Wohnüberbauung Färberei-Areal

Auf dem ehemaligen Färberei-Areal wurden in Etappen vier Neubauten projektiert, die schliesslich zusammen mit der sanierten und ausgebauten «Blauen Fabrik», einer ehemaligen Textilfärberei, ein Ensemble bilden werden. Das ursprüngliche Industrieareal entwickelt sich so sukzessive zu einem urbanen Quartier mit Wohn-, Gewerbe- und Büronutzungen. Die lang gestreckten, kubischen Baukörper sind fächerförmig in den Hang gesetzt und erzeugen fliessende Zwischenräume, die sich zu Plätzen ausweiten. Über alle Bauetappen hinweg wurde in Zusammenarbeit mit dem Künstler Harald F. Müller die Farbgebung der Bauten entwickelt.

Haus 1

Im langen, fünfgeschossigen Gebäude 1, das parallel zur Kante des seeseitig steil abfallenden Hangs liegt, sind 35 Mietwohnungen in einem variablen Mix mit 3,5 bis 7,5 Zimmern angeordnet. Auf den beiden an die «Blaue Fabrik» angrenzenden Geschossen entstanden flexibel teilbare Büroflächen sowie eine Kinderkrippe im Erdgeschoss.
Charakteristisch für die Geschosswohnungen ist die Anordnung der Zimmer um einen zentralen Wohn- und Essbereich, an den auch die Küche angeschlossen ist. Jeweils zwei in das Volumen einspringende Loggien erweitern den durchgehenden Wohnraum zur Seeseite und nach Süden. Die weiträumige Wirkung des Grundrisses wird durch geschosshohe Fenster verstärkt. Sie lassen Südlicht in die Wohnräume und geben den Blick Richtung Norden auf den Zürichsee und die gegenüberliegende Küste frei. Die Aussenräume der Attikawohnungen sind als grössere Patios gestaltet, die sich nicht nur zur Fassade, sondern auch zum Himmel öffnen. Durch die Hanglage wechselt die Typologie in den beiden unteren Geschossen zu Maisonettewohnungen. Der Tagbereich mit Wohnen, Essen und Küche ist dort im oberen Geschoss über die gesamte Gebäudetiefe organisiert. Der Nachtbereich mit den seeseitigen Zimmern liegt ebenerdig im unteren Geschoss.
Die äussere Erscheinung des Gebäudes wird durch das Raster der tragenden monolithischen Sichtbetonstruktur geprägt. Die Betonflächen der Fassade sind mit einer weissen Lasur gestrichen, während alle Bauteile in den Fassadenöffnungen einen metallischen Charakter besitzen; von den farblos eloxierten Holz-Aluminium-Fenstern über die Lamellenstoren bis zu den Glasbrüstungen, die leicht verspiegelt sind. In den Erschliessungsräumen sind die Liftkerne mit einer hochglänzenden Silberfarbe gestrichen. Die Umfassungswände in Sichtbeton sind teils mit einem matten Gelbgrün, teils mit einer transparenten Lasur behandelt.

Haus 2 und 3

Als letzte Etappe werden auf dem nordwestlichen Teil des Grundstücks zwei weitere Gebäude mit einem kleinen vorgelagerten Park realisiert. Den Schwerpunkt bilden bei Haus 2 kleiner geschnittene, preisgünstige Mietwohnungen für Familien, bei Haus 3 Wohnungen für ältere Menschen.
Um von der besonnten, aber lärmexponierten Südwestseite zu profitieren, werden für Haus 2 Geschosswohnungen mit einem durchgesteckten, aber versetzten Wohn-, Koch- und Essbereich angeboten. Mit dieser Grundrissanordnung entsteht ein variabler Mix aus 48 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen. Die Nasszellen, Nebenräume und vertikalen Erschliessungen sind in der Mittelzone angeordnet, die gleich grossen Wohnraumhälften können flexibel genutzt werden. Wo das Gelände am östlichen Teil des Gebäudes ansteigt, werden im Erdgeschoss Maisonettewohnungen angeboten. Am westlichen Kopfende, zum Platz hin, stehen Räume für eine publikumsorientierte Nutzung zur Verfügung.
Im kompakten Grundriss von Haus 3 sind pro Geschoss fünf 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen angeordnet. Es gibt zwei einseitig orientierte Wohnungen im Südwesten, zwei Wohnungen sind über Eck an der Südostseite angeordnet. Eine dreiseitig orientierte Wohnung liegt an der Nordwestseite. Mit dieser Grundrissdisposition von verschieden grossen Wohnungen und einer Pflegeeinrichtung im Erdgeschoss wird vor allem auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingegangen.
Aussen sind die beiden Häuser lasierend hellbeige und kieselgrau gestrichen. Bei den inneren, über Oberlichter belichteten Treppenhäusern wird das Farbkonzept mit kräftigen Tönen fortgesetzt.

