Schule Wiesental

Ort Baar

Nutzung Primarschule, Doppelturnhalle, schulergänzende Betreuung

Wettbewerb 2018

Geschossfläche 16'683 m2

Auslober Wettbewerb Einwohnergemeinde Baar

Team GG Annette Gigon, Stefan Thommen, Daniel Hurschler, Ivana Beljan

Landschaftsarchitektur Bischoff Landschaftsarchitektur GmbH, Baden

Bauingenieur WaltGalmarini AG, Zürich

Haustechnik 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Bildungszentrum Grevas

Ort St. Moritz

Nutzung Bildungszentrum, Primar- und Oberstufe, Dreifachturnhalle

Wettbewerb 2019

Bauherrschaft Gemeinde St. Moritz

Geschossfläche 13'844 m2

Team GG Annette Gigon, Stefan Thommen, Lukas Kübli, Eva Rosenova

Landschaftsarchitektur Raderschall Partner AG, Meilen

Bauingenieur Conzett Bronzini Partner AG, Chur

Haustechnik 3-Plan Haustechnik, Winterthur

Sekundarschulhaus Im Isengrind

Ort Zürich-Affoltern

Nutzung Sekundarschule mit 20 Klassen + Gruppenräume, Doppel-Turnhalle, Mensa + Betreuung, Musikschule MKZ

Wettbewerb 2020

Geschossfläche 11‘590 m2

Auslober Wettbewerb Stadt Zürich, Amt für Hochbauten (AHB)

Team GG Mike Guyer, Damien Andenmatten, Alois Merkt

Landschaftsarchitektur Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH, Zürich

Bauingenieur WaltGalmarini AG, Zürich

Rösslimatt Baufeld B+C

Ort Luzern

Nutzung Büros, Gewerbe

Wettbewerb 2020, 2. Preis

Planung/Ausführung 2019–2020

Geschossfläche 21'498 m2

Auslober Wettbewerb SBB Immobilien

Team GG Mike Guyer, Stefan Thommen, Lukas Kübli

Landschaftsarchitektur Bischoff Landschaftsarchitektur GmbH, Baden

Kosten/Terminplanung Ghisleni Partner AG, Rapperswil

Bauingenieur EBP Schweiz AG, Zürich

Elektrotechnik Meyer + Partner AG, Stäfa

Haustechnik 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Bauphysik BAKUS Bauphysik & Akustik GmbH, Zürich

Brandschutz Makiol Wiederkehr AG, Beinwil am See

MSRL Boxler Engineering AG, Rapperswil-Jona

Fassadenplanung Reba Fassadentechnik AG, Chur

Aufzugsanlagen Liftberatung UP GmbH, Romanshorn

Nachhaltigkeit EBP Schweiz AG, Zürich

Stadtraum HB Zürich

Ort Zürich

Wettbewerb Testplanung: 2004
ARGE HB Zürich Theo Hotz AG, Burkhalter Sumi Architekten, Annette Gigon / Mike Guyer Architekten

Auslober Wettbewerb SBB Immobilien
Stadt Zürich
Die Schweizerische Post Immobilien

Team GG Pieter Rabijns, Stefan Thommen

Maison du Livre et Parking du Château

Ort Mouans-Sartoux, Frankreich

Nutzung Buchhandlung und Parkhaus

Wettbewerb 2005, 1. Preis

Auslober Wettbewerb Ville de Mouans-Sartoux, Frankreich

Team GG Wettbewerb: Gilles Dafflon
Vorprojekt: Gilles Dafflon (Projektleitung), Andri Gartmann, Christine Jahn

Kontaktarchitekten Actom Architecture, Valbonne, Frankreich

Bauingenieur Büro GLI, Nizza, und
SETEF, Nizza, Frankreich

Haustechnik Büro GLI, Nizza, und
SETEF, Nizza, Frankreich

Steinbildhauerschule St.Gallen

Die Gebäudetrakte der Steinbildhauer­schule sind auf dem fla­chen Teil des Geländes so situiert, dass sie das Grundstück gegen die Erschlies­sungsstrasse hin in einen Eingangs­platz und gegen Süden in einen Werk­hof gliedern. Der steile Teil des Grundstückes bleibt unüberbaut.

Aus den aus Gründen der Bodenbeschaffenheit nötigen Pfahlfundamenten des Gebäudes leitet sich die Skelettbauweise als Baustruk­tur ab. Die Tragkonstruktion besteht aus massiven Backsteinpfeilern bzw. Backsteinmau­erwerk als Ausfachung. Sowohl die Backsteinpfei­ler als auch die Mauerwerksausfa­chungen erreichen dank der zusätzlichen Luft­kammern des Backsteines und der entsprechen­den Massivität der Pfeiler ohne weitere Isolationsmate­rialien den vorge­schriebenen Wärmeschutz. Die Decken des Schultraktes bestehen aus Stahltonelemen­ten.

