Donation Albers-Honegger Espace de l’Art Concret

Das neue Museumsgebäude des Espace de l’Art Concret (EAC) wurde für die Donation Albers-Honegger geschaffen, deren Kunstsammlung seit den 1990er-Jahren mit wechselnden Exponaten im kleinen Schloss von Mouans-Sartoux gezeigt wurde. Die Räume im Schloss werden künftig vor allem für Wechselausstellungen verwendet.
Das neue Museum ist nach dem ebenfalls von Albers-Honegger initiierten Kindermalatelier (‚Espace Art, Recherche, Imagination‘) des Architekten Marc Barani der zweite freistehende Ergänzungsbau. Ein drittes kleines Bauwerk, das Préau des Enfants, wurde kurz nach dem Museumsgebäude erstellt. Museumsgebäude und Préau sind in das teilweise sehr steil abfallende Waldstück des Schlossparks gesetzt.
Durch den minimalen, quadratischen Grundriss und die turmartige Höhenentwicklung des Museumsgebäudes mit Auskragungen wurde der Baumbestand des Waldes weitestgehend geschont.
Die Positionierung in der steilen Waldböschung ermöglicht ebenerdige Zugänge auf mehreren Geschossen. Eine Auskragung bildet den Eingangsraum zum Museum und formt gleichzeitig eine Brücke zum bestehenden Weg. Der Zugang zum öffentlichen Konferenzraum und die Anlieferung heben sich ebenfalls durch Ausstülpungen vom Volumen des Baukörpers ab.

Die Positionierung in der steilen Waldböschung ermöglicht ebenerdige Zugänge auf mehreren Geschossen. Eine Auskragung bildet den Eingangsraum zum Museum und formt gleichzeitig eine Brücke zum bestehenden Weg. Der Zugang zum öffentlichen Konferenzraum und die Anlieferung heben sich ebenfalls durch Ausstülpungen vom Volumen des Baukörpers ab.

Der Eingang zum Museum liegt ein halbes Stockwerk über dem ersten Ausstellungsgeschoss. In einem spiralartig angelegten Rundgang werden die halbgeschossig versetzten Stockwerke des Museums über offene Treppen erschlossen. Zwei geschlossene Treppenhäuser mit Oberlicht dienen als Fluchttreppen, bieten den Besuchern aber auch eine Abkürzungsmöglichkeit am Ende des Rundgangs. Sie stellen zusammen mit dem Lift die innere vertikale Verbindung zwischen dem Konferenzraum und den Nebenräumen in den unteren Geschossen her.

Die Anordnung der Ausstellungsräume entlang den Fassaden, die Belichtung mit seitlichen Fenstern und insbesondere die Raumproportionen erinnern eher an die Räumlichkeit eines grossen Wohnhauses als an diejenige eines klassischen Museums. So ergibt sich zwar nicht die vielerorts gewünschte museumsartige, gleichmässige Belichtung der Räume, doch erlaubt diese Lösung gemäss dem ausdrücklichen Wunsch der Stifter ein lebendiges ‚In-Bezug-Setzen‘ der Kunst zur Aussenwelt und eine Wahrnehmung der Werke unter verschiedenen Lichtverhältnissen. Die Fensteröffnungen sind in den verschiedenen Räumen unterschiedlich hoch angeordnet. In Anlehnung an den Typus des Kastenfensters kommen zwei Verglasungen zum Einsatz. Die äussere, auf die Fassade aufgesetzte Glasscheibe übernimmt primär den Wind- und Regenschutz, die innere, zu öffnende Verglasung ist für die Dichtigkeit und die Wärmeisolation verantwortlich. Der Sonnenschutz in Form eines Stoffrollos ist dadurch wind- und wettergeschützt zwischen den beiden Fenstern angeordnet. Dieser Sonnenschutz dient auch dazu, das Fenster bei Bedarf in einen reinen ‚Lichtspender‘, ein leuchtendes Paneel ohne Aussicht, zu verwandeln.

Der Baukörper besteht aus gegossenem Ortbeton. Den Moos- und Algenbefall der Betonoberflächen antizipierend, der sich durch die Nähe zu den Bäumen einstellen wird, ist der Beton grünlich gelb gestrichen. Der helle Gelbgrün-Ton erzeugt interessanterweise zwei vollkommen gegensätzliche Effekte – einerseits eine kontrastierende, leuchtende Wirkung und andererseits eine harmonische Überlagerung mit den wechselnden Farbschattierungen der Bäume.