Haus 5

Auf den südwestlichen, zweiseitig abfallenden Teil des Grundstücks nahe den Bahngleisen wurde ein sechsgeschossiger Baukörper mit elf Eigentumswohnungen gesetzt. Für das Gebäude wurden neben unterschiedlichen Geschosswohnungstypen auch besondere Attika- und Maisonette-wohnungen entwickelt. In den oberen Geschossen sind die Wohnungen dreiseitig und teilweise sogar vierseitig orientiert und geben neben dem Seeblick die Sicht auch nach Süden zum Gebirgspanorama frei. Die steile Hanglage bedingt in den Wohnungen der unteren Geschosse eine einseitige Orientierung zum nordostseitig gelegenen See. Alle Wohnungen weisen aber generöse Aussenräume auf: Infolge des im Dachbereich abgeschrägten Gebäudevolumens verfügen die beiden oberen Wohnungen über weite Dachterrassen; die anderen Wohnungen besitzen je nach Grösse ein oder zwei Loggien. Die beiden ebenerdigen Wohnungen haben zudem Aussensitzplätze.
Um die Lichtführung im Treppenhaus zu akzentuieren, ist die innenliegende Längswand über alle Geschosse mit einer Goldfarbe gestrichen und im Eingangsbereich durch einen rosa Farbanstrich auf der gegenüberliegenden Wand ergänzt. Die tragende monolithische Sichtbetonstruktur der Fassade ist mit einer braunen Lasur behandelt, während alle Einschnitte in den Gebäudekörper, die Fassadenöffnungen, Loggien und Dachterrassen, unbehandelt bleiben. Die Holz-Aluminium-Fenster sind aussen fein golden eloxiert.

Ort Thalwil

Nutzung 114 Wohnungen mit teils öffentlichen Nutzungen, Büros, Tiefgaragen mit gesamt 190 Stellplätzen
Haus 1: 5-geschossiger Neubau, 35 Wohnungen mit 3.5–7.5 Zimmern, 900 m2 flexibel teilbare Bürofläche auf zwei Geschossen
Haus 2 & 3: Zwei 5-geschossige Neubauten, Haus 2: 48 Wohnungen mit 2.5–4.5 Zimmern
Haus 3: 20 Wohnungen mit 2.5–5.5 Zimmern, Erdgeschoss: publikumsorientierte, öffentliche Nutzungen
Haus 5: 6-geschossiger Neubau, 11 Eigentumswohnungen, 3.5–6.5 Zimmer

Wettbewerb 1998, 1. Preis

Beauftragung Haus 2 & 3: 2008

Planung/Ausführung Haus 1 & 5: 2005–2008
Haus 2 & 3: 2008–2012

Bauherrschaft Haus 1: Weidmann Management AG, Thalwil
Haus 2 & 3: Ornak AG, Thalwil
Haus 5: Lerch Immobilien AG, Winterthur

Geschossfläche Gesamt: 31'033 m2
Haus 2: 10‘650 m2
Haus 3: 4‘450 m2
Haus 5: 3'183 m2
Haus 1: 12'750 m2

Team G/G Michael Winklmann (Teamleitung)
Haus 2 & 3: Cornelia Schmidt (Projektleitung ab 2010), Lucía Gratz, Anna Dreykluft, Ingo Brinkmann, Daniela Bergmann, Martin Schiess, Meret Morgenthaler, Martin Bischofberger, Christoph Dober, Alex Zeller, Griet Aesaert, Daniel Trepte
Haus 5: Ilka Tegeler (Projektleitung), Ingo Brinkmann, Reto Killer
Haus 1: Esther Righetti, Marius Baumann, Stine Henckel Schultz, Hiroaki Tanaka

Totalunternehmung Haus 1: Karl Steiner AG, Zürich
Haus 2 & 3: HRS Real Estate AG, Zürich
Haus 5: Bauengineering.com AG, Zürich

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf, Zürich

Statik Haus 1 & 5: Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich
Haus 2 & 3: Synaxis AG, Zürich

Elektrotechnik Haus 1 & 5: Elkom Partner AG, Chur
Haus 2 & 3: R+B engineering AG, Zürich

Haustechnik HL Technik, Schaffhausen

Bauphysik Wichser Akustik & Bauphysik AG, Zürich

Farbgestaltung Harald F. Müller, Öhningen, Deutschland

Fotos Haus 1: © Lucas Peters
Haus 2, 3, 5: © Thies Wachter

Haus 1

Haus 2 und 3

Haus 5

Zwei Häuser in Zürich

Die Bebauung des ehemaligen, steilen Pflanzgartens mit kompakten Baukörpern erfolgt nach dem Muster der benachbarten Ein- und Mehrfamilienhäuser aus der ersten Jahrhunderthälfte. Eine hausbreite Zufahrtsrampe erschliesst je ein Gebäude von der höher gelegenen Strasse und bildet den Vor- und Parkplatz.

Es sind nicht spezifische, auf die heutigen Eigentümer zugeschnittene Häuser, sondern vielmehr allgemeine Häuser, die auch für andere Lebensumstände und für andere Bewohner Gültigkeit haben können. Sie lassen sich in zwei etwa gleich grosse Maisonette-Wohnungen teilen oder erlauben die separate Nutzung einer Einliegerwohnung. Weitere Unterteilungen der Räume oder der Einbau eines Lifts sind vorbereitet.

