Wohnen/Arbeiten Balgrist

Ort Zürich

Nutzung Wohnungen, Büro/Dienstleistung, Gewerbe

Studie 2020

Bauherrschaft Einfache Gesellschaft «GP Balgrist»

Geschossfläche 18‘706 m2

Team GG Mike Guyer, Stefan Thommen, Vladimir Dianiska, Timon Brändle

Bauleitung Ghisleni Partner AG, Rapperswil/Zürich

Landschaftsarchitektur Schmid Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich

Francis Bouygues Gebäude, Ecole CentraleSupélec

Auf dem Plateau de Saclay südöstlich von Paris ensteht auf der Grundlage eines langfristig angelegten Masterplans ein Cluster verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen. Der Neubau Francis-Bouygues, stellt die Verbindung zwischen dem bestehenden Universitätsgebäude und dem neuen Gustave-Eiffel Gebäude her und vermittelt durch seine Lage zwischen Campus und Natur.

Der Neubau füllt die gesamte Parzellenfläche, mit Ausnahme von drei volumetrisch prägenden Rücksprüngen, die die Zugänge zu dem Gebäude definieren. Zwei Aufbauten verstärken die Gebäudeecken entlang der Strasse. Im Inneren bildet ein dicht begrünter Patio das Zentrum des Gebäudes. Über drei Geschosse ist die Schule um die grosse Halle organisiert, als öffentlicher Raum verbindet sie die drei Departemente und verleiht dem Gebäude seine Identität. Nach dem Motiv einer Stadt sind die Univers genannten Departemente als Quartiere konzipiert, mit Strassen, Gassen und Plätzen. Die Halle ähnelt einer künstlichen Topografie, die verschiedene Arbeits- und Aufenthaltsbereiche im Erdgeschosse und auf den erhöhten Ebenen miteinander verbindet und einen kontinuierlichen, differenzierten Raum mit Orten unterschiedlicher Vertrautheit schafft.

Die tektonisch gestaltete Fassade aus emaillierten – glatt, gewellt und kanneliert – profilierten Keramikelementen reagiert in der Ausbildung auf die Umgebung und widerspiegelt in der Farbe die Departemente der Schule. Je nach Lichtsituation changiert die Farbigkeit der modulierten, glänzenden Oberflächen und bereichert die visuelle Wirkung des Gebäudes.

Ort Paris Saclay, Frankreich

Nutzung Universitätsgebäude, Auditorien, Unterrichts- und Laborräume, Theater, Musikräume, Mehrzweck- und Turnhallen, Bibliothek, Restaurant, Cafeteria, Büros, Hotel, Tiefgarage

Wettbewerb 2014, 1. Preis

Planung/Ausführung 2015–2017

Bauherrschaft Kluster (Bouygues Bâtiment Ile-de-France, Bouygues Energies & Services, HICL Infrastructure Limited)

Geschossfläche 27‘400 m2

Auslober Wettbewerb CentraleSupélec

Team GG Mike Guyer, Pieter Rabijns (Teamleitung), Martin Schwarz, Kathrin Sindelar, Christoph Dober, Martin Feichtner, Andy Gratwohl, Arend Koelsch

Kontaktarchitekten Synthèse Architecture, Arceuil, Frankreich

Bauleitung Bouygues Bâtiment Île-de-France Ouvrages Publics, Guyancourt, Frankreich

Generalunternehmung Bouygues Bâtiment Île-de-France Ouvrages Publics, Guyancourt, Frankreich

Landschaftsarchitektur Bassinet Turquin Paysage, Paris, Frankreich

Kosten/Terminplanung Bouygues Bâtiment Île-de-France Ouvrages Publics, Guyancourt, Frankreich

Bauingenieur Bouygues Bâtiment Île-de-France Ouvrages Publics, Guyancourt, Frankreich

Haustechnik EGIS, Paris, Frankreich

Bauphysik AMOES, Asnières-sur-Seine, Frankreich

Brandschutz BTP Consultants, Villebon-sur-Yvette, Frankreich

Akustik Jean-Paul Lamoureux Acoustics, Paris, Frankreich

Signaletik Integral Ruedi Baur, Zürich (Konzeption)