Im Inneren sind die Backsteinpfeiler fein verputzt oder ge­schlämmt. Die Bodenbeläge des Schultraktes beste­hen aus roten Ton- bzw. Keramikplat­ten. Sie sind also ebenfalls aus ge­branntem Material gefertigt, im Unterschied zum Mauerwerk aber roh belassen.  Nach aussen ist das Mauerwerk verputzt.

Die Architektur, wie auch die Materiali­sierung der Steinbildhau­erschule sind bewusst schlicht gehalten. Den eigentlichen «Reichtum» des Gebäudes werden die Arbei­ten der Steinhauer-, Bildhauer- und Steinmetzlehrlinge bilden. Schüler­arbeiten sollen nicht nur im Werk­hof aufge­stellt sein oder ab und zu eine Wand schmücken, sondern inte­graler Bestandteil der Architektur der Schule werden.

Alljährlich könnten ein oder auch zwei «Fensteröffnungen» mit von Schülern angefertigten Steingewän­den ausgekleidet werden. Die Gewände würden aus verschie­denen Steinsorten fabriziert. Sie wären ge­stockt, scharriert oder geschliffen, und wiesen Schrif­ten oder Halbreliefs auf; von der Architektur her ist einzig das Mass der Maueröff­nung und eine maximale Steinstärke in Bezug auf das Fenster­lichtmass bestimmt. Die Steinarbeiten sollten durch die Schüler selbst versetzt werden.

Die Fensterbänke aus wetterbeständi­gem, bakeli­siertem Sperr­holz sind also nur Provisorien. Sie erfüllen ihren Zweck bis zu dem Zeit­punkt, da sie Stück für Stück, Jahr für Jahr durch Steingewände oder Steinbänke aus der «Produktion» der Gewerbe­schule er­setzt werden.

Hinsichtlich der Verwendung von Steingewänden und verputztem Mau­erwerk nimmt die Steinbildhauerschule Be­zug auf die klassizistischen Schulhausarchitekturen der Region. Die Skelettbauweise und die Aus­bildung der Oberlich­ter mit Sheds verweisen darüber hinaus auf den gewerblichen Charakter der Schule.

Ort St.Gallen

Wettbewerb 1990, 2. Preis

Team GG Dieter Bachmann, Judith Brändle

Bauingenieur Aerni + Aerni, Zürich

Weitere Beratung und Steinmetzarbeiten Modell: Bildhauerin Ruth Gossweiler, Zürich

Bibliothekserweiterung Winterthur

Das historische Gebäude der Architekten Rittmeyer & Furrer von 1914, in dem drei Institutionen untergebracht sind – die Bibliothek, die Naturwissenschaftliche Sammlung und das Kunstmuseum – soll, nachdem eine provisorische Erweiterung für die Museumsnutzung auf privater Basis erstellt wurde, auch für die Bibliotheksnutzung erweitert werden.

Das Projekt sucht den historischen Bau in seiner äusseren Erscheinung wie auch im Inneren möglichst wenig zu verändern. Die Fassaden werden folglich nicht tangiert, aus dem bestehenden, zur Versorgung mit Licht und Luft nötigen Aussenhof  wird kein klimatisierter Innenraum gemacht. Der Hauptteil der Bibliothekserweiterung – die neue Ausleihe, der neue Lesesaal und die Studienbibliothek – befinden sich in denjenigen Teilen des Grundstücks, die nicht der Altbau einnimmt.

Der Erweiterungsbau, der sich mit den drei Restflächen um und im bestehenden Gebäude bescheiden muss, findet eine eigene Identität und Regelhaftigkeit in der Art, wie er sich als unterirdisches Gebäude mit Oberlichtkuben nach aussen darstellt. Mit diesen Elementen vermag der Neubau auch in eine präzise architektonische und nicht nur nutzungsmässige Beziehung zum historischen Gebäude zu treten. Die Komposition der gekreuzten steinernen Längsvolumina des Rittmeyer & Furrer-Baus wird durch die transluszenten gläsernen Oberlichtkörper des Neubaus erweitert und ergänzt.

Während des Tages erscheinen die Oberlichtkörper als grosse, weisslich schimmernde, gläserne Kuben und während der Nacht wirken sie als mächtige, leuchtende Laternen.

Die Oberlichtkörper entwickeln sich aus der Stützen-Ebenen-Struktur der eingegrabenen  Baukörper und wachsen als reine Skelettstrukturen ans Licht. Im Gebäudeinneren bilden sie jene Räume aus, die für das konzentrierte individuelle Arbeiten und die Oeffentlichkeit gedacht sind: den Lese- Zeitschriftensaal, die Studienräume und im Hof den Ausleihe- und Empfangsbereich.