Im Inneren handelt es sich um Rohbauten im weitesten Sinn. Die Wände und Decken sind mit Weissputz verputzt, jedoch ungestrichen belassen worden. Die «Bodenbeläge» bestehen aus  versiegelten Unterlagsböden ebenfalls aus Gips (Anhydrith). Breite Schiebetüren aus Holzwerkstoffplatten erlauben Variationen der räumlichen Zusammenhänge.

Die Tragkonstruktion besteht aus Betongeschossdecken, Mauerwerk und Betonwänden zum Erdreich hin. Der auf mineralische Isolation aufgebrachte Aussenputz ist nur ein Grundputz, ein Kalk-Zementputz. Die Art des Auftrags mit dem Besen – eben in der Struktur eines Grundputzes – unterstreicht den Aspekt des Rohbaumässigen und vermag darüber hinaus dem textilen Charakter des Fassadenaufbaus Ausdruck zu geben.

Grosse Fenster mit schwarzen Metallrahmen sind wie mächtige ‚Sehinstrumente’ in die Fassaden gesetzt – Richtung Westen, in Blickrichtung der Stadt, sind sie dicht gereiht, während sie an den übrigen Fassaden vereinzelt auftreten. Das zurückversetzte Dachgeschoss öffnet sich zu den Terrassen mit grossflächigen Fensterfronten aus Aluminium.

Im Gegensatz zu den komplexen, gedeckten Kalk-Zement-Farbtönen des Verputzes sind in Zusammenarbeit mit dem Künstler Harald F. Müller für die Schutzanstriche der Holzflächen der Türen und Tore klare, leuchtende Spektralfarben gewählt worden.

Der Garten bleibt wie der frühere Schrebergarten mit Obst- und Nussbäumen bepflanzt. Dazwischen sind Wiesengräser angesäht. Im westlichen, noch steileren Teil des Grundstückes setzen Haselnuss- und Brombeerstauden die moderate Wildnis in kaum veränderter Form fort.

Ort Zürich

Nutzung zwei Wohnhäuser mit je einer Einliegerwohnung

Studie 1995

Planung/Ausführung 1997–1998

Bauherrschaft privat

Geschossfläche Haus A: 476 m2
Haus B: 473 m2

Team G/G Annette Gigon, Mike Guyer, Michael Widrig (Projektleitung), Michael Bucher

Bauleitung Annette Gigon / Mike Guyer Architekten, Zürich
Mitarbeit: Michael Widrig

Landschaftsarchitektur Dieter Kienast, Thomas Steinmann, Zürich

Statik Aerni + Aerni Ingenieure AG, Zürich

Farbgestaltung Harald F. Müller, Öhningen, Deutschland

Fotos © Heinrich Helfenstein

Auszeichnung Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich, 2001

Wohnüberbauung Zellweger-Areal

Das ehemalige Industrieareal Zellweger zeichnet sich durch ausserordentliche landschaftliche Qualitäten aus. Zwei grosse Weiher, die ursprünglich zur Gewinnung von Wasserkraft angelegt worden waren, ein Flusslauf und ein parkartiger alter Baumbestand prägen das Gelände. Das Grundstück wird durch den Zellweger-Weiher und den Aabach begrenzt. Zwei unterschiedlich hohe Wohngebäude werden hier so gesetzt, dass sie jeweils der Platanenallee am Weiher im Norden und dem baumgesäumten Bachverlauf im Südosten folgen. Sie spannen einen L-förmigen Grünraum zwischen sich auf. Dieser Zwischenraum öffnet sich im Westen einem Baumfeld und dem bestehenden hohen Bürogebäude.

Breite Zugangswege führen über den grünen Zwischenraum, der unter sich die Garage birgt, zu den beiden Häusern. Kiefern sind als Baumskulpturen auf die sanft modellierte Rasenfläche gesetzt. Die privaten Vorgärten im Erdgeschoss werden mit Fichtenholzlamellen vom öffentlichen Grünraum abgegrenzt. Sie werden gerahmt von offenen, eleganten Betonstrukturen, die zugleich Veloabstellplätze, Briefkastenfronten und Kamine für die natürliche Belüftung der Tiefgarage formen.