Farbgestaltung Harald F. Müller, Öhningen, Deutschland

Modell © Zaborowsky, Zürich

Wohnüberbauung und Umbauten Pflegi-Areal

Auf dem Areal des ehemaligen Spitals Pflegerinnenschule formt die neue Wohnüberbauung, zusammen mit den Bestandesbauten der Gebrüder Pfister von 1934 eine grossmassstäbliche Anlage mit weiten Hofräumen und Garten. Die gestufte Höhenentwicklung der beiden langezogenen Neubauten vermittelt zwischen den freistehenden, kleinmasstäblichen Wohnhäusern des Quartiers.

Die 2,5 bis 6,5 Zimmer-Wohnungen sind mehrheitlich Etagenwohnungen. Eine mittige Anordnung der Nebenräume und Nasszellen ermöglicht einen Rundlauf und beheizbare «Jahreszeitenzimmer» lassen sich bei schönem Wetter zu offenen Loggien wandeln.

Ortbeton wurde für die Baukonstruktion, die Fassaden wie auch die Bodenbeläge im Inneren verwendet. In Zusammenarbeit mit dem Künstler Adrian Schiess wurden matte, mineralische Farbeanstriche für drei Längsfassaden vorgesehen und damit insbesondere die Stimmung der Freiräume geprägt. Im Carmenhof stehen sich ein Gelbgrün und Weiss gegenüber und ein starkes Blau bildet die «Hintergrundsfarbe» für den Baumbestand im Garten.

Ort Zürich

Nutzung Neubauten mit 48 Wohnungen, 11 Ateliers, 1 Arztpraxis; Tiefgarage 112 Stellplätze; Umbau Bestand (ehemaliges Spital) zu Büroräumen

Wettbewerb 1999, 1. Preis

Planung/Ausführung 1999–2002

Bauherrschaft Stiftung Diakoniewerk Neumünster
Schweizerische Pflegerinnenschule, Zürich

Geschossfläche 15’199 m2

Team GG Gaby Kägi, Pascal Müller

Bauleitung Neubauten: Ruoss Witzig Architekten, Zürich

Landschaftsarchitektur Zulauf Seippel Schweingruber, Baden

Bauingenieur Basler & Hofmann AG, Zürich

Haustechnik Basler & Hofmann AG, Zürich

Bauphysik Basler & Hofmann AG, Zürich

Farbgestaltung Adrian Schiess, Zürich und Mouans-Sartoux, Frankreich

Wohnhäuser Park Grünenberg

Der Park Grünenberg sollte zum wesentlichen Charakteristikum der neuen Wohnbebauung werden. Die grosszügige Gartenanlage wurde im westlichen Bereich, dem ehemaligen Landschaftsgarten, mit drei Wohnbaukörpern bebaut, während der architektonische Gartenteil im Osten sowie die denkmalgeschützte Villa (Robert Bischoff und Hermann Weideli, 1910) erhalten blieben. Die Baukörper sind so gesetzt und geformt, dass allseitig Durchblicke und Ausblicke in den Park und auf den See möglich sind. Als Vielecke ausgebildete Volumina bilden zusammen mit der Bepflanzung eine Art farbigen «Steingarten».

«Gegossener Stein», also Beton, ist das Konstruktions- und Fassadenmaterial. Die äussere Betonschale weitet sich partiell zu auskragenden, raumdefinierenden Gitterstrukturen und bildet so Balkone aus. Die Betonoberflächen sind fein sandgestrahlt und mit mineralischen Pigmenten lasierend gestrichen. Für jedes Haus wurde vom Künstler Pierre André Ferrand ein anderer Farbton gewählt, wobei in allen Farbtönen die Farbe Grün aufscheint – im Dunkelgrau, im Ocker und im Gelb. Die Erscheinung der Pigmente selbst ist hochmatt, ähnlich einer Puderschicht aus farbigem Staub. Grossflächige Fenster spiegeln nach aussen, während sie von innen den Blick auf die umgebenden Bäume und den See freigeben.

