An der Badenerstrasse in Zürich, nahe dem Stadion Letzigrund, wird ein Wohn- und Geschäftshaus aus den 30er Jahren durch einen Neubau ersetzt. Der Entscheid zugunsten eines Ersatzneubaus erfolgte jedoch erst nach sorgfältiger Prüfung aller notwendigen Ertüchtigungsmassnahmen, die zur Erfüllung der heutigen Standards und strengeren Normen in den Bereichen Lärmschutz, Barrierefreiheit, Erdbebensicherheit, Brandschutz und Energieeffizienz erforderlich gewesen wären. Dabei zeigte sich hier, dass eine Ertüchtigung des Bestandsgebäudes nur mit unverhältnismässigem baulichem, technischem und wirtschaftlichem Aufwand möglich gewesen wäre.
Der Neubau öffnet sich im Erdgeschoss mit grosszügig verglasten Ateliers und den geräumigen Hauseingängen zur Badenerstrasse. Zwei Treppenhäuser prägen die Silhouette der Strassenfassade. Das gegliederte Bauvolumen umfasst fünf Vollgeschosse sowie ein Attikageschoss. Die profilierten Fassaden erzeugen je nach Ausrichtung, Tages- und Jahreszeit ein lebendiges Licht- und Schattenspiel und Begrünungen akzentuieren das Sockelgeschoss.
Anstelle von vormalig 18 Wohnungen können im neuen Baukörper 32 Wohnungen angeboten werden und sämtliche lärmempfindlichen Wohnräume und Loggien orientieren sich Richtung Südwesten zum ruhigen, dicht begrünten Garten.
Der Verzicht auf eine Tiefgarage zugunsten eines minimalen Untergeschosses und eine einfache, schlanke Tragkonstruktion tragen zur Reduktion von „grauen“ CO2-Emissionen für die Erstellung bei. Ein gut gedämmte Gebäudehülle, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für die Heizwärme- und Warmwassererzeugung und Photovoltaikelemente auf dem Dach lassen auch für den Betrieb sehr gute Werte erwarten.