Résidence du Parc de Grange-Canal

Auf der ehemaligen Sport- und Parkanlage, östlich des Genfersees, wurden in drei Etappen mehrgeschossige Wohnbauten verschiedenen Standards fertig gestellt: «Pré-Babel», «Grange-Canal» und jüngst «Le Corylus». Das Grundstück befindet sich in einer der umliegenden Gemeinden Genfs, die aufgrund des stetigen Wachstums der Stadt und der dadurch herrührenden Wohnungsknappheit verdichtet werden. Die Neubauten folgen dem Konzept der punktuellen Verdichtung, um einen offenen Parkraum und möglichst viele Bäume zu erhalten.

Die erste Bauetappe Pré-Babel umfasst drei dreigeschossige Wohnhäuser mit insgesamt 28 Eigentumswohnungen im Hochpreissegment. In der zweiten Bauetappe Résidence du Parc de Grange-Canal sind auf der gleichen Parzelle drei hohe Baukörper mit Wohnungen im mittleren Standard und – entsprechend einer Besonderheit der Genfer Bauordnung – auch mit subventionierten Wohnungen vorgesehen. Für alle drei Wohntypen eine Architektursprache und ähnliche Wohntypologien zu finden, bildete eine der Herausforderungen bei der Bebauung des Parks.

Die Häuser der Résidence du Parc de Grange-Canal (Haus 40, 42 sowie 38) sind als sieben- bis neungeschossige Hochhäuser konzipiert. Sie beinhalten achtzig Eigentumswohnungen mit regulierten Verkaufspreisen sowie im Haus 38 insgesamt fünfzig Sozialwohnungen mit subventionierten Mieten (Ausführungsplanung und Realisierung hier durch Cerutti Architekten), die folglich einem einfacheren Standard entsprechen. Diese werden im Haus 42 durch möblierte Kleinwohnungen ergänzt. Auch in diesen Gebäuden verfügt jede Wohnung über einen gedeckten Balkon mit einem verglasten Wintergarten; die Dachwohnungen haben jeweils eine eigene Dachterrasse.

Die Baukörper aus vorfabrizierten horizontalen und vertikalen Betonelementen wirken wie eine Komposition mit beinahe klassischer Anmutung. Grau eingefärbte horizontale Betonbänder verbinden sich mit vertikalen, unterschiedlich breiten Elementen mit gelber Pigmentierung, die die Sandsteinfarbtöne der Stadt Genf anklingen lassen. Die gelb pigmentierten Betonelemente sind als wärmegedämmte Sandwichelemente ausgebildet. Dunkel beschichtete Holz-Metall-Fenster mit festverglasten Brüstungen rhythmisieren die Fassadenflächen.

Ort Genf

Nutzung Haus 40 und 42: zwei 7 und 9 geschossige Wohnhäuser, 79 Eigentumswohnungen, davon 16 Studios / 1-Zimmer-Apartments, Wohnungen Attikageschoss mit privaten Dachterrassen Haus 38 (Cerutti architectes): 50 Sozialwohnungen

Wettbewerb 2004, 1. Preis

Planung/Ausführung 2007–2012

Bauherrschaft Frontimmo SA, Chêne-Bougeries

Geschossfläche 22’431 m2 (Haus 40 und 42)

Team G/G Planung/Ausführung Haus 40, 42:
Markus Seiler (Teamleitung ab 2008), Gilles Dafflon (Teamleitung bis 2008), Martin Schwarz (Projektleitung ab 2011), Vanessa Tardy-Klikar (Projektleitung 2008–2011), Eric Sommerlatte, Christine Jahn, Karla Pilz
Baueingabe Haus 38, 40, 42:
Gilles Dafflon, Andréanne Pochon, Karin Winklmann, Pieter Rabijns, Sebastian Beck, Marc Faber
Wettbewerb:
Gilles Dafflon, Katja Fröhlich

Kontaktarchitekten Ausführungsplanung/ Bauleitung Haus 38: Cerutti architectes, Vésenaz

Bauleitung Bauleitung Haus 40,42: Cerci SARL und AML Immo Conseils SA, Plan les Ouates, Genf

Landschaftsarchitektur Vorprojekt: Schweingruber Zulauf, Zürich
Ausführung: Jacquet SA, Genf

Statik ESM & Fiechter Ingenieries SA, Genf

Elektrotechnik DSSA Dumont Schneider SA, Plan-les-Ouates

Haustechnik Enerlink, Genf

Bauphysik AAB - J. Stryjenski & H. Monti SA, Genf

Brandschutz Protectas SA, Département Conseil & Ingénierie, Grand-Saconnex

Akustik AAB - J. Stryjenski & H. Monti SA, Genf

Innenarchitektur Wohneigentum: Yvan Prokesch, Gigon / Guyer

Fotos © Thies Wachter