Mit der wohlüberlegten Anordnung der verschiedenen Wohnungen in den Baukörpern werden alle Vorteile der unterschiedlichen Orientierungen und Lagen ausgeschöpft. Beim südlich gelegenen, kleinsten Haus (A) teilen sich zwei Wohnungen pro Geschoss jeweils die Vorteile von etwas mehr Seesicht und sommerlicher Abendsonne beziehungsweise von etwas mehr Südlicht. Bei den östlich und nördlich gelegenen grösseren Häusern (B und C) wird mittels einer Vielzahl unterschiedlicher Wohnungstypen erreicht, dass jede der Wohnungen sowohl optimal belichtet ist, als auch Sicht auf den See erhält. Acht unterschiedliche Wohnungen umfassen dreiseitig orientierte Geschosswohnungstypen, zweiseitig orientierte Typen mit «durchgestecktem» Wohnzimmer und Maisonnette-Wohnungen.

In Analogie zum ehemaligen Landschaftsgarten sind die Grünflächen zwischen den Bauten mit einzelnen lichten Bäumen und Baumgruppen durchsetzt. Blühende und immergrüne Büsche und Stauden schmücken und gliedern den Grünraum und grenzen die öffentlichen Gartenflächen von den privaten ab. Die Wegverbindungen sind als helle, grosszügige Betonflächen angelegt, die sich verbreitern und verjüngen, in ihrer Wirkung vielleicht vergleichbar mit grossen, ebenen Felsplatten in der Landschaft.

Ort Wädenswil

Nutzung 3 Wohnhäuser mit 30 Eigentumswohnungen, 10 unterschiedliche Wohnungstypen, Tiefgarage 78 Stellplätze

Wettbewerb 2002, 1. Preis

Planung/Ausführung 2004–2007

Bauherrschaft Grünenberg Baugesellschaft
c/o Beat Odinga AG, Uster

Geschossfläche 9‘600 m2

Team GG Volker Mencke

Bauleitung Karl Steiner AG, Zürich

Landschaftsarchitektur Hager Landschaftsarchitektur AG, Zürich

Bauingenieur Basler & Hofmann AG, Zürich

Elektrotechnik Innovative Elektrotechnik, Gossau Zürich

Haustechnik Schoch Reibenschuh AG, Nänikon

Akustik IPA Energieberatung, Volketswil

Farbgestaltung Pierre André Ferrand, Genf/Krakau

Drei Reiheneinfamilienhäuser

Der Baukörper, der drei Wohneinheiten zusammenfasst, liegt als längliches, flaches Volumen parallel zum See, zur Strasse und zur Stützmauer mittig im Grundstück. Eine vorgesetzte zweigeschossige Balkonschicht, kombiniert mit auskragenden Wohnräumen, erstreckt sich über die ganze seeseitige Längsfassade und lädt über die Gebäudeecken hinaus aus. Sie thematisiert die Öffnung und Hinwendung der oberen beiden Geschosse zum See.

Zum Hang hin formt der Gebäudekörper zusammen mit der westlich gelegenen Stützmauer einen klar definierten Eingangsraum, welcher durch Stahltreppen entlang der farbig gestrichenen und begrünten Stützmauer erschlossen wird. Auskragende Volumina markieren und schützen die drei Hauseingänge. Dort betritt man die Wohneinheiten im mittleren Geschoss.

Das Gebäude besteht insgesamt aus zwei Vollgeschossen, einem Sockelgeschoss, das hangseitig eingegraben ist, sowie einem darunter liegenden Parkgeschoss. Um den Wohn- und Essbereichen sowie den dazugehörigen Balkonen die beste Seesicht zu gewähren, sind sie jeweils zuoberst im Gebäude angeordnet. Im mittleren Geschoss befinden sich neben den Eingangsbereichen jeweils zwei verschieden grosse Zimmer, die als Arbeits-, Gästezimmer oder Schlafzimmer genutzt werden können. Im Sockelgeschoss, ebenerdig mit dem Garten, befinden sich die weiteren Zimmer. Der Innenausbau – Küchen, Nasszellen und die Zimmereinteilung – wurden den individuellen Bedürfnissen der verschiedenen Eigentümer angepasst.