Das nördliche, achtgeschossige Gebäude entlang der Weiherallee beherbergt 74 Mietwohnungen, ein Bistro, zwei Kinderkrippen und einen Hort. Das drei- bis fünfgeschossige Gebäude am neuen Zellwegerweg, entlang des Aabaches gelegen, enthält 61 Mietwohnungen und einen Gemeinschaftsraum. Die Mehrzahl der Wohnungen in beiden Gebäuden hat durchgehende Wohn-/ Ess-/ Küchenräume mit einem beidseitigen Bezug sowohl zum grünen Innenhof als auch zum Weiher oder Bach. Das Prinzip des durchgesteckten Wohn-/ Essraums wurde in den beiden Gebäuden unterschiedlich ausformuliert. Im Gebäude am Zellwegerweg verjüngt sich der Raum in der Mitte, um einen Eingangsbereich auszubilden. Auf beiden Seiten dieser Eingangszone weitet sich der Raum wieder aus, um versetzt zueinander eigenständige Zonen für das Wohnzimmer und die Wohnküche zu schaffen. Die Zimmer sind peripher um diesen zentralen Raum angeordnet. Im Gebäude an der Weiherallee bildet die Eingangszone gleichzeitig die Erschliessung der Zimmer und führt zum durchgehenden Wohn-/ Essraum. Die feinen Knicke der Balkone bieten unterschiedlich tiefe Aussenräume an und nehmen formal die grossen Knicke der beiden Baukörper auf, wodurch deren Volumen plastisch animiert wird.

Die Fassaden gliedern sich schichtweise in Verkleidungen aus rhythmisiert versetzten, thermobehandelten Fichtenholzbrettern und durchbrochene Brüstungsbänder aus vorfabriziertem weissen Beton, die gegenüber den Holzbrettern erhaben sind und diese vor Witterung schützen. An den Balkonen tritt die Betonbrüstung nach vorn, die hölzerne Verkleidung nach hinten.

Ort Uster

Nutzung Zwei Baukörper in einer Parkanlage mit insgesamt 135 Mietwohnungen, Gemeinschaftsraum, Bistro, Kinderhort, zwei Kinderkrippen, zwei Tiefgaragen mit insgesamt 149 Parkplätzen

Wettbewerb 2008, 1. Preis

Planung/Ausführung 2009–2013

Bauherrschaft Zellweger Park AG, Uster
Bauherrenvertretung: Odinga und Hagen AG, Uster

Geschossfläche 24‘713 m2

Team G/G Planung/Ausführung: Markus Seiler (Teamleitung ab 02/2011), Caspar Bresch (Teamleitung bis 02/2011), Daniela Schadegg (Projektleitung), Philippe Volpe, Martin Feichtner, Lena Ehringhaus, Kristin Sasama, Karin Winklmann
Wettbewerb: Daniel Friedmann, Reto Killer, Eric Sommerlatte, Karsten Buchholz

Bauleitung b+p baurealisation ag, Zürich

Landschaftsarchitektur Hager Partner AG, Zürich

Statik Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Zürich

Haustechnik Ernst Basler + Partner AG, Zürich

Bauphysik Mühlebach Partner AG, Wiesendangen

Kunst am Bau Lutz / Guggisberg

Fotos © Shinkenchiku-sha © Roman Keller

Auszeichnung Architektur Preis Kanton Zürich 2016 – Zellweger Park, Uster
Baupreis 2013 des Architektur Forum Zürcher Oberland

Einfamilienhaus am Zürichberg

Das heutige Wohngebäude ersetzt ein Doppelhaus aus den 1940er-Jahren. Der Baukörper weitet sich mit drei Auskragungen gegen oben hin aus und vollzieht im Dachgeschoss Rücksprünge, um Terrassen auszubilden.

Auf vier Geschossen sind zwei Wohneinheiten entstanden: Eine kleine Einliegerwohnung, die sich im untersten Geschoss zu einem Vorgarten öffnet, und eine grosse Wohneinheit, die sich über die übrigen Geschosse erstreckt.

Im Erdgeschoss bildet ein Volumeneinsprung den Eingangsbereich. Ein Rundgang verbindet hier die Eingangsdiele mit dem Wohnraum, dem zweigeschossigen Essraum und der Küche. Der überhohe Luftraum des Wohngeschosses reicht bis in das Obergeschoss. Dieses ist in zwei Schlafbereiche mit eigenen Nasszellen aufgeteilt – einen privaten und einen für Gäste, wobei letzterer mit Schiebetüren abtrennbar ist. Oben, im Dachgeschoss, halten sich zwei Arbeits- und Bibliotheksbereiche mit je zugeordneter Terrasse die Balance.

Strukturiert werden die Raumeinteilungen durch eine zentrale Treppenanlage: Eine abgewinkelte Treppe windet sich zwischen den Mauern ins unterste Geschoss, eine gerade Treppe schält sich nach einem vergrösserten Antritt aus dem Cheminée- und Küchenblock heraus und leitet nach oben. Die oberste Treppe führt mit aufgelösten Winkelstufen Richtung Dachterrasse.

Dunkle Eichenholzfenster und separate Lüftungsflügel hinter vorhangartigen Gitterhauben fassen und gliedern die unterschiedlich grossen Öffnungen der verschiedenen Räume. Türen, Einbaumöbel und Büchergestelle, aus dunklem Eichenfurnier oder glänzend weiss lackiert, ergänzen im Inneren die räumliche Wirkung von gegossenen kalkfarbenen Betonböden und beige verputzten, fein weiss lasierten Wänden. Die äussere Schale der doppelten Betontragstruktur ist ebenfalls aus beigem Kalkbeton gefertigt. Einige Flächen wurden stark sandgestrahlt, andere schalungsglatt belassen.

