Projektkategorie: Studien/Wettbewerbe
Bürohochhaus CreaTower I mit städtebaulichem Konzept CreaTower II
Im Tech Cluster Zug entstehen in zwei Etappen das Bürohochhaus Crea I (40 Meter) und der Wohnturm Crea II (60 Meter) mit einem grossen Sockel. Sie bilden mit der Skulptur Semiramis (Gramazio Kohler Research, ETH Zürich) ein ausgewogenes Ensemble und einen zentralen Platz.
Das zehngeschossige Bürogebäude wird Firmensitz der VZ Depotbank und ist über eine Arkade zum öffentlichen V-Platz erschlossen. Der Neubau hat ein annähernd quadratisches Stützenraster mit einem leicht azentrisch gesetzten, zweiteiligen Kern. In den Feldern entlang der Fassaden befinden sich die Arbeitsplätze in verschiedenen Anordnungen, die Sitzungszimmer und die eingeschobenen, doppelgeschossigen Terrassen. Die inneren vier Felder unmittelbar am Kern sind Ort des Austausches und der informellen Treffen, mit sich spiralförmig hochstufenden, doppelgeschossigen Räumen und offenen Wendeltreppen. Es ist die offene Mitte mit horizontalen und vertikalen Sichtverbindungen, welche die Geschosse, mit unterschiedlich grosszügigen Höhen, zu einer durchgehenden, inspirierenden Arbeitslandschaft verbindet. Die Abfolge dieser vielfältigen Räume gibt den Nutzenden eine Atmosphäre von Massstäblichkeit und Intimität. Die Terrassen sind stark begrünt, stufen sich paarweise zueinander versetzt in die Höhe und verbinden räumlich drei Geschosse.
Der Rohbau mit der Gewölbe-Stützen Struktur auf zwei Untergeschossen ist 33% leichter und hat 35% weniger CO2 Emissionen als eine konventionelle Konstruktion. Dabei leistet die Gewölbe-Stützen Struktur mit 66% weniger Masse und 69% weniger CO2 Emissionen gegenüber einer konventionellen Flachdecke einen bedeutenden Beitrag zur Nachhaltigkeit.
Rocket und Tigerli, Lokstadt, Baufeld 4B
Überbauung der Schoeller-Hardturm-Areale
heute: Limmatwest
Das Areal der ehemaligen Textilfärberei Schoeller Hardturm AG besetzt ein längliches Grundstück zwischen Limmat und Hardturmstrasse (Areale A+B) und eine quer dazu liegende Parzelle (C). Nach Einstellung der Produktion Ende der 1980er Jahre und der sich ankündigenden neuen Bauordnung, die die Areale entlang des Flusses von der Industrie- zur Wohn- und Dienstleistungszone befördern sollte, luden die Eigentümer 15 Architekturbüros zum Wettbewerb ein.
Bürogebäude
Der Baukörper reiht sich volumetrisch in die Serie der kompakten, grossmassstäblichen Büro- und Industriebauten entlang der Hardturmstrasse ein. Die Baustruktur ist analog zum üblichen «modernen» Bürobau ein einfacher Skelettbau mit massiven Kernen, durch eine vorwiegend gläserne Aussenhaut verkleidet, belichtet und belüftet.
Die Verschiebung der Geschossebenen dient im Erdgeschoss zur Unterscheidung einer Ankunfts- und einer Anlieferungsseite, während in den Obergeschossen mit den Auskragungen gegen Südwesten und Südosten Sonnenschutzvorrichtungen ermöglicht werden.
Die Fassadenbänder bestehen aus metallgefassten, klaren und geätzten Gläsern. Direkt auf die Scheiben aufgebracht – als integrale Bestandteile der Fassaden – treten Werbeschriftzüge der jeweiligen Nutzer tagsüber in verschiedenen Farben und Grössen in Erscheinung. Nachts sind die Gläser hinterleuchtet.