Tragende Aussen- und Wohnungstrennwände erlaubten die freie Raumunterteilungen im Inneren jeder Einheit. Die skelettartige Balkonschicht zur Weidstrasse hin ist in Beton, die drei anderen Fassaden sind mit einer fugenlosen, feinkörnig verputzten, hinterlüfteten Plattenverkleidung materialisiert. Eine metallisch schimmernde, silberne Farbe vereinheitlicht die unterschiedlichen Maueraufbauten und erreicht zusammen mit den natureloxierten Aluminiumprofilen der Fenster, den silbern reflektierenden Glasbrüstungen und den aluminiumbedampften Stoffstoren eine Gesamtwirkung des Gebäudes, die auf dem Spiel und der Reflektion des Lichtes basiert. Die rosarote Farbe der Stützmauer entlang des Zugangweges kontrastiert und ergänzt den graumetallischen Silberton des Gebäudes.

Eine mit einzelnen Bäumen durchsetzte Wiese erstreckt sich vor dem Gebäude. Sträucher entlang der Parzellengrenzen gewährleisten die Privatheit des Gartenraums. Längsformatige Betonriemen bilden alternierend mit Kiesflächen den Bodenbelag des rückwärtigen Eingangshofs und der Aussensitzplätze. Das Dach, wellenförmig mit Thymian in verschiedenen Rosatönen bepflanzt, erweitert optisch die Gärten der darüber liegenden Nachbarhäuser.

Ort Rüschlikon

Nutzung Drei Wohneinheiten mit vorgesetzter, zweigeschossiger Balkonschicht

Wettbewerb 2002, 1. Preis

Planung/Ausführung 2002–2005

Bauherrschaft Bauherrengemeinschaft Weidstrasse 8

Geschossfläche 1‘200 m2

Team GG Gaby Kägi

Bauleitung Karl Steiner AG, Zürich

Landschaftsarchitektur Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich

Bauingenieur Henauer Gugler AG, Zürich

Elektrotechnik Elkom Partner AG, Chur

Haustechnik 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Farbgestaltung Adrian Schiess, Zürich und Mouans-Sartoux, Frankreich

Wohnüberbauung Brunnenhof

Die Solitärbauten der Stiftung für kinderreiche Familien aus den 1930er-Jahren wurden durch  zwei lang gezogene, geknickte Baukörper ersetzt, welche den Strassenverläufen folgen und dabei die  nordwestliche, städtische Parkanlage rahmen.

Die Wohnungsgrundrisse der beiden Bauten reagieren auf die unterschiedlichen Orientierungen und Lärmbelastungen der Strassen. Trotzt differenzierten Gebäudetiefen gewähren alle Wohnungstypen einen Rundlauf, räumliche Grosszügigkeit sowie erhöhte Nutzungsflexibilität.

An den Fassaden zeichnen sich die Geschossebenen der vier- bis sechsgeschossigen Bauten ab: Zum Park hin mit durchgehenden Balkonen und mit gliedernden Betonelementen gegen die Strasse. Farbige Glaspaneele bilden sowohl opake Fassadenverkleidungen als auch verschiebbare Sonnen- und Sichtschutzpaneele aus transparenten und transluszenten Gläsern. Die Farbtöne  wurden in Zusammenarbeit mit dem Künstler Adrian Schiess gewählt – zur Strasse hin dunkelblau und violett, zum Park hin als schillernder Farbverlauf von Gelb über Orange zu Blau.

 

Ort Zürich

Nutzung Zwei Baukörper, 72 Mietwohnungen, 6 Einzelzimmern, Gemeinschaftsraum, Doppelkindergarten, Doppelkinderhort, Tiefgarage 75 Parkplätze

Wettbewerb 2003, 1. Preis

Planung/Ausführung 2004–2007

Bauherrschaft Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien, Zürich

Geschossfläche 18‘437 m2

Team GG Markus Seiler (Projektleitung), Lorenzo Igual, Rolf-Werner Wirtz, Ulrike Horn

Bauleitung b+p baurealisation ag, Zürich

Landschaftsarchitektur Hager Landschaftsarchitektur AG, Zürich

Bauingenieur Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Elektrotechnik Elkom Partner AG, Chur