Ort Zürich

Nutzung Einfamilienhaus

Beauftragung 2008

Planung/Ausführung 2008–2011

Bauherrschaft privat

Geschossfläche 569 m2

Team G/G Markus Seiler (Team-/Projektleitung), Kristin Sasama, Adréanne Pochon

Bauleitung Annette Gigon / Mike Guyer Architekten
in Zusammenarbeit mit Witzig Architekten GmbH, Zürich

Statik Aerni + Aerni Ingenieure AG, Zürich

Elektrotechnik Ernst Basler + Partner AG, Zürich

Bauphysik Wichser Akustik + Bauphysik AG, Zürich

Fotos © Thies Wachter

Wohnhäuser Villa Pax

Ort Baden

Nutzung Zwei Wohnhäuser, insgesamt 7 Eigentumswohnungen, Tiefgarage 15 Stellplätze

Wettbewerb 2008, 1. Preis

Planung/Ausführung 2008–2011

Bauherrschaft privat
Bauherrenvertretung: AK Bautreuhand, Zürich

Geschossfläche 2‘275 m2

Team G/G Planung/Ausführung: Pit Brunner (Team-/Projektleitung), Daniela Schadegg, Christoph Dober, Brigitte Rüdel
Studienauftrag: Nicolai Rünzi, Ivana Vukoja, Karsten Buchholz

Bauleitung Witzig Architekten, Zürich

Landschaftsarchitektur Balliana Schubert Landschaftsarchitekten AG, Zürich

Statik MWV Bauingenieure AG, Baden

Elektrotechnik P. Keller + Partner AG, Baden

Haustechnik Nanotech AG, Baden

Bauphysik Mühlebach Akustik + Bauphysik, Wiesendangen

Fotos © Pit Brunner

Wohnhäuser Zollikerstrasse

Majestätische Buchen, Kiefern und Mammutbäume auf dem ehemaligen Villengrundstück waren bestimmend für die Architektur der Ersatzbauten – für deren Lage, Form, Materialisierung und Farbe. Das im Vergleich zum Vorgängerbau wesentlich vergrösserte Bauvolumen ist auf zwei Baukörper aufgeteilt. Mit vielwinklingen Grundrissformen, reduzierten Grundflächen und Auskragungen reagieren sie auf Vorgaben wie Lärmschutz, Abstandsregeln und insbesondere auf die Lage der Baumwurzeln. Dunkelbraun emaillierte Glasplatten der Fassaden reflektieren den Garten kaleidoskopartig und steigern die Präsenz des Grünraums. Den unregelmässigen, polygonalen Umrissformen ist eine orthogonale Raumstruktur eingeschrieben. Dabei entstehen Eigentumswohnungen, die sich sowohl in der Grösse als auch im Charakter stark voneinander unterscheiden. Die Attikawohnungen verfügen über Terrassen, die Wohnungen des ersten und zweiten Obergeschosses über offene und gedeckte Loggien und Erker. Die drei Maisonettes im Erdgeschoss besitzen teils überhohe Wohnräume mit direktem Zugang zum Garten.

 

Ort Zürich

Nutzung Zwei Wohnhäuser, 8 Eigentumswohnungen, 2 Ateliers, Tiefgarage 14 Stellplätze

Wettbewerb 2005, 1. Preis

Planung/Ausführung 2006–2011

Bauherrschaft Stockwerkeigentümerschaft Zollikerstrasse, Zürich

Geschossfläche 2‘896 m2

Team G/G Planung/Ausführung: Markus Seiler (Teamleitung ab 2009), Barbara Schlauri (Teamleitung bis 2009), Damien Andenmatten (Projektleitung), Ilka Tegeler, Monica Knechtle
Wettbewerb: Monica Knechtle

Bauleitung Agora Baumanagement, Zürich

Totalunternehmung Gross Generalunternehmung AG, Brugg

Landschaftsarchitektur Hager Partner AG, Zürich

Statik Basler & Hofmann AG, Zürich

Elektrotechnik Ernst Basler + Partner AG, Zürich

Haustechnik Ernst Basler + Partner AG, Zürich

Bauphysik IPA, Energieberatung und Bauphysik, Volketswil

Farbgestaltung mit Pierre André Ferrand, Genf/ La Chaux-de-Fonds

Fotos © Thies Wachter
© Shinkenchiku-sha, Tokyo

Einfamilienhaus, Küsnacht

Der von Bäumen gerahmte Garten einer alten Villa bildet die Bauparzelle des neuen Einfamilienhauses. Die Geometrie des Gartengrundstücks, der Baumbestand mit einer mächtigen Zeder und die steile Hanglage formen einen vieleckigen Baukörper, der sich aus dem Terrain emporstaffelt. Zugang und Garage bilden ein Sockelgeschoss mit einer Terrasse, auf das sich zwei Vollgeschosse und ein Attikageschoss aufbauen.