Ort Mouans-Sartoux, Frankreich

Nutzung Museum, 14 Ausstellungsräumen, Eingangshalle, Konferenzraum, Büros, Nebenräumen

Wettbewerb 1999, 1. Preis

Auslober Wettbewerb Ville de Mouans-Sartoux, Frankreich
Etat, Ville, Conseil Régional PACA, Frankreich
Conseil Général des Alpes-Maritimes, Frankreich

Team GG Eva Geering, Dalila Chebbi, Michael Boesch (P)

Bauingenieur Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Elektrotechnik Elkom Partner AG, Chur

Haustechnik 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Fotos Gigon Guyer

Erweiterung der Sammlung Espace de l’Art Concret, Phase 1

Ort Mouans-Sartoux, Frankreich

Nutzung Museumserweiterung

Planung/Ausführung 2014–2018 (nicht realisiert)

Team GG Mike Guyer, Damien Andenmatten (Projektleitung), Nicolas Hunkeler

Maison du Livre et Parking du Château

Ort Mouans-Sartoux, Frankreich

Nutzung Buchhandlung und Parkhaus

Wettbewerb 2005, 1. Preis

Auslober Wettbewerb Ville de Mouans-Sartoux, Frankreich

Team GG Wettbewerb: Gilles Dafflon
Vorprojekt: Gilles Dafflon (Projektleitung), Andri Gartmann, Christine Jahn

Kontaktarchitekten Actom Architecture, Valbonne, Frankreich

Bauingenieur Büro GLI, Nizza, und
SETEF, Nizza, Frankreich

Haustechnik Büro GLI, Nizza, und
SETEF, Nizza, Frankreich

Préau des Enfants

Der Préau* des Enfants ist Teil des im Schloss von Mouans-Sartoux angelegten Kunstzentrums Espace de l’Art Concret. Auf Initiative des Stifters wurde der kleine Ausstellungspavillon für das kunstpädagogische Programm kurz nach der Eröffnung des Museumneubaus erstellt.
Der im Schlosspark liegende Baukörper ist über mehrere Pfade fussläufig erreichbar. Ähnlich einem grossen Fenster öffnet er sich zur Natur und rahmt diese. Dabei bildet die horizontale Struktur des hellen, in Sichtbeton gefertigten Pavillons, einen Kontrast zu den dunklen, senkrechten Stämmen der Bäume.

Die massiven Wände und das Dach des Préaus laufen nach innen flügelförmig zusammen. Eine mittig freistehende Wand, mit wettergeschützt eingelassenen Schaukästen zu beiden Seiten, teilt den offenen Raum, so dass zeitgleich Kurse und Veranstaltungen stattfinden können. Zwei lange niedrige Bänke aus Massivholz entlang der offenen Seiten bieten Platz für ganze Schulklassen und dienen als Sitz- oder Stellfläche.
Die Innenwände sind glatt ausgeführt und weiss beschichtet. Aussen ist der Beton roh belassen, dessen sichtbare Holzschalung der Oberfläche eine organische Textur verleiht. So fügt sich das objekthafte Gebäude in seine Umgebung ein, zwischen zeitgenössische Kunst und Natur.

* franz.: überdachter offener Schulhof Pavillon

Ort Mouans-Sartoux, Frankreich

Nutzung Ausstellungspavillon, Kinderatelier

Planung/Ausführung 2003

Bauherrschaft Ville de Mouans-Sartoux
Finanzierung: Michael Hilti und Gottfried Honegger

Team GG Gilles Dafflon (Projektleiter), Leander Morf

Kontaktarchitekten BET G.L. Ingénierie, Nizza, Frankreich

Bauingenieur Dr. Lüchinger + Meyer, Zürich

Fotos © Serge Demailly

Donation Albers-Honegger Espace de l’Art Concret

Das neue Museumsgebäude des Espace de l’Art Concret (EAC) wurde für die Donation Albers-Honegger geschaffen, deren Kunstsammlung seit den 1990er-Jahren mit wechselnden Exponaten im kleinen Schloss von Mouans-Sartoux gezeigt wurde. Die Räume im Schloss werden künftig vor allem für Wechselausstellungen verwendet.
Das neue Museum ist nach dem ebenfalls von Albers-Honegger initiierten Kindermalatelier (‚Espace Art, Recherche, Imagination‘) des Architekten Marc Barani der zweite freistehende Ergänzungsbau. Ein drittes kleines Bauwerk, das Préau des Enfants, wurde kurz nach dem Museumsgebäude erstellt. Museumsgebäude und Préau sind in das teilweise sehr steil abfallende Waldstück des Schlossparks gesetzt.
Durch den minimalen, quadratischen Grundriss und die turmartige Höhenentwicklung des Museumsgebäudes mit Auskragungen wurde der Baumbestand des Waldes weitestgehend geschont.
Die Positionierung in der steilen Waldböschung ermöglicht ebenerdige Zugänge auf mehreren Geschossen. Eine Auskragung bildet den Eingangsraum zum Museum und formt gleichzeitig eine Brücke zum bestehenden Weg. Der Zugang zum öffentlichen Konferenzraum und die Anlieferung heben sich ebenfalls durch Ausstülpungen vom Volumen des Baukörpers ab.

