nach PBG Kt. ZG)

Team G/G Planung/Ausführung: Pit Brunner (Team- und Projektleitung), Mathias Brühlmann, Alex Zeller, Ingo Brinkmann
Wettbewerb: Mathias Brühlmann, Ulrike Horn

Totalunternehmung Halter Generalunternehmung AG, Zürich

Landschaftsarchitektur Vetsch Nipkow Partner, Landschaftsarchitekten AG, Zürich

Statik ARP André Rotzetter + Partner AG, Baar

Elektrotechnik Mosimann & Partner AG, Affoltern am Albis

Haustechnik Hans Abicht AG, Zug

Bauphysik Wichser Akustik & Bauphysik AG, Zürich

Signaletik Peter Spalinger, Atelier für Gestaltung, Bremgarten

Farbgestaltung Adrian Schiess, Zürich und Mouans-Sartoux, Frankreich

Fotos © Lucas Peters

Auszeichnung Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zug 2006–2015, Anerkennung

Löwenbräu-Areal – Kunstzentrum, Wohnhochhaus und Bürogebäude

Die Geschichte des Löwenbräu-Areals, einer ehemaligen Bierbrauerei, ist geprägt durch häufiges Umbauen, Ergänzen und Ersetzen bestehender Gebäudeteile. Hierbei stellt die Umnutzung vom Brauereibetrieb zum Kunsthallen- und Galeriekomplex in den 1990er-Jahren einen entscheidenden Wendepunkt dar. Das neue Projekt basiert auf dieser jüngsten, erfolgreichen Umnutzung und ergänzt und steigert die Vielfalt des bestehenden Komplexes nochmals um neue Wohn-, Büro- und Ausstellungsnutzungen. Der denkmalpflegerische Erhalt der Bausubstanz bildet dabei eine wichtige Massnahme für die Identität des ehemaligen Industriequartiers und belässt ein wichtiges Kapitel der Stadtgeschichte lesbar.

Das städtebauliche Konzept sieht innerhalb der bestehenden Anlage eine Konzentration auf drei bauliche Eingriffe in Form von Neubauten vor: den Neubau West als Erweiterung der Kunstnutzungen, den Büroneubau Ost und das Wohnhochhaus Mitte. Letzteres prägt als Hochhaus zusammen mit dem Stahlsilo und den Silos der Swissmill die Silhouette des Areals und ein Stück weit sogar die der Stadt neu.
Durch die Ergänzung des Gebäudebestandes mit Neubauten entsteht auf selbstverständliche Art eine neue städtebauliche Einheit mit dem Wohnhochhaus Mitte als herausragender Figur. Die langgestreckten Altbauten mit dem Brauereihauptgebäude an der Limmatstrasse werden durch die Aufstockung des Kunstraums im Westen und den höheren Kopfbau des Büroneubaus Ost am Bahnviadukt eingefasst.
Die Öffentlichkeit kann das neue Löwenbräuareal nunmehr aber nicht nur von der Strasse und von fern, sondern auch über seine zwei Höfe erfahren. Der historisch geschützte ehemalige Brauereihof erschliesst die angrenzenden Gebäude und gewinnt als verkehrsfreier Aussenraum Aufenthaltsqualitäten. Am offeneren Kunsthof befinden sich der neue hofseitige Eingang zu den Kunstinstitutionen, die Besucherparkplätze und die Anlieferung.
Der Neubau West bildet zusammen mit den Gebäudeteilen ‚Erschliessung Kunst‘ und der ‚Aufstockung Kunst‘ einen gewinkelten Körper, der hofseitig an die vormaligen Werkstätten angebaut ist. Er enthält Ausstellungsräume für Kunst, ein Boarding House und Büros. Die Ausstellungsräume sind zusammen mit einem multifunktionalen Raum frei einteilbar, über Seitenfenster belichtet und direkt vom Bauteil ‚Erschliessung Kunst‘ her zugänglich. Die ‚Erschliessung Kunst‘ bietet eine neue, grosszügige Treppenhalle mit Liften. Die Treppenhalle ist im Erdgeschoss an den durchgehenden Eingangsraum mit Zugängen von der Limmatstrasse und an den Kunsthof angeschlossen.
Das Wohnhochhaus Mitte mit seiner grossen Auskragung nach Süden beinhaltet pro Geschoss eine bis vier Wohnungen, insgesamt 37, mit jeweils mehrseitiger Orientierung und Aussicht auf die Stadt, den See und das Limmattal. Das Hochhausvolumen geht in einen winkelförmigen Sockelbau über, der im Brauereihof fusst. Die 21 Wohnungen im Sockel sind nach Süden auf den ruhigen Hof orientiert. Im Erdgeschoss befinden sich eine Passage zwischen den beiden Höfen, die Eingangshallen der Wohnungen sowie Dienstleistungsnutzungen.
Der Büroneubau Ost ist ebenfalls ein winkelförmiges Volumen mit einem höheren Gebäudeteil an der Limmatstrasse und einem niedrigeren zwischen dem Dammweg und dem Brauereihof. Im Erdgeschoss ist unter der Auskragung die Eingangslobby der Büros angeordnet, im Hof befindet sich der Zugang zu den Galerie- und Ladenräumen. In den oberen Bürogeschossen lassen unterschiedliche Raumtiefen verschiedene Bürotypen zu.
Die Fassaden der Neubauten Wohnhochhaus Mitte und Büroneubau Ost sind in Anlehnung an die farbigen Ziegelsteine der Altbauten aus profilierten keramischen Elementen konzipiert, die schwarz und rot glasiert sind. Doppelte Aluminiumfenster mit zusätzlichen Lüftungsflügeln bestehen aus einem äusseren Einfachglas, einem inneren Isolierglas und einem dazwischenliegenden Sonnenschutz. Speziell für das Wohnhochhaus konstruierte Kipp-Hub-Fenster lassen sich grossflächig unter die Decke fahren und verwandeln in den warmen Jahreszeiten den Innen- in einen Aussenraum.
Der Wohnturm Mitte ragt hinter der vielfältigen Gebäudezeile mit Alt- und Ergänzungsbauten entlang der Limmatstrasse als dunkel glänzende Figur auf. Die Wandflächen bilden Gitterstrukturen, deren Keramikoberflächen je nach Lichtsituation in die Fensterflächen übergehen und der Stadt wechselnde Ansichten bieten.
Der rote Büroneubau Ost orientiert sich nicht nur hinsichtlich seines Materials, sondern auch farblich an der Grundstimmung der Altbauten. Die Wellenstruktur, der Materialglanz und die bündigen Fenster verankern das Gebäude jedoch auch in der Gegenwart.
Der Neubau West ist als innen gedämmte, homogene Konstruktion aus weissem Beton konzipiert. Die Fenster in den Kunsträumen sind Kastenfenster. Während Neu- und Altbauteile hier volumetrisch und bezüglich ihrer Nutzung eng miteinander verschränkt sind, setzt sich die Materialität des Ergänzungsbaus vom Bestand ab. Es entsteht ein Ensemble, das den dreidimensional ausgreifenden Neubaukörper ablesbar belässt und die neuen Kunstnutzungen innerhalb des Komplexes auszeichnet.