Im Inneren verbindet eine grosszügige, polygonal gewendelte Treppe mit weitem Treppenauge alle vier Ebenen optisch und auch akustisch miteinander, von der Eingangshalle über die Kinderzimmer und das Wohngeschoss bis zum Elternschlafzimmer. Der Wohn- und Essraum liegt im zweiten Geschoss und profitiert so von der erhöhten Lage, die Kinderzimmer im ersten Obergeschoss haben Zugang zum Garten, und das Elternschlafzimmer im Attikageschoss verfügt über eine eigene, grosse Dachterrasse.

In Zusammenarbeit mit dem Künstler Harald F. Müller und in Abstimmung mit der Familie sind einzelne Flächen im Inneren in kräftigen Farben gefasst. Die Decken der Kinderzimmer sind leuchtend orange und golden gestrichen, im Elternschlafzimmer ist eine Wand hellblau, die Wand unter dem Oberlicht des Wohnraums ist schwarz und die Decke über dem grossen Treppenauge orangerot.

Die einheitlichen Böden aus dunklem Terrazzo geben den vielfältigen Räumen einen ruhigen Grundton und stellen den Bezug zur Materialisierung der Tragkonstruktion her, die vollständig aus Beton besteht und sich gegen aussen mit einer tragenden Betonschale als Fassade abbildet. Vorgemauerte Innenwände sind nichttragend ausgebildet und kleiden die Wärmedämmung ein.

Der Sichtbeton der Fassade erhält durch die vertikale, grobe Bretterschalung und die tiefen Leibungen der Fensteröffnungen eine starke physische Präsenz und unterstreicht so den Widerstand des Baukörpers gegen das geneigte Erdreich. Fein farblich abgestufte Weisstöne, als Lasuren aufgetragen, nuancieren die Betonoberflächen und betonen deren Schattenspiel und Perforationen. Die Gläser der Brüstungen sind leicht spiegelnd ausgebildet; so vermindern sie nicht nur den Einblick, sondern geben auch die Bäume des Gartens wieder.

Ort Küsnacht

Nutzung Einfamilienhaus

Beauftragung 2005

Planung/Ausführung 2005–2007

Bauherrschaft privat

Geschossfläche 430 m2

Team G/G Marjana Sigrist (Projektleitung), Caspar Bresch, Florian Isler

Landschaftsarchitektur Robin Winogrond Landschaftsarchitekten, Zürich

Statik Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Elektrotechnik Elkom Partner AG, Chur

Haustechnik 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Bauphysik Wichser Akustik & Bauphysik AG, Zürich

Farbgestaltung Harald F. Müller, Oehningen

Fotos © Filippo Simonetti
© Lucas Peters
© Harald F. Müller

Einfamilienhaus, Kanton Graubünden

Der Baukörper liegt an einem steil abfallenden Hang unterhalb des Dorfkerns. Eine breite Brücke erschliesst das Gebäude von der höher gelegenen Strasse her und bildet einen ebenen Vorplatz mit Parkmöglichkeit aus.

Das Gebäudevolumen respektiert die strengen Bauvorschriften der Berggemeinde, die die Höhe sowie ein Satteldach inklusive dessen Ausrichtung nach der Dorfkirche vorgeben. Das Volumen folgt mit Traufen und First der Neigung des Hangs. Gegen die Talseite kragt der Baukörper aus, um über dem steilen Hang zu schweben. Die einheitliche Verkleidung der Fassaden und des Daches mit braunroten Kupferschindeln integriert den Baukörper in den Chor der hölzernen Dorfgebäude. Die Schindelhülle erlaubt als umfassende Regenhaut eine reduzierte Formensprache und damit einen Ausdruck, der das Gebäude auch in der Gegenwart verortet.

Das Wohnhaus thematisiert die Neigung des Terrains auch in seinem Inneren: So entwickelt sich der Wohn- und Essraum unter dem schrägen Dach bis auf eine Höhe von sieben Metern. Halbgeschossig versetzte Ebenen folgen dem Geländeverlauf. Die zentral gesetzte Treppe verbindet die vier Halbgeschosse mit jeweils einem Treppenlauf. Breite, raumhohe Schiebetüren ermöglichen einen Wechsel zwischen grosszügigen Raumverbindungen tagsüber und -unterteilungen in der Nacht.

Die Tragstruktur besteht aus vorfabrizierten, mit Dämmmaterial gefüllten Holzelementen, deren Witterungsschutz eine hinterlüftete Kupferverschindelung bildet. Innen sind die Oberflächen der Holzwerkstoffplatten weiss lasiert. Einheitlich grosse Schwingflügelfenster mit Ausstellstoren sind unregelmässig über die Fassade verteilt und bilden die innere Raumorganisation ab. Das hohe Aussichtsfenster bietet ein spektakuläres ‚Vertikalpanorama‘ – hinunter ins Tal, hinüber zu den Hügeln und hinauf zu den Bergen.

Das Gelände bleibt vom Hausbau fast unberührt und ist inzwischen wieder mit Wiesengräsern bewachsen, die nahtlos in die Weiden der Nachbargrundstücke übergehen. Nur im westlichen Teil wurde ein ebener Sitzplatz ins Gelände modelliert.

