Museum Folkwang

Ort Essen, Deutschland

Nutzung Erweiterung Museum (Neubau und Umbau): Ausstellungsfläche, Foyer, Museumspädagogik, Lager, Technik, Restaurant, Veranstaltungsfläche, Werkstätten, Büros, Bibliothek, Sammlung, Depot

Wettbewerb 2007, 3. Preis

Geschossfläche 11'930 m2

Auslober Wettbewerb Stadt Essen

Team GG Raphaela Schacher (Projektleiterin), Karsten Buchholz , Andri Gartmann, Brigitte Rüdel, Pieter Rabijns, Ivana Vukoja, Raul Mera

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich

Bauingenieur Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Elektrotechnik Elkom Partner AG, Chur

Haustechnik Waldhauser Haustechnik AG, Münchenstein

Tageslichttechnik Institut für Tageslichttechnik Stuttgart, Deutschland

Kunstlichttechnik Lichtdesign Ing.gesellschaft mbH, Köln, Deutschland

Erweiterung Städel Museum

Der neue Erweiterungsbau des Städelmuseums ergänzt den Gartenflügelanbau (der Architekten von Hoven und Heberer) und den Westflügelannex (von Peichl) zu einer Gebäudekonfiguration, die den Gartenraum umschliesst. Sie belässt diesen Grünraum jedoch für den Festsaal nutzbar sowie weiterhin von der Strasse aus zugänglich und erlebbar.
Die strassenseitige Vorgartenzone mit reichem Baumbestand erfährt eine Öffnung die den  Blickbezug auf den Erweiterungsbau und in den Hofgartenraum ermöglicht. Grüne ‚Pflanzteppiche’ mit Birken und Robinien wechseln sich dort mit einem hellen Kies-Ton-Belag ab und Skulpturen sowie Sitzgelegenheiten bilden künftig die ‚Möblierung’.
Der Erweiterungsbau schließt mit seinem ‘Kopf’ als brückenartiges, eingeschossiges Volumen an das Hauptausstellungsgeschoss des historischen Gartenflügels an. Der Hauptkörper der Erweiterung liegt als schlanker, dreigeschossiger Riegel parallel zur Kunstakademie und zum Gartenflügel und dockt im rechten Winkel an den Westflügel an. Der Neubau bildet mit seinem Volumen weitgehend die Wegeführung in seinem Innern ab.

Über das große bestehende Haupttreppenhaus und den Gartenflügel gelangen die Besucher in den neuen Erweiterungsbau. Der 'Kopf' des Neubaus wird durch den östlichen Erschließungstrakt gebildet, beginnend mit dem Verteil- und Orientierungsraum, der an den Gartenflügel andockt. Von hier führt einer der möglichen Rundgänge hinauf zu den Sälen des zweiten Obergeschosses, über den westlichen Treppenraum in die Kunsträume des ersten Obergeschosses und zurück zum ‚Kopf’, ins 'Gartenzimmer' und die erdgeschossigen Ausstellungsräume. Das ‚Gartenzimmer’ ist als Kunst-Café vorgesehen. Hier interagieren Innen und Außen, Strasse und Gartenraum, Kunst- und Kaffeegenuss.
Die Ausstellungsräume sind zurückhaltend gestaltet: Parkettböden mit Dielen aus Räuchereiche, fein verputzte, gestrichene Wände und Decken mit Fluoreszenzleuchten bilden den ruhigen ‚Hintergrund’ der Kunstwerke. Fenster in Form von kristallartigen, unterschiedlich auskragenden gläsernen ‚Erkern’ bieten sich den Besuchern auf dem Rundgang von Raum zu Raum als Orientierungspunkte und Pausenzonen an. Die Ausstellungsräume auf den drei Ebenen im Hauptbaukörper sind so beschaffen, dass sie eine Vielzahl von möglichen Bespielungen erlauben, insbesondere die spannungsvolle Interaktion von Museumssammlung und Sammlungskonvoluten. Dazu trägt sowohl die stützenfreie Überspannung der Gebäudetiefe, als auch die Lüftungsführung in den Außenwänden bei. Die lichten Raumhöhen von 5.45 Metern ermöglichen zudem großzügige räumliche Zusammenhänge.
Die Tragkonstruktion des Erweiterungsbaus ist in Beton gefertigt. Eine Fassadenhülle aus rhythmisch gefalteten Edelstahlblechen schützt die Isolationsschichten. Es ist eine Verkleidung, die den Himmel, die historischen Bauten und die Bäume vielfach wiedergibt. Der Baukörper spielt und arbeitet mit dem Licht – durch die facettenreiche Reflektion seiner Umgebung gewinnt er Präsenz und erzeugt aber gleichzeitig Weite und Distanz zu den bestehenden Museumsbauten.