Wohn-, Büro- und Gewerbeüberbauung
Das Hauptinteresse galt der Zweiseitigkeit des langgezogenen Grundstückes zwischen Strasse und Fluss.
Die längsverlaufenden Gewerbe- und Bürogebäude formen zusammen mit den quer dazu aufgelagerten Wohnbaukörpern ein kubisches Geflecht, das als Negativform diesen Innen- und Zwischenraum bildet – ein von Bäumen durchwachsener, halbprivater Raum.
Die verschieden weiten oder engen Teilungen der Baustruktur – entsprechend der Nutzung «Büros» in den ersten beiden Geschossen und «Wohnen» in den Obergeschossen – überlagern sich auf der Strassenseite zu einem Strukturgewebe. Flusseitig lösen sich die Baukörper aus dieser Verwirkung und lagern als verschobene, einzeln ablesbare Volumen aufeinander.
Die Materialien der Fassaden sind verschiedene Gläser (grünliche Industrieverglasungen und klares Fensterglas) und verschieden bearbeiteter Beton (roh gegossen und Kunststeinelemente).
Entwicklung Ausserholligen VI
Laborneubau Haus 6
Ein Haus für Forschung und Bildung im neuen Stadtteil Rosental-Mitte.
Drei Volumina bilden ein Ensemble und formen eine städtebauliche Konfiguration, einen Campus en miniature. Mit der Gliederung in drei Baukörper vermag das Haus für Forschung und Bildung gegenüber der Stadt differenziert zu agieren und zu reagieren – durchlässig, offen und kleinmassstäblich zur Nachbarschaft an der Maulbeerstrasse, einladend und gemessen grossmassstäblich zur künftigen Bleichestrasse hin.
Das Gebäude-Ensemble ermöglicht und befördert den Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen, Studenten und der Öffentlichkeit, zwischen der Lehre, der Forschung und Drittmietern – es erlaubt aber genauso allfällige Separierungen für unterschiedliche Sicherheits- und Hygienedispositive der Labornutzungen. Die Konfiguration ist auch funktional flexibel – sie ermöglicht die unabhängige und zeitlich unterschiedliche Nutzung von Cafés, Läden, Unisport, öffentlichem Parking und natürlich die Drittnutzung im Laborbereich.
Der Schaffung von attraktiven Gemeinschaftszonen wurde grosse Beachtung geschenkt und insbesondere auch den Laboren – hinsichtlich Qualität des Arbeitsplatzes, optimaler Nutzbarkeit, Flexibilität und künftiger Adaptierbarkeit. Mittels einer einfachen Baustruktur, möglichst entflochtener Versorgung mit Medien, mittels Gliederung in Misch- und Laborzonen im Zusammenhang mit den Flucht- und Transportwegen, sowie mittels einer grosszügigen Belichtung mit Tageslicht werden die hohen Anforderungen eingelöst.
Die Erscheinung der Baukörper baut auf einer einfachen Fassadenkonstruktion auf, die mit dem Rhythmus der idealen Labor- und Büroraster spielt und diese mit unterschiedlichen Transparenzen und Reflexionen überlagert. Darüber hinaus zeigt sie auch immer wieder, was sich im Inneren abspielt. Das Konzept und der Reiz der Fassade besteht darin, die Gesetzmässigkeiten eines Laborgebäudes zu thematisieren – sie «reflektiert» nach aussen hin, was sie zu leisten hat und leisten kann – für gutes Tageslicht zu sorgen, vor Überhitzung und Kälte zu schützen und zusätzlich auch noch elektrische Energie zu produzieren. Dafür könnten Photovoltaikelemente* eingesetzt werden – je nach Ausrichtung und Höhe wären es mehr oder weniger Module; gegen Nordwesten, zur Maulbeerstrasse hin gibt es keine. Dabei reagiert die Fassade auf Licht und Schatten sowohl optisch als auch energetisch.