Ort Kanton Graubünden

Nutzung Einfamilienhaus

Beauftragung 2004

Planung/Ausführung 2005–2007

Bauherrschaft privat

Geschossfläche 230 m2

Team G/G Annette Gigon, Mike Guyer, Christian Maggioni (Planung, Ausführung, Bauleitung)

Bauleitung Annette Gigon / Mike Guyer Architekten, Zürich

Statik Bruno Patt, Zürich

Elektrotechnik Elkom Partner AG, Chur

Heizung/Kälte Remo Collenberg, Chur

Sanitär Marco Felix, Chur

Fotos © Ralph Feiner

Wohnüberbauung Goldschlägi

Das Goldschlägi-Areal befindet sich im Zentrum von Schlieren, unmittelbar neben dem Bahnhof. Das Grundstück grenzt im Norden an ein Eisenbahnfeld, auf der Südseite bildet es eine grüne Vorzone, die als Aussichts- und Zugangsraum für die Wohnungen dient. Die langen, schmalen Wohngebäude verstärken die Ausrichtung der Parzelle parallel zu den Gleisen, lockern diese jedoch durch eine versetzte Anordnung auf. Die gestaffelte Höhenentwicklung variiert zwischen drei und sechs Geschossen. Somit ergibt sich ein gegliedertes Volumen, das differenzierte Aussenräume schafft.

Das städtebauliche Konzept findet in der Entwicklung der einzelnen Wohnungstypen eine Fortsetzung. Die lärmunempfindlichen Räume, das heisst die Erschliessungskerne, Sanitärzellen und Küchen, sind auf der Nordseite, Richtung Gleisfeld, angeordnet. Nach Süden, zum Grünbereich, orientieren sich alle Wohn- und Schlafräume sowie die grosszügigen, auskragenden Balkone. Ihre versetzte Anordnung bietet den Bewohnern ein- bis zweigeschossige überdeckte Aussenbereiche. Die Brüstungen und die Trennelemente bestehen aus farbigen Glaspaneelen, die eine gegenseitige Einsicht verhindern und im Sonnenlicht blau leuchtende Schatten bilden.

105 Wohnungen unterschiedlichen Typs und unterschiedlicher Grösse (2,5-, 3,5- und 4,5-Zimmer) verteilen sich über die Anlage. Alle besitzen einen offenen, beidseitig belichteten Wohn-, Ess- und Küchenraum. Die Küche bildet jeweils mit Bad/Dusche ein Modul, das durch wechselnde Anordnung verschiedene Wohnungstypen generiert.

Zu den Gleisen hin sind die vor- und rückspringenden Fassaden in einem leuchtenden Rot gestrichen. Schwarz gerahmte Fenster von wechselnder Grösse und Teilung – Küchen-, Essbereich-, Badezimmer- und Treppenhausfenster – erzeugen im Zusammenspiel ein rhythmisches Muster. Die Süd- und Stirnseiten der Gebäude sind weiss verputzt, Fensterrahmen und Sonnenschutz sind hier in natureloxiertem Aluminium gehalten.

Flachdecken in Ortbeton bilden mit vorfabrizierten Betonstützen eine klare, regelmässige Baustruktur. Die Aussteifung erfolgt durch die Treppenkerne sowie die Wandscheiben der Stirnfassaden. Das Betonskelett wird durch grosse vorfabrizierte und isolierte Holzelemente geschlossen, die mit einer hinterlüfteten, verputzten Fassadenverkleidung beplankt sind. Die konsequente Skelettbauweise und ein sparsamer Umgang mit tragenden Innenwänden gewährleisten eine hohe Flexibilität in der Grundrissgestaltung.

Ort Schlieren

Nutzung Zwei Gebäude mit gestaffelter Höhenentwicklung (3–6 Geschosse); 105 Mietwohnungen unterschiedlicher Typologien und Grössen (2.5-, 3.5- und 4.5-Zimmer-Wohnungen); lärmunempfindliche Räume Richtung Gleise; Wohn-/ Schlafräume und Balkone zum Grünbereich im Süden; Tiefgarage

Wettbewerb 2005, 1. Preis
in Zusammenarbeit mit Halter Generalunternehmung AG

Planung/Ausführung 2005–2009

Bauherrschaft Migros Pensionskasse Immobilien, Zürich

Geschossfläche 16‘693 m2

Auslober Wettbewerb Schweizerische Bundesbahnen SBB, Zürich

Team G/G Planung/Ausführung: Markus Seiler (Teamleitung), Martin Bischofberger (Projektleitung), Rolf-Werner Wirtz, Florian Isler, Daniel Trepte, Kristin Sasama, Sebastian Beck, Daniela Bergmann
Wettbewerb: Gilbert Isermann

Totalunternehmung Halter Generalunternehmung AG, Zürich

Landschaftsarchitektur Rotzler Krebs Partner AG, Landschaftsarchitekten BSLA, Winterthur