Ort Frankfurt am Main, Deutschland

Nutzung Erweiterung und Einbindung in das Raumprogramm: Ausstellungsfläche, Foyer, Bibliothek, Buchhandlung, Lager, Technik, Verwaltung, Werkstätten

Wettbewerb 2008, 2. Preis ex aequo

Geschossfläche 6‘662 m2

Auslober Wettbewerb Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main, Deutschland

Team GG Ivana Vukoja, Nicolai Rünzi, Karsten Buchholz

Landschaftsarchitektur Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich

Bauingenieur Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Haustechnik Waldhauser Haustechnik AG, Münchenstein

Lichtplanung Lichtdesign Ingenieurgesellschaft mbH, Köln, Deutschland

Kongresshaus Davos

Ort Davos

Nutzung Neuer Kogresssaal, 6 kleine Säle, Foyer, Büros, Presse, Vorbereitungsräume, Technik, Lager, Aussenanlagen, Parkplätze

Wettbewerb 2008, 2. Preis

Geschossfläche 5'500 m2

Auslober Wettbewerb Landschaft Davos Gemeinde

Team GG Nicolai Rünzi, Ivana Vukoja, Karsten Buchholz, Markus Seiler

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich

Bauingenieur DIAG Davoser Ingenieure AG, Davos Platz
Aerni + Aerni Bauingenieure, Zürich

Haustechnik Waldhauser Haustechnik AG, Münchenstein

Bauphysik BAKUS Bauphysik & Akustik GmbH, Zürich

Wohnqartier Blaricummermeent, Teilgebiet B

Ort Blaricum, Niederlande

Nutzung 9 Einfamilienhäuser, 4 Einfamilienhäuser als Wohn-/ Arbeitskombination, 6 Doppelhäuser, 6 Wohnateliers, 3 Mehrfamilienhäuser

Wettbewerb 2008, 2. Preis

Auslober Wettbewerb Gemeinde Blaricum

Team GG Kim Sneyders, Daniela Bergmann, Daniela Schadegg, Andréanne Pochon

Kontaktarchitekten Onix bv, Groningen, Niederlande
ANA architecten, Amsterdam, Niederlande
DAAD architecten bv, Beilen, Niederlande

Landschaftsarchitektur Karres en Brands landschapsarchitecten bv, Hilversum, Niederlande

Erweiterung Kunsthaus Zürich

Das Wettbewerbsprogramm für die Erweiterung des Kunsthaus Zürich sieht gewissermassen eine Verdoppelung des bestehenden Gebäudes vor. Sowohl räumlich als auch hinsichtlich der Nutzung bildet die Erweiterung ein Pendant zum Bestand. Von dieser Prämisse ausgehend wird der Heimplatz mit einem durchgehenden Belag in einen ‚steinernen Teppich‘ im städtischen Raum verwandelt, der beide Häuser über die Strassen hinweg verbindet. Der neue Baukörper öffnet sich mit einer Auskragung und einem Gebäuderücksprung zum Heimplatz und artikuliert eine grosszügige Empfangsgeste.

Gleich den institutionellen Bauten entlang der Rämistrasse besitzt der Museumsneubau eine respektable Grundfläche, aber mit der Gliederung der Dachaufbauten nimmt das Volumen auch Bezug auf die Kleinmassstäblichkeit der angrenzenden Nachbarbauten.