Haustechnik 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Bauphysik Lemon Consult GmbH, Zürich

Farbgestaltung Adrian Schiess, Mouans-Sartoux, Frankreich

 

Wohnüberbauung Neumünsterallee

Der Baukörper bildet zur Strassenkreuzung Neumünsterallee/Signaustrasse ein winkelförmiges Volumen und schafft so im Südosten einen sonnigen Gartenraum. Die drei versetzt angeordneten Einschnitte im Volumen bilden peripher liegende Lichthöfe aus und verleihen dem Baukörper eine mäandernde Form, die Innen- und Aussenraum miteinander verklammert. Einer der Einschnitte ist zur Morgensonne und zum Gartenraum orientiert, einer zur Mittagssonne und Richtung Platanenallee, der dritte schliesslich zur Abendsonne und zu den gegenüberliegenden Villengärten. Brückenartig gespannte Terrassenplatten umfassen die Einschnitte, betonen das Hauptvolumen und ermöglichen gleichzeitig Blicke in die Tiefe des Gebäudes. Durch diese offenen «Terrassenbrücken» sind die Lichthöfe mit Abmessungen von zirka 7,50 x 8,50 Meter nicht nur von oben, sondern auch von der Seite belichtet.

Die Wohnungen sind jeweils winkelförmig um die Lichthöfe gelegt, welche dadurch auch als optische Ausweitungen der Wohnungen fungieren. In den drei Hauptgeschossen sind dem Ost- und Westhof je eine 5,5-Zimmer-Wohnung, dem Südhof zwei 4,5-Zimmer-Wohnungen, im Attikageschoss dem Osthof eine 4-Zimmer-Wohnung, dem Westhof eine 2,5-Zimmer-Wohnung und dem Südhof eine 7-Zimmer-Wohnung zugeordnet.

Die Lichthöfe erlauben es, die grosse Gebäudetiefe auszunutzen und alle Wohnräume sowie die Küchen und die grossen Bäder mit natürlichem Licht zu versorgen. Eine grosszügige Diele bildet das Zentrum jeder Wohnung. Seitlich vom Hof aus belichtet, vermittelt sie zwischen der Abfolge privater Schlafräume und dem Wohnzimmer. Ihr ist keine spezifische Nutzung zugeschrieben, sie kann als Esszimmer oder Arbeitsraum genutzt werden oder den Kindern Platz zum Spielen bieten. Das Wohnzimmer öffnet sich zur seitlichen Terrasse sowie nach aussen und steht in direktem Kontakt zur Küche, die sich ebenfalls zum Hof orientiert. Man betritt das Gebäude im abgesenkten Erdgeschoss über die Treppe oder die Rampe und gelangt durch eine grosszügige Halle, die über den mittleren Hof belichtet wird, zu den beiden Erschliessungskernen. An der Halle sind überdies direkt zugängliche Ateliers angeordnet, die als Büro- oder Hobbyräume gemietet werden können.

Betonwände und -platten bilden die Tragstruktur des Gebäudes. Holzmetallfenster, eine durchgehend 20 Zentimeter starke Wärmedämmung und ein feiner Putz auf einer hinterlüfteten Plattenverkleidung bilden die Gebäudehülle, die dem Minergie-Standard gerecht wird.

In Zusammenarbeit mit dem Künstler Adrian Schiess wurden die Oberflächen in den Höfen mittels eines silbrig schimmernden Anstrichs ‚lichtführend‘ gestaltet, während für die äusseren Fassaden ein dunklerer Grauton festgelegt wurde. Ein leuchtender, kupferfarbener Anstrich im Eingangsbereich und hochglänzende Perlmuttfarben für die Schrankfronten in den Wohnungen verfeinern und vertiefen das Spektrum changierender, «lichttragender» Farben im Inneren. Ein Wasserbassin auf dem Grund des mittleren Lichthofs reflektiert das Himmelslicht und prägt die Stimmung des Eingangsbereichs. In den übrigen Lichthöfen wurden hochgewachsene, feinblättrige Eschen gepflanzt. Die Gartengestaltung besteht aus leicht abgestuften Ebenen mit unterschiedlichen Bepflanzungen. Bodendeckende immergrüne Pflanzen und einzelne Strauchgruppen bilden zusammen mit der geschützten Gartensockelmauer und dem schmiedeisernen Zaun den traditionellen Vorgartenbereich. Im südöstlichen Gartenraum, dem Aufenthaltsort von Kindern und Erwachsenen, sind Baumgruppen in die grüne Wiesenfläche gesetzt.