Die Positionierung in der steilen Waldböschung ermöglicht ebenerdige Zugänge auf mehreren Geschossen. Eine Auskragung bildet den Eingangsraum zum Museum und formt gleichzeitig eine Brücke zum bestehenden Weg. Der Zugang zum öffentlichen Konferenzraum und die Anlieferung heben sich ebenfalls durch Ausstülpungen vom Volumen des Baukörpers ab.

Der Eingang zum Museum liegt ein halbes Stockwerk über dem ersten Ausstellungsgeschoss. In einem spiralartig angelegten Rundgang werden die halbgeschossig versetzten Stockwerke des Museums über offene Treppen erschlossen. Zwei geschlossene Treppenhäuser mit Oberlicht dienen als Fluchttreppen, bieten den Besuchern aber auch eine Abkürzungsmöglichkeit am Ende des Rundgangs. Sie stellen zusammen mit dem Lift die innere vertikale Verbindung zwischen dem Konferenzraum und den Nebenräumen in den unteren Geschossen her.

Die Anordnung der Ausstellungsräume entlang den Fassaden, die Belichtung mit seitlichen Fenstern und insbesondere die Raumproportionen erinnern eher an die Räumlichkeit eines grossen Wohnhauses als an diejenige eines klassischen Museums. So ergibt sich zwar nicht die vielerorts gewünschte museumsartige, gleichmässige Belichtung der Räume, doch erlaubt diese Lösung gemäss dem ausdrücklichen Wunsch der Stifter ein lebendiges ‚In-Bezug-Setzen‘ der Kunst zur Aussenwelt und eine Wahrnehmung der Werke unter verschiedenen Lichtverhältnissen. Die Fensteröffnungen sind in den verschiedenen Räumen unterschiedlich hoch angeordnet. In Anlehnung an den Typus des Kastenfensters kommen zwei Verglasungen zum Einsatz. Die äussere, auf die Fassade aufgesetzte Glasscheibe übernimmt primär den Wind- und Regenschutz, die innere, zu öffnende Verglasung ist für die Dichtigkeit und die Wärmeisolation verantwortlich. Der Sonnenschutz in Form eines Stoffrollos ist dadurch wind- und wettergeschützt zwischen den beiden Fenstern angeordnet. Dieser Sonnenschutz dient auch dazu, das Fenster bei Bedarf in einen reinen ‚Lichtspender‘, ein leuchtendes Paneel ohne Aussicht, zu verwandeln.

Der Baukörper besteht aus gegossenem Ortbeton. Den Moos- und Algenbefall der Betonoberflächen antizipierend, der sich durch die Nähe zu den Bäumen einstellen wird, ist der Beton grünlich gelb gestrichen. Der helle Gelbgrün-Ton erzeugt interessanterweise zwei vollkommen gegensätzliche Effekte – einerseits eine kontrastierende, leuchtende Wirkung und andererseits eine harmonische Überlagerung mit den wechselnden Farbschattierungen der Bäume.

Ort Mouans-Sartoux, Frankreich

Nutzung Museum, 14 Ausstellungsräumen, Eingangshalle, Konferenzraum, Büros, Nebenräumen

Wettbewerb 1999, 1. Preis

Planung/Ausführung 2001–2003

Bauherrschaft Ville de Mouans-Sartoux, Frankreich
Etat, Ville, Conseil Régional PACA, Frankreich
Conseil Général des Alpes-Maritimes, Frankreich

Geschossfläche 1’829 m2

Team GG Planung/Ausführung: Mike Guyer, Gilles Dafflon (Projektleitung), Eva Geering, Katja Fröhlich
Wettbewerb: Mike Guyer, Eva Geering, Dalila Chebbi, Michael Boesch (P)

Bauleitung BET G.L. Ingénierie, Nizza, Frankreich

Bauingenieur BET G.L. Ingénierie, Nizza, Frankreich
Vorprojekt: Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Elektrotechnik BET G.L. Ingénierie, Nizza, Frankreich
Vorprojekt: Elkom Partner AG, Chur

Haustechnik BET G.L. Ingénierie, Nizza, Frankreich
Vorprojekt: 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Fotos © Serge Demailly
© André Morin