Im Inneren des Neubaus führt ein ‚Platz- und Wegesystem‘ zu den frei zugänglichen Nutzungen, weiter zum rückwärtigen Garten oder zu den Ausstellungsräumen. Es sind grosszügige lichtführende Erschliessungsräume, die den Besuchern Orientierung und auch Sicht ins Freie gewähren: ‚Passagenräume‘ und gleichzeitig Orte der Kunst. Sie dienen der Information, Einstimmung und Erholung.

Im Gegensatz dazu sind die Ausstellungsräume zurückhaltende, konzentrierte, rechtwinklige Räume mit Lichtdecken aus Glas. Unterschiedliche Lichtführungslösungen erlauben nicht nur dosiertes Tageslicht in den Ausstellungsräumen, sondern auch lebendige Lichtstimmungen. Dafür wird das Tageslicht seitlich über aufgesetzte Oberlichträume geleitet. Interessant ist umgekehrt auch die ‚Eigenleuchtkraft‘ des Gebäudes bei abendlichen Veranstaltungen, wenn das Innere hell erleuchtet ist und durch die Oberlichträume Restlicht nach aussen dringt. Entsprechend den Raumtiefen der Ausstellungsräume und der Anzahl der lichtdurchlässigen Glaswände in den Oberlichträumen sind diese Aufbauten unterschiedlich hoch ausgebildet. Diese Gesetzmässigkeit ergibt eine willkommene reliefartige Dachlandschaft.

Die Tragkonstruktion besteht hauptsächlich aus Beton und in den Oberlichträumen aus Stahl. Die Fassade ist im Sinne einer lichtdurchlässigen und ‚lichttragenden‘ Wand gebaut. Sie besteht aus Fenstern und Betonelementen mit Glasbausteinen, deren Abmessungen, Lichtdurchlässigkeit und Transparenz entsprechend den Anforderungen variieren: Die seitlichen Verglasungen der Oberlichträume und deren Lamellenstoren werden durch hinterlüftete Elemente aus grossformatigen geätzten Glasbausteinen geschützt. Vor den isolierten Tragwänden verwendet, machen die Glasbausteine als verschwommene ‚Gucklöcher‘ ansatzweise den Wandaufbau einsehbar. Der Baustoff Glas kommt so in verschiedensten Erscheinungsformen vor: als mattierte oder spiegelnde Gläser, als Scheiben, ‚Steine‘ oder ‚Sonnenkraftwerke‘ (Fotovoltaik), verpixelt, ‚pointillistisch‘ oder grossflächig eingesetzt. Glas gibt dem Gebäude das Gepräge und vermittelt, dass es sich um einen Museumsbau handelt, einen Bautypus, dessen primäre Funktion darin besteht, mit Licht die visuelle Wahrnehmung von Kunstwerken zu ermöglichen.

Ort Zürich

Nutzung Räume für die Kunst, Kunstdepots, Komplementärbereiche, Halle und Besucherservice, Anlässe, Backoffice und Infrastruktur

Wettbewerb 2008, 2. Preis

Geschossfläche 12'750 m2

Auslober Wettbewerb Zürcher Kunstgesellschaft, Stiftung Zürcher Kunsthaus, Stadt Zürich

Team GG Ivana Vukoja, Nicolai Rünzi, Christian Maggioni, Damien Andenmatten, Karsten Buchholz

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich

Bauingenieur Dr. Schwartz Consulting AG, Zug

Haustechnik Waldhauser Haustechnik AG, Münchenstein

Bauphysik BAKUS Bauphysik & Akustik GmbH, Zürich

Tageslichttechnik Arup Lighting, London, Grossbritannien

Lichtplanung Lichtdesign Ingenieurgesellschaft mbH, Köln, Deutschland

Verkehr Enz & Partner GmbH, Zürich

 

Areal Letzibach, Teilareal C

Ort Zürich

Nutzung Wohnen, Büro, Fachhochschule und öffentliche Nutzungen

Wettbewerb 2008

Geschossfläche 40'757 m2

Auslober Wettbewerb Schweizerische Bundesbahnen SBB

Team GG Nicolai Rünzi, Kim Snyders, Karsten Buchholz, Martin Schiess, Luisa Wittgen