Statik ARP André Rotzetter+Partner AG, Baar

Elektrotechnik R+B engineering AG, Zürich

Haustechnik Projekt: HL-Technik AG, Schaffhausen
Ausführung: Turrin Engineering, Hegnau

Bauphysik Raumanzug GmbH, Zürich

Holzbau Josef Kolb AG, Uttwil

Farbgestaltung Harald F. Müller, Öhningen, Deutschland

Fotos © Harald F. Müller
© Lucas Peters

Wohnüberbauung Erlenhof

In dem ehemaligen Industrieareal am Oberwasserkanal der Limmat in Dietikon gelegen, bildet die Wohnüberbauung eine erste städtische Setzung für das sich entwickelnde Quartier. Drei grosse Bauvolumen sind auf einem gemeinsamen Sockelgeschoss platziert und formen einen zum Wasser hin geöffneten, leicht erhöhten Hof. Polygonale, fünfeckige Gebäudegrundflächen und korrespondierende Giebelfassaden zeichnen die Volumina aus. Der Hof selbst bildet mit den grossen Erlenbäumen das Herz der Anlage und gibt dieser auch den Namen. Hainbuchenhecken säumen die individuellen Privatgärten der Erdgeschosswohnungen und gliedern die gemeinschaftlichen Bereiche. Kurze Treppen führen von hier zur Uferpromenade des Kanals. Baumreihen entlang den umgebenden Strassen vermitteln zwischen Hof- und Strassenräumen; sie bilden einen ersten Schritt zu einer künftigen Gartenstadt. Dies motiviert auch die Farbgebung der Strassenfassaden, die in einem kräftigen Grün gehalten sind und dem Pionierprojekt im noch industriellen Umfeld eine Stimmung und Identität verleihen. Reinweisse Fassaden dagegen machen den Hof zu einem leuchtenden Raum, vor dessen Hintergrund sich die Erlen abzeichnen.

Man betritt die Gebäude entweder direkt von der Strasse oder zwischen den Stützmauern der erhöhten Vorgärten und gelangt über einläufige, belichtete Treppen zum Hof und zu den Wohnungen. Rot gestrichene Treppenuntersichten färben hier das Licht und kontrastieren zwischen der grünen Strassenfront und dem weissen Hofraum.

Den Gebäuden sind verschiedene Grundrisstypen eingeschrieben, differenziert je nach Orientierung und Lage; 85 Wohnungen sind es insgesamt. In Haus 1 gliedern sich die Eigentumswohnungen in einen nach Süden orientierten Wohnbereich mit vorgelagerter Loggia und angrenzender Küche sowie in einen nach Norden gerichteten Zimmerbereich. Haus 2 enthält eine grosse Bandbreite von Mietwohnungen unterschiedlicher Grösse, darunter zwei- und dreiseitig orientierte Wohnungen. In Haus 3 ermöglichen durchgehende Wohnräume mit offenen Küchen und den Aussenräumen die gleichzeitige Orientierung nach Süden und zum Hof. Die leicht geneigten Dächer schaffen überhohe Dachwohnungen. Eingezogene Loggien bieten jeder Wohnung einen geschützten Aussenraum, während maximierte Fensteröffnungen die unterschiedlich tiefen Wohnungen belichten.

Die Wohngebäude sind in Massivbauweise erstellt, mit einer tragenden, aussteifenden Schottenstruktur sowie Flachdecken in Ortbeton. Ihre Fassaden sind mit einer verputzten Aussenwärmedämmung materialisiert, der Sockel besteht aus Sichtbeton. Die leicht geneigten Dachflächen sind extensiv begrünt.

Ort Dietikon

Nutzung 3 Gebäude mit 55 Mietwohnungen, 30 Eigentumswohnungen, 480 m2 Atelierfläche, Tiefgarage

Wettbewerb 2005, 1. Preis

Planung/Ausführung 2006–2009

Bauherrschaft Entwicklung Haus 1, 2, 3: Halter Entwicklungen, Zürich
Bauherrschaft Haus 2 (Mietwohnungen): PV-Promea, Schlieren
Bauherrschaft Haus 1 und 3 (Eigentumswohnungen): Wohnbaugenossenschaft Blumenrain, Zürich
c/o Baumgartner Knobel & Partner, Treuhandgesellschaft

Geschossfläche 18'890 m2

Team G/G Planung/Ausführung: Marjana Sigrist (Teamleitung bis Baueingabe), Michael Winklmann (Teamleitung ab Baueingabe), Matthias Clivio (Projektleitung), Martin Bischofberger, Karin Schultze, Cornelia Schmidt, Daniel Trepte, Daniela Bergmann
Wettbewerb: Matthias Clivio

Totalunternehmung Halter Generalunternehmung, Zürich

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich

Statik Basler & Hofmann AG, Zürich

Elektrotechnik R+B engineering AG, Zürich

Haustechnik 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Bauphysik Kopitsis Bauphysik AG, Wohlen

Farbgestaltung Harald F. Müller, Öhningen, Deutschland

Fotos © Lucas Peters