Ort Zürich

Nutzung Wohnüberbauung als winkelförmiges Volumen mit Lichthöfen; 15 Mietwohnungen, 2 Ateliers, Tiefgarage

Wettbewerb 2003, 1. Preis

Planung/Ausführung 2004–2007

Bauherrschaft Personalvorsorgestiftung der SV Group, Dübendorf
Bauherrenvertreter: Daniel Nyfeler

Geschossfläche 4‘799 m2

Team GG Markus Lüscher

Generalunternehmung Karl Steiner AG, Zürich

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchiteken, Zürich

Bauingenieur Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Zürich

Elektrotechnik Elkom Partner AG, Chur

Haustechnik 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Bauphysik Bakus Bauphysik und Akustik GmbH, Zürich

Signaletik Trix Wetter, Zürich

Farbgestaltung Adrian Schiess, Zürich und Mouans Sartoux, Frankreich

Bahnhof Baar mit Läden, Büros und Wohnungen

Die neue Bebauung schliesst den Bahnhofplatz gegen den nördlichen Geleiseraum und setzt der heterogenen Struktur im Süden einfache Volumen gegenüber. Eine Reihung von länglichen Baukörpern – verbunden durch ein gemeinsames Dach – fassen den Bahnhofplatz zu einem klar gegliederten städtischen Aussenraum.

Ausgehend von der grossen, verbindenden Überdachung des Abgangs in die Personenunterführung und der Längsausrichtung der Volumen, bestimmt die Stapelung der unterschiedlich geschnittenen, horizontalen Platten und die umlaufenden Brüstungsbänder aus vorfabrizierten Betonelementen den Ausdruck des Gebäudes. Die umlaufenden Bänder vereinen Gebäude und Überdachung, während die wechselnden Rhythmen der Einfüllungen zwischen den Bändern die verschiedenen Nutzungen widerspiegeln. Die vorfabrizierten Betonelemente des Perrondachs bei Hauptgebäuden und Platz sind mit orangebraunen Eisenoxydpigmenten eingefärbt, in Anlehnung an die Geleisefeldpatina. Die Farbgestaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Künstler Adrian Schiess entwickelt.

 

Ort Baar

Nutzung Bebauung Bahnhof-Areal mit gemischter Nutzung: Bahnreise-Infrastruktur, Ladenflächen, Büros, Wohnungen, Tiefgarage

Wettbewerb 2004, 1. Preis

Planung/Ausführung 2004–2008

Bauherrschaft Gesamtanlage: Migros-Pensionskasse, Zürich
Platzgestaltung: Einwohnergemeinde Baar
Bahnreiseanlagen: SBB Schweizerische Bundesbahnen, Luzern

Geschossfläche 6`500 m2 (Geschossfläche oberirdisch nach PBG Kt. ZG)