Bauleitung Ghisleni Partner AG, Rapperswil

Landschaftsarchitektur Balliana Schubert Landschaftsarchitekten, Zürich

Bauingenieur Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Elektrotechnik IBG Graf AG, St. Gallen

Haustechnik Waldhauser Haustechnik AG, Münchenstein

Sanitär GRP Ingenieure Fachplaner für Sanitär- und Sprinkleranlagen, Luzern

Verkehr Enz & Partner GmbH, Zürich

Farbgestaltung Adrian Schiess, Mouans-Sartoux, Frankreich

Munch Museum und Stenersen Museums-Sammlungen

Der Bau eines neuen Munch/Stenersen Museums in Oslo ist an die städtebauliche Entwicklung des vormaligen Hafengeländes ‚Paulsenkaia‘ geknüpft. Die Attraktivität der Museumsnutzung und der nahen Oper sollen diese vorantreiben. Auf den künstlichen, dem Meer abgerungenen Hafenarealen nahe der neuen Oper wird ein Boulevard mit städtischer Bebauung vorgeschlagen, die im Erdgeschoss Läden, Cafés, Restaurants und in den Obergeschossen Büro- und Wohnnutzungen enthält. Sitzstufen entlang des Flusses Akerselva laden ein, in der Nähe des Wassers zu verweilen. Einige Hafenflächen werden renaturiert. Ein breiter, leicht geneigter Steg führt von der Oper hinaus zum Museum und ragt als Pier ins Meer.

In Form einer ‚schwebenden Halbinsel‘ liegt das Munch/Stenersen Museum zwischen den Fjorden Bjørvika und Bispevika - aufgeständert auf Pfählen über dem Wasser. Eine einladende Eingangshalle bietet den Besuchern Zugang zu Restaurant-, Shop- und Konferenzräumen und leitet zur Sicherheitspassage, die nach dem Raub des berühmten Bildes Der Schrei von Edvard Munch für das Museum von zentraler Bedeutung ist. Ein grosser, zenital belichteter Treppenraum schraubt sich nach oben auf die Ausstellungsebene.

Die sechs grossen Ausstellungsräume sind über eine weite Erschliessungsfläche jeweils unabhängig voneinander begehbar. Letztere bietet nicht nur Raum für Einführungen und didaktische Bespielung, sondern dient mit weiten Panoramafenstern in alle Richtungen auch als Entspannungs- und Zerstreuungszone für die Besucher.

Die unterschiedlich dimensionierten Ausstellungsräume bilden dagegen Orte für den konzentrierten Kunstgenuss. Sie bieten die gewünschte Flexibilität, Unterteilbarkeit und Adaptierbarkeit der Raumhöhe ebenso wie die explizit geforderte Belichtung mit Kunstlicht.

Die Fundierung des Museums auf dem Meeresgrund mit Betonpfählen wird durch die erhöhte Position der Plattform mehrere Meter über dem Meeresspiegel sichtbar gemacht. Der Bau verweist auf die gewünschten Funktionen einer ‚Landmarke‘ oder eines ‚Leuchtturms‘, spielt aber auch auf die Bauform einer Ölplattform oder einer mächtigen Villa auf Pilotis an. Braunrot eingefärbter Beton bildet das durchgehende Konstruktionsmaterial, von den Betonpfählen bis zur Halle des Ausstellungsgeschosses.

Ort Oslo, Norwegen

Nutzung Museum, öffentliche und kommerzielle Nutzungen, Wohn- und Büronutzung

Wettbewerb 2009

Geschossfläche 60’852 m2

Auslober Wettbewerb HAV Eiendom AS, Oslo, Norwegen

Team GG Nicolai Rünzi, Luisa Wittgen, Damien Andenmatten, Karsten Buchholz, Martin Schiess, Thomas Möckel

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich

Bauingenieur Dr. Schwartz Consulting AG, Zug

Haustechnik Waldhauser Haustechnik AG, Münchenstein

Erweiterung Kunstmuseum Basel

Aufgrund der Schenkung eines Grundstücks vis-à-vis des Kunstmuseums ergab sich erneut die Möglichkeit zu einer substanziellen baulichen Erweiterung. Das Wettbewerbsprojekt antwortet mit seinen Dimensionen auf die Massstäblichkeit des Altbaus von Paul Bonatz und Rudolf Christ und von dessen Nachbarn entlang der Dufourstrasse. Durch seine Oberlichtdachaufbauten und die feine plastische Gliederung steht das Volumen aber auch im Dialog mit den kleinteiligeren Gebäuden der St.Alban-Vorstadt. Seine Fassadenteilung und Materialisierung ermöglichen die Integration des grossen Bauvolumens in das städtebauliche Muster, ohne dabei den Anspruch auf eine Rolle als primäres städtisches Element aufzugeben.