Ort Zürich

Nutzung Umbau und Erweiterung einer ehemaligen, zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Bierbrauerei; Museen, Galerien, Veranstaltungssaal, Ateliers, Ladenflächen, 58 Wohnungen 2.5–5.5 Zimmer (21 Hofwohnungen, 37 Turmwohnungen), Büroneubau, Lagerflächen, Tiefgarage

Wettbewerb 2003, zwei 1. Preise: Gigon/Guyer und Atelier WW Architekten

Planung/Ausführung 2005–2014

Bauherrschaft PSP Properties AG

Geschossfläche 48‘328 m2

Team G/G Wettbewerb:
Gigon/Guyer: Volker Mencke
Atelier WW: Martin Danz
Planung/Ausführung:
Mitarbeit Gigon/Guyer:
Volker Mencke (Planungs-/Teamleitung), Bettina Gerhold, Daniel Friedmann, Reto Killer, Kathrin Sindelar, Damien Andenmatten, Yvonne Grunwald, Alex Zeller, Pieter Rabijns

Totalunternehmung Steiner AG, Zürich

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich

Statik Arbeitsgemeinschaft Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich Henauer Gugler AG, Zürich

Elektrotechnik Planung/Submission: Schneider Engineering + Partner Zürich AG, Zürich
Ausführung: Mosimann & Partner, Zürich; Schmidiger + Rosasco, Zürich

Haustechnik Gruenberg + Partner AG, Zürich

Bauphysik braune roth ag, Binz

Brandschutz Makiol + Wiederkehr Dipl. Holzbau-Ingenieure HTL/SISH Beinwil am See

Fassadenplanung Planung/Submission: gkp fassadentechnik ag, Aadorf
Ausführung: Josef Gartner GmbH, Gundelfingen

Signaletik Integral Ruedi Baur, Zürich
Umbau Eingangsbereich: Teo Schifferli, Zürich
Signito, Zürich

Farbgestaltung Harald F. Müller, Öhningen, Deutschland

Fotos Löwenbräukunst, Umbau Eingangsbereich: © Roman Keller
© Thies Wachter
© Shinkenchiku-sha, Tokyo
Kunsthalle Zürich Ausstellungen: © Stefan Altenburger Photography
Luma Westbau Schwarzescafé: mit freundlicher Genehmigung Luma Westbau | Luma Stiftung © Stefan Altenburger
Wohnung Hof: © Laura Egger
© Christian Scholz
Baustelle: © Thomas Zwyssig

Kunstzentrum

Wohnturm

Brauerei Hauptgebäude

Büroneubau Ost

Geschichte