Team GG Mathias Brühlmann, Ulrike Horn

Totalunternehmung Halter Generalunternehmung AG, Zürich

Landschaftsarchitektur Vetsch Nipkow Partner, Landschaftsarchitekten AG, Zürich

Bauingenieur ARP André Rotzetter + Partner AG, Baar

Elektrotechnik Mosimann & Partner AG, Affoltern am Albis

Haustechnik Hans Abicht AG, Zug

Bauphysik Wichser Akustik & Bauphysik AG, Zürich

Signaletik Peter Spalinger, Atelier für Gestaltung, Bremgarten

Farbgestaltung Adrian Schiess, Zürich und Mouans-Sartoux, Frankreich

Wohnüberbauung Erlenhof

In dem ehemaligen Industrieareal am Oberwasserkanal der Limmat in Dietikon gelegen, bildet die Wohnüberbauung eine erste städtische Setzung für das sich entwickelnde Quartier. Drei grosse Bauvolumen sind auf einem gemeinsamen Sockelgeschoss platziert und formen einen zum Wasser hin geöffneten, leicht erhöhten Hof. Polygonale, fünfeckige Gebäudegrundflächen und korrespondierende Giebelfassaden zeichnen die Volumina aus. Der Hof selbst bildet mit den grossen Erlenbäumen das Herz der Anlage und gibt dieser auch den Namen. Hainbuchenhecken säumen die individuellen Privatgärten der Erdgeschosswohnungen und gliedern die gemeinschaftlichen Bereiche. Kurze Treppen führen von hier zur Uferpromenade des Kanals. Baumreihen entlang den umgebenden Strassen vermitteln zwischen Hof- und Strassenräumen; sie bilden einen ersten Schritt zu einer künftigen Gartenstadt. Dies motiviert auch die Farbgebung der Strassenfassaden, die in einem kräftigen Grün gehalten sind und dem Pionierprojekt im noch industriellen Umfeld eine Stimmung und Identität verleihen. Reinweisse Fassaden dagegen machen den Hof zu einem leuchtenden Raum, vor dessen Hintergrund sich die Erlen abzeichnen.

Man betritt die Gebäude entweder direkt von der Strasse oder zwischen den Stützmauern der erhöhten Vorgärten und gelangt über einläufige, belichtete Treppen zum Hof und zu den Wohnungen. Rot gestrichene Treppenuntersichten färben hier das Licht und kontrastieren zwischen der grünen Strassenfront und dem weissen Hofraum.

Den Gebäuden sind verschiedene Grundrisstypen eingeschrieben, differenziert je nach Orientierung und Lage; 85 Wohnungen sind es insgesamt. In Haus 1 gliedern sich die Eigentumswohnungen in einen nach Süden orientierten Wohnbereich mit vorgelagerter Loggia und angrenzender Küche sowie in einen nach Norden gerichteten Zimmerbereich. Haus 2 enthält eine grosse Bandbreite von Mietwohnungen unterschiedlicher Grösse, darunter zwei- und dreiseitig orientierte Wohnungen. In Haus 3 ermöglichen durchgehende Wohnräume mit offenen Küchen und den Aussenräumen die gleichzeitige Orientierung nach Süden und zum Hof. Die leicht geneigten Dächer schaffen überhohe Dachwohnungen. Eingezogene Loggien bieten jeder Wohnung einen geschützten Aussenraum, während maximierte Fensteröffnungen die unterschiedlich tiefen Wohnungen belichten.

Die Wohngebäude sind in Massivbauweise erstellt, mit einer tragenden, aussteifenden Schottenstruktur sowie Flachdecken in Ortbeton. Ihre Fassaden sind mit einer verputzten Aussenwärmedämmung materialisiert, der Sockel besteht aus Sichtbeton. Die leicht geneigten Dachflächen sind extensiv begrünt.

Ort Dietikon

Nutzung 3 Gebäude mit 55 Mietwohnungen, 30 Eigentumswohnungen, 480 m2 Atelierfläche, Tiefgarage

Wettbewerb 2005, 1. Preis

Planung/Ausführung 2006–2009

Bauherrschaft Entwicklung Haus 1, 2, 3: Halter Entwicklungen, Zürich
Bauherrschaft Haus 2 (Mietwohnungen): PV-Promea, Schlieren
Bauherrschaft Haus 1 und 3 (Eigentumswohnungen): Wohnbaugenossenschaft Blumenrain, Zürich
c/o Baumgartner Knobel & Partner, Treuhandgesellschaft

Geschossfläche 18'890 m2

Team GG Matthias Clivio

Totalunternehmung Halter Generalunternehmung, Zürich

Landschaftsarchitektur Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich

Bauingenieur Basler & Hofmann AG, Zürich

Elektrotechnik R+B engineering AG, Zürich

Haustechnik 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur

Bauphysik Kopitsis Bauphysik AG, Wohlen

Farbgestaltung Harald F. Müller, Öhningen, Deutschland