Ein direkter Zugang von der Dufourstrasse steht für Eventnutzungen zur Verfügung. Die hauptsächliche Erschliessung und Anbindung an das bestehende Kunstmuseum geschieht jedoch unterirdisch. Eine Kaskadentreppe führt im historischen Gebäude auf das Niveau des Verbindungstraktes, wo die Besucher bereits Ausstellungsräume vorfinden. Im Erweiterungsbau verbindet eine grosse zweiläufige Treppe alle Ebenen. Im Erdgeschoss sind das Foyer und die Kunstanlieferung angeordnet. Im ersten Obergeschoss und Untergeschoss befinden sich die Räume für die Sammlung und im zweiten Obergeschoss diejenigen für die Sonderausstellung.

Die Grundrissanlage geht von rechtwinkligen Ausstellungsräumen aus. Die komplexen Zwischenräume - das Foyer und der Verbindungstrakt eingeschlossen - dienen als Zirkulations-, Einstimmungs- und Didaktikzonen. Immer wieder bieten sie Ausblicke ins Freie an und formen Pausenbereiche für die Besucher. Die Wege durch die Ausstellungsräume sind auf jedem Geschoss als Rundgänge angelegt, die durch die Zirkulationsräume in Sequenzen gegliedert werden.

Die Ausstellungsräume im zweiten Obergeschoss werden über eine gläserne Lichtdecke zenital mit Tageslicht versorgt. Der darüberliegende Oberlichtraum empfängt das Licht über ein gläsernes Dach mit geätzten Scheiben und rasterartig angeordneten, schattenspendenden Fotovoltaik-Elementen. Im ersten Obergeschoss werden die Sammlungsräume über ein seitliches Oberlicht belichtet. Das Foyer wendet sich mit grossen Fenstern der Umgebung zu.

Beton- und Stahlbau bilden die vorherrschende Konstruktionsweise. Das Gebäude besitzt eine Schottenstruktur, deren Wände und Decken statisch zusammenwirken. Die Oberflächen der Zwischenzonen und Treppenhäuser ebenso wie die der Fassaden sind in beigem Kalksteinbeton materialisiert. Die Fassaden bestehen aus einer Stapelung von gegossenen, ‚leeren‘ oder ‚gefüllten‘ Rahmenelementen.

Ort Basel

Nutzung Ausstellungsräume, Foyer, Depot, Nebenräume, Technik, Anlieferung, Verbindungstrakt zum Haupthaus

Wettbewerb 2009

Geschossfläche 11‘460 m2

Auslober Wettbewerb Kanton Basel-Stadt

Team GG Bettina Gerhold, Katharina Löble, Thomas Möckel, Hauke Jungjohann, Arend Kölsch, Rus Maria Carnicero Moreno

Bauleitung Ghisleni Partner AG, Rapperswil

Bauingenieur Conzett Bronzini Partner AG, Chur

Elektrotechnik Eplan AG, Basel

Haustechnik Ernst Basler + Partner AG, Zürich

Bauphysik BAKUS Bauphysik & Akustik GmbH, Zürich

Brandschutz Makiol Wiederkehr AG, Beinwil am See

Lichtplanung Institut für Tageslichttechnik Stuttgart, Deutschland

Fassadenplanung Ernst Basler + Partner, Zürich

Verkehr Ernst Basler + Partner, Zürich

Kulturzentrum Les Arts

Seit Jahrzehnten finden in Gstaad das «Menuhin Festival» und die «Sommets Musicaux» statt. Dem hohen internationalen Renommee der Festivals entsprechend, sollen die Musikveranstaltungen künftig in einem neuen, zentral am Bahnhof gelegenen Kulturzentrum mit grossem Konzertsaal stattfinden. Auch Ausstellungsräume für Kunst und ein Restaurant gehören zum Raumprogramm des neuen Zentrums.