Das Projekt folgt dem Idealtypus eines Bibliothekraums: Grosse überhöhte Räume mit Oberlichtern, in denen die Menschen sich in anonymer Gemeinschaft aufhalten und gleichwohl vereinzelt sind durch die Konzentration auf ihre Studienobjekte. Die Struktur des Tragwerks bildet eine feine Raumdivision für die virtuelle Separierung der Studierenden.

Für die drei Institutionen wird vermittels einer grossformatigen Beschriftung mit metallischen Buchstaben geworben, die als mächtige Intarsie in den Bodenbelag des Vorplatzes bzw. in den Dachbelag des neuen Gebäudeteils eingesetzt sind. Die grossen, eingelegten Schriftzüge, über die man geht, auf denen man steht, verweisen über ihre Beschriftungsfunktion hinaus auf die «Tiefgründigkeit» des Bodens unter den Füssen der Besucher.

Der gemeinsame Zugang für die drei Institutionen durch den Portikus wird belassen, so dass das wunderbare Treppenhaus von Rittmeyer & Furrer weitgehend erhalten werden kann. Die Treppe, die heute die drei Institutionen erschliesst, wird durch einen Abgang zum neuen Bibliothekshauptgeschoss ergänzt.

Ort Winterthur

Wettbewerb 1995, 1. Preis

Bauherrschaft Hochbauamt der Stadt Winterthur

Team GG Wettbewerb: Michael Widrig, Urs Birchmeier
1. Projekt: Urs Birchmeier
2. Projekt: Philippe Vaucher (Projektleitung), Markus Jandl

Bauingenieur Dr. Deuring + Oehninger AG, Winterthur

Haustechnik IBG AG Ingenieure, Winterthur

Kurszentrum Rückversicherung

Grundlegend für die Anbindung des neuen Gebäudekomplexes an die Villa war vornehmlich die Gartenanlage: Ein Zusammenspiel von formalem, «französischen» Garten, der unmittelbar dem herrschaftlichen Haus zugeordnet ist und sozusagen die Mitte der Anlage darstellt, und einem «englischen» Gartenteil, der den Übergang  zur Landschaft bildet.

Die Harmonie zwischen Villa und geometrischem Garten respektierend, sind die neuen  Volumina in freier Form im landschaftlichen Teil des Parkes angeordnet, indem sie die gärtnerisch gestaltete Topographie des Gartens gleichsam kubisch nachvollziehen.

Der Hauptbaukörper mit dem Forum und den Konferenzräumen ist auf den künstlichen Hügel gesetzt und gibt den Blick frei in den Park und über die Baumkronen hinaus auf den See. Der Zimmertrakt orientiert sich als einbündige Anlage gegen Süden und die Landschaft.

Der Raum zwischen Forum und Zimmertrakt bildet die Ankunfts- und Erschliessungshalle. Von hier aus führt der Weg über eine breite Treppe entlang dem Zimmertrakt hinunter zum «französischen» Garten und von dort entlang der Begrenzungsmauer zu den Verpflegungsräumen und Sitzungszimmern der Villa.

Eine Charakteristikum des Versicherungsgeschäfts, die Redundanz, spiegelt sich im Aufbau des Gebäudes. Die Konstruktion der beheizten Räume besteht aus zwei betonierten, selbsttragenden Wänden mit isoliertem Zwischenraum. Die nicht beheizten Räume sind einschalig gebaut. Stahlstützen erlauben relativ grosse Öffnungen. Sie lassen sich als eine Art freigelegter, «massiver Armierung» verstehen. Weiter bilden äussere, leicht getönte, einfachverglaste Schiebefenster gegen Süden, Westen und Osten ähnlich Sonnenbrillen den primären Sonnenschutz vor den innenliegenden, isolierenden Schiebefenstern mit farblosem Glas. Im Zwischenraum ist Platz für den zusätzlich regulierbaren Sonnen- und Blendschutz, wobei das Kastenfensterprinzip die Windunempfindlichkeit der Verdunkelungssysteme unterstützt.

Die  farbige Tönung der äusseren Sonnenschutzgläser erzeugt im Inneren eine leichte Färbung der Räume. In den Erschliessungsräumen ergeben die verschiedenen Farben der Verglasung eine feine Polychromie des Lichts.

Ort Rüschlikon

Wettbewerb 1995, Ankauf

Auslober Wettbewerb Schweizerische Rückversicherung Zürich

Team GG Urs Birchmeier, David Leuthold

Bauingenieur Aerni + Aerni, Zürich