Das architektonische und städtebauliche Konzept des Entwurfs geht von einem festlichen Gebäude aus und gleichzeitig von einem alltäglichen. Es stellt eine mondäne Architektur dar, ebenso wie eine lokal verankerte, heimatliche. Das grosse Gebäude am Hang reagiert auf den Bahnhofsplatz und die benachbarten kleinteiligen Bauten mit einem moderat dimensionierten Volumenteil, der die Gleise überspannt und eine einladende Geste formuliert. Die unterschiedlichen Dachneigungen und -formen rhythmisieren den Baukörper und balancieren zwischen expressiven und tradierten Dachschrägen. Die Faltungen und gegenläufigen Knicke bilden im Bereich der Ausstellungsräume und des Foyers Oberlichter aus. Sie legen sich als ruhige Dachflächen über den Konzertsaal, formen die ausgreifenden Bahnsteigüberdachungen und den kleineren Eingangskörper am Bahnhofsplatz.

Eine breite Treppenanlage führt hier zum Restaurant im Obergeschoss mit Blick auf den Platz. Von dort leitet das grosszügige Foyer zum Konzertsaal und den Ausstellungsräumen. Die Museumsräume im östlichen Teil des Volumens sind ebenso wie das Foyer mineralisch materialisiert. Sie sind unterschiedlich proportioniert und werden über hohe Sheds oder mit seitlichen Fenstern mit Tageslicht beleuchtet. Ein Rundgang führt vom ersten Geschoss zur tieferen Ebene und wieder nach oben.

Der Konzertsaal selbst basiert auf einem Quader als Grundform. Er besitzt unterschiedlich fein modellierte Holzauskleidungen, welche die feinteiligen Reflexionsoberflächen für einen reichen, ausgewogenen Klang bilden. Die Erscheinung des Konzertsaales ist die eines hellen, warmen, hölzernen Raumes. Metallische Partikel - Goldmessing, Neusilber und Kupfer - schimmern in den Poren der Hölzer, denn der Saal wird seinerseits als mächtiges, räumliches ‚Instrument‘ interpretiert: als Raum, der die Klänge einfängt und wiedergibt und deshalb die Materialität der hölzernen und metallischen Musikinstrumente ‚aufscheinen‘ lässt.

Die Konstruktion des Saals ist zum Zwecke der akustischen Entkoppelung doppelt geführt. Das Tragwerk besteht aus Beton- und Stahlträgern, welche die grossen Spannweiten und die jeweils unterschiedlichen Dachausbildungen über den verschiedenen Räumen bewerkstelligen. Die Gebäudehülle aus Kupferbahnen verkleidet die Dächer und Fassaden, sie bildet zudem einen Faraday’schen Käfig gegen störende Einflüsse der Eisenbahn. Die braune Farbe des Kupfers antwortet darüber hinaus auf die Farbtöne der traditionellen Holzbauten und integriert den zeitgenössischen Bau in das Ortsbild von Gstaad.

Ort Gstaad

Nutzung Kulturzentrum

Wettbewerb 2010, 3. Preis

Geschossfläche 16‘100 m2

Auslober Wettbewerb Verein Les Arts Gstaad

Team GG Bettina Gerhold, Katharina Löble, Thomas Möckel, Roger Sidler

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich

Bauingenieur Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Haustechnik Ernst Basler + Partner AG, Zürich

Bauphysik Applied Acoustic GmbH, Gelterkinden

Brandschutz Makiol Wiederkehr AG, Beinwil am See

Verkehr Ernst Basler + Partner AG, Zürich

Musée National des Beaux-Arts du Québec

Ort Québec, Kanada

Nutzung Erweiterung Musée National des Beaux-Arts du Québec

Wettbewerb 2009

Auslober Wettbewerb Musée National des Beaux-Arts du Québec

Team GG Daniel Friedmann, Luisa Wittgen, Thomas Möckel, Vanessa Tardy